27.10.2012

Kein Verbot von Bleimunition: Hinhaltetaktik

Nach Auffassung von B90/DIE GRÜNEN wird die Bundesregierung in der laufenden Legislaturperiode keine Entscheidung über ein Verbot von giftiger Bleimunition mehr treffen. Dabei hat bereits im Frühjahr 2011 ein Gutachten die Sicherheit des Einsatzes bleifreier Munition bestätigt. In Schweden und den USA gibt es schon seit etlichen Jahren ausschließlich positive Erfahrungen mit bleifreier Büchsenmunition. An den meisten deutschen Gewässern ist die Verwendung bleihaltiger Munition schon jetzt verboten. 
 
Gegner der Einführung bleifreier Munition (die ist vor allen Dingen billiger als bleihaltige Munition) schieben immer wieder neue Einwände vor, die scheinbar dankbar von der schwarz-gelben Koalition aufgegriffen werden.  Die Grünen sprechen in diesem Zusammenhang von einer Hinhaltetaktik aus Hörigkeit zur traditionellen Jägerschaft.
 
Auch der Rotmilan ist Vergiftungsopfer uneinsichtiger Jäger
Bild: Andreas Klein
 
 
Dabei ist seit langem bekannt, dass giftige Bleimunition zur Bleibelastung von Feld und Flur beiträgt sowie zur Vergiftung von Aasfressern, insbesondere von Greifvögeln. In manchen Regionen hat die Verwendung bleihaltiger Munition zum Tod der letzten verbliebenen Seeadler geführt. Aus Sicht des Umwelt- und Naturschutzes gibt es deshalb genügend Gründe für ein Verbot bleihaltiger Jagdmunition.
 
 
 

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