22.05.2013

Abschuss einer trächtigen Luchsin im Bayerischen Wald

von Dr. Wolfgang Kornder, Ökologischer Jagdverein (ÖJV) Bayern 

Nur mit Betroffenheit, Wut und Zorn kann man die Meldung aufnehmen, dass nach der vor einem Jahr vergifteten Luchsin Tessa erneut im gleichen Landkreis Regen ein Luchsin, die drei Föten inne hatte, mit Schrot geschossen gefunden wurde. Es ist erbärmlich, wie hier die Ausbreitung einer mit viel Engagement und finanziellen Mitteln geförderten Art brutal verhindert wird.

Es zeigt sich wieder einmal, dass das, was die Bayerische Luchsbeauftragte Sybille Wölfel unlängst formulierte, bittere Wahrheit ist: Der unübersehbare "Umsatz" in bestens geeigneten Luchsgebieten "hat mit natürlicher Mortalität nichts mehr zu tun". Da sind Kräfte am Werk, die den Mitjäger Luchs nicht wollen. Wenn man die Ausbreitung dieser faszinierenden Tierart will, muss man diesen das Handwerk legen.

Mit Schrot auf den Luchs geschossen.
3.000 Euro Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen.
Bild: www.frecherfuchs.de


Der ÖJV Bayern fordert daher mit Nachdruck die strafrechtliche Verfolgung dieser Tat. Ein erneut erfolgloses Geplänkel wäre fatal. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt der ÖJV Bayern für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, 3000 € aus.


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