08.11.2010

Wir wollen nur Ihr Bestes - und das für die Tiere

Bei der Jagd liegt vieles im Argen. Nach der offiziellen Jagdstatistik sterben jedes Jahr über 5 Millionen Wildtiere durch Jägerhand, durch ihre Waffen und durch Fallen; dazu 'zig Tausende von Hunden und Katzen. Die Dunkelziffer ist noch einmal so groß und umfasst Tiere, die statistisch nicht erfasst werden, die angeschossen im Gelände zugrunde gehen, die sich aufgrund der Verwendung von Bleimunition über ihre Nahrung vergiften oder im Rahmen der Jagdhunde-ausbildung "verbraucht" werden. Etliche Hundert Jäger und Unbeteiligte werden außerdem durch Schusswaffen verletzt , etwa weitere 40 Menschen werden erschossen.

Ein gutes Dutzend dem Tierschutz verpflichete Organisationen und Initiativen kümmert sich zum Teil seit Jahren um Öffentlichkeit für dieses Thema und widerlegt die vermeintliche Argumentation der Jäger und ihres größten Dachverbandes, des Deutschen Jagdschutz-Verbandes (DJV) zur Notwendigkeit der Jagd Punkt für Punkt. Jagdmethoden und die etwa 100 Tierarten umfassende Liste der jagdbaren Tiere, darunter Arten, die auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten stehen, sind dabei selbst in Jagdkreisen heftig umstritten. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass sich die Natur, die Wälder und der Bestand der meisten Tierarten ohne die Jagd von selber regulieren würde. Das was heute als Jagd bezeichnet wird ist zum großen Teil reine Spaßjagd, welche den Tieren erhebliches Leid zufügt - und der Volkswirtschaft einen Milliarden-Schaden, für den letztlich der Bürger über Steuern und (Kfz-)Versicherungen aufkommt.

Die Jagd und ihre Regeln sind veraltet und stammen aus einer Zeit, die nicht mehr unsere Zeit ist. Seit 2002 ist der Tierschutz im Grundgesetz verankert - demnach hat der Staat hat die Pflicht, die Tiere zu schützen. Solange aber der Staat und seine Organe dieser Verpflichtung nur schleppend nachkommen, sehen Initiativen wie JagdAberFair, der Arbeitskreis Tierschutz, Pro Iure Animalis und weitere Organisationen sich in der Pflicht für dieses Ziel zu kämpfen.

Als wirksame Maßnahme erweist sich neben der Öffentlichkeitsarbeit mehr und mehr der Einsatz von  Rechtsmitteln. Nachdem der Europäische Gerichtshof bereits für Frankreich und für Luxemburg entschieden hat, dass die Zwangsmitgliedschaft von Grundeigentümern in Jagdgenossenschaften nicht rechtens ist, erwartet sich der Arbeitskreis für humanen Tierschutz e.V. die gleiche Entscheidung für die anhängende deutschen Beschwerde. Das wiederum könnte den Beginn vom Ende der Jagd bedeuten, denn das gesamte deutsche Jagdgebäude fußt auf dem sogenannten Reviersystem, welches mit der Entscheidung aus Straßburg zerschlagen werden könnte.

Aktuell bereitet Rechtsanwalt Dominik Storr im Auftrag verschiedener Organisationen, darunter auch PETA Deutschland, rechtliche Schritte gegen revierübergreifende Jagden vor, die  - obwohl sie tierschutzwidrig sind und eindeutig gegen geltendes Recht verstoßen -  von für Jagd zuständigen Ministerien und Behörden in vielen Bundesländern von Revierpächtern gefordert werden.

Mitarbeiter vieler Tierschutz-Initiativen engagieren sich ehrenamtlich in ihrer Freizeit neben ihrer Berufstätigkeit unentgeltlich für den Schutz von Tieren. Das tun sie in Form von Öffentlichkeitsarbeit oder aktiv vor Ort im Rahmen von Events, Veranstaltungen, Tiervermittlung und vielen anderen Aktivitäten. Aber nicht alles kann durch die Ehrenamtlichen gestemmt werden - die Vorbereitung und Durchführung von rechtlichen Auseinandersetzungen und die Wahrnehmung von Gerichtsterminen sind sehr teuer. Deshalb werden nun dringend Spenden benötigt. Der kleinste Beitrag zählt und hilft, Wildtieren ein friedlicheres Leben zu ermöglichen.

Dafür haben beteiligte Organisationen und Initiativen nun ein zentrales Spendenkonto beim Arbeitskreis für humanen Tierschutz e.V. eingerichtet. Alle eingehenden Spenden werden für die Durchsetzung von Rechten gegen die Jagd eingesetzt. Informationen zum Spendenkonto finden Sie hier in der Rubrik "So können Sie helfen" .

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