25.07.2010

Tierschutzpolitik in Rheinland-Pfalz

Kurt Beck, Ministerpräsident in Mainz, rühmt sich einer vorbildlichen Tierschutz-Politik. Doch weit gefehlt, im Hinblick auf das nun mit den Stimmen von SPD und FDP verabschiedete Landesjagdgesetz hat sich für die Tiere nur Unwesentliches geändert. Weiterhin wird es möglich sein, tierquälerische Jagdmethoden wie die Fallenjagd anzuwenden, Hund und Katz' im Rahmen der Jagdausübung abzuschießen oder Tiere ganzjährig  - ohne Schonzeit -  zu töten. Selbst vom Aussterben bedrohte Tierarten (Rote Liste) dürfen in Rheinland-Pfalz weiterhin bejagt werden.

Die Art und Weise, wie die Novellierung des Landesjagdgesetzes unter Kurt Beck zustande gekommen ist, spricht Bände: von Jägern des Umweltministerium entworfen, wurde der Entwurf anschließend mit Vertretern des Landesjagdverbandes erörtert und nach anfänglichen Protestandrohungen angepasst. In der öffentlichen Anhörung wurden zwar der lokale Bogenschießverein zu den Änderungen gehört, nicht aber renommierte Tierschutzverbände.

 Foto: Helmut Sütsch www.fuchsfilm.de

Auf eine erfolgreich von pro iure animalis initierte Protestaktion reagierten nun sowohl Ministerpräsident Beck wie auch das Büro seiner "Jagdministerin" Conrad. Lesen Sie die gesamte Korrespondenz hier.

Lesen Sie auch: Kommentar zum Landesjagdgesetz

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