17.03.2011

Die Schweiz mag den Wolf nicht

Von David Gerke, Präsident GWS
Die GWS (Gruppe Wolf Schweiz) bedauert die heute vom Ständerat getroffenen Entscheidungen zur Schwächung des Wolfsschutzes. Die Zurückdrängung des Wolfes – mit rund 10 Exemplaren eine in der Schweiz nach wie vor seltene und gefährdete Tierart – ist damit eine Tatsache. Zugunsten der hoch subventionierten Schafhaltung und der Jagd soll die international streng geschützte Art weichen.
Der Wolf wird in der Schweiz erneut in seinem Überleben gefährdet. Die Wolfspopulation in den Alpen gilt nach wie vor als gefährdet, in der Schweiz leben gar nur Ausläufer dieser kleinen Population. Damit kann keineswegs von einem gesicherten Bestand gesprochen werden, der reguliert werden müsste.
Wolf als Trophäe
Dass nun Wölfe auf Druck der Schaf- und Jagdlobby noch schneller abgeschossen werden sollen, ist deshalb völlig unverständlich. Denn die wildlebenden Huftiere als Beute des Wolfs und der Jäger sind in der Schweiz sehr häufig und nicht ansatzweise in ihrem Bestand gefährdet – weder durch die Jagd, noch durch den Wolf. Die Schafhaltung überlebt nur noch dank Subventionen, die schwerpunktmäßig in den urbanen Gebieten generiert werden – dort, wo der Wolf explizit begrüßt wird. Dass diese Zwangsabgaben der breiten Kreise der Wolfsbefürworter dafür verwendet werden, die Anwesenheit des Wolfes zur verhindern, ist unverständlich, falsch und wird den Stadt-Land-Konflikt noch verschärfen. Damit ist dem ländlichen Raum und auch der Schafhaltung am wenigsten geholfen.

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