18.07.2013

Wildtollwut gefährdeter Bezirk

Bis Anfang der 2000er Jahre gab es unter Füchsen immer noch vereinzelte Fälle von Tollwut. Seit September 2008 gilt Deutschland nach den Kriterien der Weltorganisation für Tiergesundheit als „frei von klassischer Tollwut“. Zuletzt wurde im Februar 2006 bei einem Fuchs im Kreis Mainz-Bingen der Tollwutvirus nachgewiesen. Durch die konsequente orale Immunisierung von Füchsen in Verbindung mit
einer freiwilligen Impfung von Haustieren (Hunde, Katzen) konnte der Erreger mittlerweile in vielen europäischen Ländern eliminiert werden (Quell: RKI).

Wenn Sie dieses Schild sehen,
wenden Sie sich an die Kreisverwaltung oder das Landratsamt.

Die Veröffentlichung eines Schreibens des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit an die bayerischen Landratsämter durch die Organisation „Abschaffung der Jagd“ haben wir zum Anlass genommen, nachfolgendes Schreiben (Auszug) an die Kreisverwaltung Mainz-Bingen zu senden:

„Gefährdete Bezirke sind nach § 8 Abs. 2 der Tollwut-VO durch Schilder zu kennzeichnen, wobei die Gemeinde nach § 1 Abs. 5 der Verordnung zum Vollzug des Tierseuchenrechts für das Aufstellen und Entfernen der Schilder zuständig ist.

Gebietsweise noch immer vorhandene Schilder führen in der Bevölkerung z. T. zu Verunsicherung, was die Sicherheit der eigenen Person oder die von Haustieren betrifft. Wir bitten Sie deshalb um Beseitigung noch vorhandener Schilder „Wildtollwut gefährdeter Bezirk“. Eines dieser Schilder befindet sich am Ortsausgangsschild Richtung Engelstadt in der Gemeinde Nieder-Hilbersheim (Rhein-Hessen).

Bitte lassen Sie diese Schilder entfernen.“


08.07.2013

Wildtierrettung mit der Drohne

Aktualisierung 9.07.2013: NDR Filmbeitrag verlinkt

Wenn Tierschützer Frank Demke während der ersten Heuernte über die frisch gemähten Wiesen seiner mecklenvorpommerischen Heimat streift, zeigt sich ihm immer wieder das gleiche Bild: von den Mähwerken der Bauern grausam verstümmelte Rehkitze, Feldhasen und bodenbrütende Vögel.

Jedes Jahr sterben nach konservativen Schätzungen einige hunderttausend Wildtiere den grausamen Mähtod. Verbindliche gesetzliche Regelungen, welche zum Beispiel mechanische oder technische Vorsorgemaßnahmen vorschreiben oder ein Absuchen von Feldern vor dem Mähen, gibt es nicht.  Wie auch? In der Landwirtschaft geht es vor allen Dingen um Profit. Eine starke Lobby sorgt dafür, dass ihre politischen Marionetten nicht aus der Reihe tanzen.

Wenn das Kitz gefunden ist, wird es während der Heuernte  "eingesperrt".


Frank Demke, Initiator der Wildtierhilfe Mecklenburg-Vorpommern, hat sich mit Freunden und Bekannten zusammengetan und einen Modellhubschrauber mit einer Infrarotkamera ausgestattet. Mittels dieser „Drohne“ kann er riesige Felder absuchen und zum Beispiel Rehkitze aufspüren.

Die Feuertaufe bestand das Projekt auf den ca. 250 ha großen Grünlandflächen des Gutes Dummerstorf.  Der Landwirt zeigte  - im Gegensatz zu vielen anderen befragten Grundeigentümern - großes Interesse an einer Zusammenarbeit.

An insgesamt drei Einsatztagen konnte das Team um Frank Demke 18 Kitzen den grausamen Mähtod ersparen.  Sobald ein Tier mittels Kamera und Bildschirm aufgespürt wird, wird das Kitz oder der Vogel mittels Stoffwänden während des Mähens eingesperrt. Eine Berührung von Mensch und Tier findet dabei nicht statt. Wird die Ummantelung nach der Arbeit wieder entfernt, findet sich Mutter und Kind in aller Regel wieder.

Die "Drohne" ist für die Suche nach den Kitzen mit einer Infrarotkamera ausgestattet.


Gerne hätte die Initiative noch mehr getan, aber dazu bedarf es einer besseren Zusammenarbeit auch seitens der Landwirte und vor allem der Aufklärung.

Um die Wildtierrettung aus der Luft auch im kommenden Jahr erfolgreich durchführen zu können, benötigen die Initiative dringend Ihre Unterstützung.  Die können Sie zum Beispiel durch ein entsprechendes Voting  zum Lübzer "Heimatheldenpreis" leisten.

Hier abstimmen, um das Projekt Nr. 53, "Wildtierrettung aus der Luft" zu unterstützen:

Filmbeitrag des NDR: Rehkitzrettung im Akkord

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