21.01.2012

Jagt die Jäger aus dem Wald

Aus einem Leserbrief von Herrn Dr. Peter Hawe an die Weinheimer Zeitung, 20.01.2012:

Nur eine Bemerkung zu der Fallenjagd: Die allermeisten Zeitgenossen haben nicht die leiseste Vorstellung von dem Grauen, das "waidgerechte" Jagd erzeugt. 


Zerschmetterte Knochen, zerfetzte Gesichter, höchst schmerzhafte Verstümmelungen aller Art werden den Tieren zugemutet, ohne dass die Verursacher zur Verantwortung gezogen werden können, sofern der überaus leichte Nachweis zu erbringen ist, dass dies alles im Rahmen der Waidgerechtigkeit geschah.

Bild: GSPCA, zur Verfügung gestellt von IJH.de
Jagdhunde an bewegungsunfähigen Katzen zur Schärfe zu erziehen, ist ebenso waidgerecht wie die scheußliche Praxis die Apportierfähigkeit des Hundes bei der Entenjagd zu trainieren. Hierzu werden vorsätzlich flugunfähig gemachte Enten von Hunden aus dem Wasser gehetzt. Die quälende, panische Angst einer Ente bleibt unberücksichtigt. Nach ihrem natürlichen Verhalten würde sie auffliegen, wenn der Hund zu nahe kommt. Das kann sie nicht. Daher erlebt sie bei vollem Bewusstsein, wie der Hund sie zu packen bekommt. Es muss die Forderung aller tierliebenden Menschen heißen: Jagt die Jäger aus dem Wald.

Anmerkung Redaktion: das aktuelle Tierschutzgesetz ermöglicht die betäubungslose Tötung von Wirbeltieren im Rahmen der "weidgerechten" Jagd. (§ 3 TSchG: Ist die Tötung eines Wirbeltieres ohne Betäubung im Rahmen weidgerechter Ausübung der Jagd oder auf Grund anderer Rechtsvorschriften zulässig, so darf die Tötung vorgenommen werden, wenn hierbei nicht mehr als unvermeidbare Schmerzen entstehen.)

Lesen Sie auch: Anmerkungen zur Jagd auf Rehwild

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