04.11.2011

Keine Gründe mehr für Zögern bei Verbot von Bleimunition

Cornelia Behm MdB, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Zu den Ergebnissen des BfR-Forums „Gesundheits- und Umweltaspekte bei der Verwendung von Bleimunition bei der Jagd“ am 3.-4. November 2011 in Berlin erklärt Cornelia Behm, Sprecherin für Waldpolitik der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Angesichts der Neubewertung der Toxizität von Blei und der Notwendigkeit, jegliche unnötige Zusatzbelastung von Mensch, Tier und Umwelt zu vermeiden, steht ein Verbot von bleihaltiger Munition auf der Tagesordnung. Der formulierte weitergehende Forschungsbedarf spricht auf keinen Fall gegen ein sofortiges Verbot der Verwendung von Bleimunition. Bleifreie Munition wird in Deutschland und in anderen Ländern bereits in erheblichem Maße erfolgreich und ohne Probleme eingesetzt. Bund und Länder sollten daher sowohl aus Verbraucherschutzsicht als auch angesichts der vielen akuten Vergiftungen von Greifvögeln durch Bleimunition schnell ein Verbot von Bleimunition beschließen. Alles andere ist eine unnötige Verzögerung, die auch im Interesse der Wildvermarktung nicht zu verantworten ist.

Ist ein Knochen getroffen ist das Fleisch meist bleikontaminiert -
der Konsum geringster Bleimengen können zu Schädigungen
des zentralen Nervensystems und anderer Organe führen 
Bild: SuB Pelli


Im Rahmen des Verbots brauchen wir allerdings auch Anforderungen an Alternativgeschosse bezüglich der Toxizität, Tötungswirkung und Sicherheit bei der Jagdausübung . Während einer kurzen Übergangsfrist kommt es dann darauf an, Empfehlungen zur Verwendung von Alternativmunition zu kommunizieren.“


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