30.10.2010

Kormoranjagd verfehlt ihr Ziel

Eine Einwirkung der in den letzten Jahren getätigten Kormoran-abschüsse, maßgeblich der im Rahmen der Kormoran-Verordnung im Winter 2009/10 erhobenen Abschusszahlen auf den Kormoranbestand in Rheinland-Pfalz konnte nicht festgestellt werden. Die entstandenen Lücken scheinen durch den Zuzug aus anderen Gebieten umgehend wieder aufgefüllt worden zu sein. Möglicherweise sind lokale Vergrämungseffekte vorhanden, die aber aufgrund der mangelnden Datenlage nicht hinreichend nachgewiesen werden konnten.

Das Ziel der Kormoran-Verordnung, die von der Fischerei geltend gemachten fischereiwirtschaftlichen und fischökologischen Schäden durch eine kontrollierte Entwicklung des Kormoranbestandes mit Hilfe eines flächigen, unkoordinierten Abschusses wirkungsvoll zu reduzieren, ist nicht erreicht worden und kann wohl nach den Erfahrungen aus anderen Bundesländern nicht erreicht werden.

Pro Iure Animalis: "Es zeigt sich auch hier wieder, dass Frau Conrad als zuständige Ministerin mit der Gabe der falschen Entscheidung gesegnet ist. In ihrem vorauseilenden Gehorsam gegenüber der Jagd- und Fischereilobby hat sie mit der Kormoranverordnung auf's Neue bewiesen, dass Tierschutz für sie ein Fremdwort ist. Sie allein trägt die Verantwortung für den - wie sich nunmehr gezeigt hat - sinnlosen und überflüssigen Tod von mehr als 600 artengeschützen Kormoranen!

Originalbericht in Die Rheinpfalz 29.10.2010
Kritik von JagdAberFair 01.08.2010

So können Sie den Kormoranen helfen: Wenn Sie die Bildung von neuen Kormoran-Schlafplätzen oder Störungen an bestehenden Schlafplätzen beobachten, melden Sie das bitte an Thomas Dolich, T. 06236/56773, Email lundi@foni.net oder GNOR Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz e.V., T. 06321/937456, Email gnorsued@gnor.de

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