23.05.2013

Webcam zeigt: die Natur reguliert auch den Kormoran-Bestand

Quelle: NABU Schleswig-Holstein

Auch Kormorane haben natürliche Feinde. Was für Biologen eine Binsenweisheit ist, wird heute noch immer von manchen Fischern, Anglern und Jägern vehement bestritten. Nach ihrer Vorstellung verbreiten sich Kormorane „unkontrolliert“. Der Bestand steige „explosionsartig“ an. Das obwohl im Binnenland seit 1995 ein drastischer Rückgang der Brutpaare festzustellen sei. Diese falsche Vorstellung diene als Begründung dafür, sich mit dem Abschuss von Kormoranen, aber auch der Störung der brutwilligen Tiere in das Fortpflanzungsgeschehen der Kormorane einzumischen, um so den Bestand vorgeblich zu „managen“, damit aber den unwillkommenen Fischfresser aus Schleswig-Holstein zu vertreiben.

Beobachtungen widerlegen Vorurteile
Der NABU stellt auf seiner Internetseite den undifferenzierten Behauptungen seine Auswertung der Beobachtungen über natürliche Feinde des Kormorans im NABU-Wasservogelreservat Wallnau auf Fehmarn gegenüber. Aufzeichnungen von Webcams zeigen, dass seitens verschiedener Prädatoren wie Fuchs, Seeadler und Silbermöwe auf die Kolonien ein erheblicher Druck ausgeübt wird, der den Bruterfolg des Kormorans deutlich beeinflussen kann - bis hin zum Total-Ausfall seiner Brut.

Interessierte können das Geschehen live im Internet mit verfolgen und Zeugen von spannenden Interaktionen werden. Derzeit brüten rund 60 Kormoran-Paare auf der mitten im Schutzgebiet gelegenen Insel.



Der NABU fordert das Kieler Umweltministerium auf, die bestehende, fachlich ungerechtfertigte Kormoran-Verordnung des Landes aufzuheben. Die auch auf falschen Annahmen über den Einfluss des Kormorans auf Speisefische beruhende Basis für die Verfolgung dieser Tierart sei längst widerlegt, der Kormoran sei als natürlicher Bestandteil unserer Gewässerökosysteme zu akzeptieren.

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22.05.2013

Abschuss einer trächtigen Luchsin im Bayerischen Wald

von Dr. Wolfgang Kornder, Ökologischer Jagdverein (ÖJV) Bayern 

Nur mit Betroffenheit, Wut und Zorn kann man die Meldung aufnehmen, dass nach der vor einem Jahr vergifteten Luchsin Tessa erneut im gleichen Landkreis Regen ein Luchsin, die drei Föten inne hatte, mit Schrot geschossen gefunden wurde. Es ist erbärmlich, wie hier die Ausbreitung einer mit viel Engagement und finanziellen Mitteln geförderten Art brutal verhindert wird.

Es zeigt sich wieder einmal, dass das, was die Bayerische Luchsbeauftragte Sybille Wölfel unlängst formulierte, bittere Wahrheit ist: Der unübersehbare "Umsatz" in bestens geeigneten Luchsgebieten "hat mit natürlicher Mortalität nichts mehr zu tun". Da sind Kräfte am Werk, die den Mitjäger Luchs nicht wollen. Wenn man die Ausbreitung dieser faszinierenden Tierart will, muss man diesen das Handwerk legen.

Mit Schrot auf den Luchs geschossen.
3.000 Euro Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen.
Bild: www.frecherfuchs.de


Der ÖJV Bayern fordert daher mit Nachdruck die strafrechtliche Verfolgung dieser Tat. Ein erneut erfolgloses Geplänkel wäre fatal. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt der ÖJV Bayern für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, 3000 € aus.


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08.05.2013

Ein Projekt der Bergischen Greifvogelhilfe

Die Bergische Greifvogelhilfe ist eine Auffangstation für verletzte Greifvögel und Eulen unter professioneller Leitung von Dirk Sindhu. Schon seit vielen Jahren pflegen er und sein Team ehrenamtlich verletzte Greifvögel gesund, um diese wieder auszuwildern – im Jahr etwa 150 Vögel. Diese weisen häufig Knochenbrüche auf, Vergiftungs-erscheinungen, Schusswunden oder sind einfach geschwächt.

Das wird wieder
Bild: Bergische Greifvogelhilfe

Nun muss u.a. dringend eine Großflugvoliere gebaut werden, um alle Tiere gut auf ihre Wieder-Auswilderung vorzubereiten. Wie die meisten Auffangstationen für Wildtiere wird auch diese Station alleine durch Privatgelder und Spenden finanziert.

Die Bergische Greifvogelhilfe bewirbt sich zur Finanzierung dieses Projektes um den „Förderpreis für Zukunftsideen". Dabei dreht sich alles darum, die Erde zu einem zukunftsfähigen Ort zu machen.

Unterstützen Sie dieses Projekt hier durch Ihr VOTING.

Bild: Bergische Greifvogelhilfe


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04.05.2013

Fuchsfähe säugt 9 Welpen - Kurzvideo

In intensiv bejagten Revieren sind 6 bis 9 Jungtiere für eine Fähe (weiblicher Fuchs) keine Seltenheit. Im Nationalpark Bayerischer Wald, wo der Rotfuchs nicht bejagt wird, wurde im Rahmen wissenschaftlicher Forschung festgestellt, dass die durchschnittliche Anzahl pro Wurf nur 1,7 Welpen beträgt (eins komma sieben!).

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02.05.2013

Für eine echte Tierschutzverbandsklage in Niedersachsen

Wenn gegen geltendes Tierschutzrecht verstoßen wird, müssten Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen den Fall vor Gericht bringen und dort klären lassen. Was eigentlich völlig logisch klingt, ist aber fast überall in Deutschland unmöglich.
Weder Organisationen noch Privatpersonen haben grundsätzlich das Recht, für die Tiere zu klagen. In der Praxis heißt das, dass Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und andere Tierschutzregelungen fast nie vor Gericht gebracht werden können. Die (viel zu seltene) Ausnahme ist, dass engagierte Staatsanwaltschaften tätig werden.
Einige Bundesländer haben diesen Missstand bereits erkannt und die Tierschutzverbandsklage eingeführt bzw. planen gerade die Einführung. Auch die neue Landesregierung von Niedersachsen will tätig werden, wobei derzeit jedoch ein viel zu schwaches Klagerecht für Tierschutzorganisationen geplant ist. Bliebe es bei den bisherigen Planungen, dann wäre die Folge, dass Gerichte zwar Verstöße feststellen würden, sich daraus aber keinerlei rechtlich bindende Konsequenzen ergäben.
Eine Aktion der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt,
unterstützt von Wildtierschutz Deutschland
Rufen auch Sie die Landesregierung von Niedersachsen auf, eine echte und wirkungsvolle Tierschutzverbandsklage zu schaffen.


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