28.03.2010

Novellierung des Landesjagdgesetzes Rheinland-Pfalz - Stellungnahme Verbände/Organisationen

ÖJV, BUND, NABU, Städtebund, Waldbesitzer u.a. begrüßen die Initiative der Landesregierung zur Neufassung des Landesjagdgesetzes.

Auszüge aus der Stellungnahme:
  • Die Jagdstrecken in Rheinland-Pfalz zeigen, dass die Wildbestände seit Jahren zugenommen haben.
  • ... die landwirtschaftliche Produktion ist gefährdet.
  • Naturnah aufgebaute Wälder und landwirtschaftliche Nutzflächen müssen vor zu hohen Wildbeständen geschützt werden.
  • Die Unterzeichner bekennen sich zur Jagd als einer nachhaltigen Nutzung wildlebender, in ihrem Bestand nicht gefährdeter Tierarten ....
Forderungen (Auszüge)
1. Das Jagdrecht des Grundeigentümers ist gegenüber dem Jagdausübungsrecht des Jägers zu stärken.
2. Flankierend zum Abbau jagdbehördlichen Handelns ist ein breit angelegtes Informations- und Beratungsangebot aufzubauen.
3. Die Hege hat zum Ansteigen der Wildbestände geführt ....Folgerichtig sollte nicht von „Hege-gemeinschaften“ sondern von „Bejagungsgemeinschaften“ gesprochen werden.
4. Es ist unter allen Umständen daran festzuhalten, dass Beeinträchtigungen einer ordnungsgemäßen land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen Nutzung durch das Wild vermieden werden.
5. Die Jungjägerausbildung und die Fortbildung der Jäger müssen verstärkt forstwirtschaftliche, ökologische und tierschützerische Inhalte berücksichtigen.

(Vollständige Stellungnahme hier)
Mein Kommentar: Für mich entsteht der Eindruck, dass die unterzeichnenden Organisationen  - wie die Landesregierung -  eine Intensivierung der Jagd gutheißen und auch ausdrücklich fordern. Es wird aber an keiner Stelle auf die Ursachen des vermeintlichen hohen Wildbestandes eingegangen. Mehr Jagd = weniger Wild kann nicht die Lösung sein. Ursachen für Wildschäden in Wald und Flur sind insbesondere zu suchen
  • in der Zufütterung des Wildes durch Jäger
  • beim hohen Jagddruck
  • in der Zerstörung von Wildtier-Sozialgefügen
  • in der Industrialisierung der Landschaft
  • im Mangel von Wildausgleichsflächen.
Den Jagddruck zu verstärken ist meines Erachtens der falsche Ansatz!

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