29.10.2013

Erschossene Haustiere - schießen, schaufeln, schweigen.

RTL hat sich des Themas Haustierabschuss angenommen und einen Beitrag „Justice – erschossene Haustiere“ dazu gedreht. Es kommen Menschen zu Wort, die ein Haustier durch Jäger verloren haben, ein Jäger-Anwalt und der Rechtsanwalt Dominik Storr, der bereits zahlreiche Haustierbesitzer rechtlich vertreten hat.



Jäger in Deutschland töten Jahr für Jahr viele Tausend Hunde und etwa 300.000 Katzen. Sie berufen sich dabei auf eine Jagdgesetzgebung die bezüglich des Abschusses von Hunden und Katzen auf ein Jagdgesetz aus dem Jahre 1848 zurückgeht und argumentieren, dass Katzen das ökologische Gleichgewicht stören indem sie Kaninchen wildern und Singvögel erbeuten. Tatsache ist aber, dass es keine wissenschaftlich haltbaren Belege dafür gibt, dass Katzen einen nachhaltigen Einfluss auf die Fauna haben. Dort, wo es die höchste Katzendichte gibt, nämlich in den Städten, gibt es auch die größte Artenvielfalt.

Sehen Sie hier den RTL-Beitrag Justice – erschossene Haustiere
Lesen Sie auch Müssen Jäger Katzen töten?





25.10.2013

Wildtierbestände regulieren sich erfolgreich ohne Jagd

Der Kanton Basel-Stadt in der Schweiz möchte die Jagd verbieten. Lediglich in unausweichlichen Fällen soll die Jagd noch erlaubt sein. Man beruft sich auf die guten Erfahrungen im Rahmen des vollständigen Jagdverbots im Kanton Genf, das bereits 1974 in Kraft getreten ist. 

Der renommierte Biologe Prof. Dr. Josef Reichholf

Dort wurden deutliche Veränderungen im Verhalten der Wildtiere festgestellt, die für alle Beteiligten (Tier, Pflanze und Mensch) eine Besserung gebracht haben: Die Wildtierbestände regulieren sich selbstständig erfolgreich, die Tiere verlieren einen großen Teil der unnatürlichen Scheu, die durch die Jagd hervorgerufen wird, und die Menschen erhalten ein verlorengegangenes Verständnis für die Natur und ihre Zusammenhänge zurück.



20.10.2013

Fritzi sucht Paten

Jetzt Wildtier-Pate werden
Wir werden immer wieder angesprochen, wenn es um die Vermittlung von verwaisten oder verletzten Wildtieren geht. Deshalb haben wir schon vor einigen Jahren im Internet ein Verzeichnis der Wildtierauffangstationen eingerichtet. Dort finden Sie Informationen darüber, wer sich um welche Wildtiere in welchen Regionen kümmert.

Die Menschen, welche sich oft in jeder Minute ihrer Freizeit um diese Tiere kümmern, machen das mit Fachkompetenz, mit viel Zuwendung und meist mit eigenen finanziellen Mitteln. Kaum eine Einrichtung erhält dafür öffentliche Gelder. Auch ist es schwierig dauerhaft Sponsoren zum Beispiel aus der Wirtschaft zu finden. Wie auch, wenn alle Kraft in die Pflege der anvertrauten Tiere geht.

Sie können das ändern! Mit einer Patenschaft für Fuchs und Igel, für Marder und Eichhörnchen, Schwalbe, Schwan, Rehkitz und viele weitere Wildtiere. Damit leisten Sie einen wichtigen Beitrag für Pflege, medizinische Versorgung und Unterbringung, Materialien und Futter eines zwei- oder vierbeinigen Pfleglings.

Fritzi hat's geschafft - er erkundet die Wildnis wieder auf eigene Faust

Stellvertretend für viele Füchse, die meist zwischen April und Juni aufgefunden werden, steht Fritzi. Er wurde mit einer Verletzung am Kopf an einer viel befahrenen Straße aufgefunden und in eine Auffangstation nach Bayern gebracht. Dort wurde er in diesem Sommer gemeinsam mit Artgenossen liebevoll großgezogen. Im Spätsommer war er so groß und stark, dass es ihm freistand, die Wildnis wieder auf eigene Faust zu erkunden.

Fritzi und Artgenossen bleiben häufig nur einige Monate in Pflege, bis sie wieder ausgewildert werden können. Die Patenschaft für einen Fuchs kostet 60 Euro. Wir halten Sie mit Bildern und Geschichten über die Entwicklung unserer Füchse auf dem Laufenden, auf Wunsch erhalten Sie eine Patenschaftsurkunde. Auch jeder kleinere Betrag tut’s, zum Beispiel 20 Euro für einen Igel oder einen Marder oder 40 Euro für einen verletzten Schwan. Die Patenschaften sind voll absetzbar.

Bitte überweisen Sie unter Angabe zum Beispiel „Patenschaft Fuchs“ oder „Patenschaft Igel“ an Wildtierschutz Deutschland e.V. GLS Bank | BLZ: 430 609 67 | Konto-Nr. 600 863 950 0. Gerne stehen wir Ihnen dazu für Rückfragen zur Verfügung.

Oder ganz einfach hier Wildtier-Pate werden.

15.10.2013

Waidmannsheil - Jägern auf der Spur

Aktualisierung 27.10.2013: Der NDR hat das Video aus seiner Mediathek entfernt, möglicherweise auf Druck der Jagdverbände hin. Wir haben es auf Youtube gefunden.

Das NDR-Fernsehen sendete am 14.10.2013 die Reportage „45 Minuten“ mit dem Titel „Waidmannsheil – Jägern auf der Spur“.

In der Einleitung heißt es: „Die Jagd ist für die einen eine wichtige Tradition, für die anderen grausam und überholt. Das deutsche Jagdrecht gewährt den 350.000 Jägern in Deutschland weitreichende Privilegien. Ist es noch zeitgemäß? Und wie sinnvoll sind einzelne Arten der Jagd? Brauchen wir sie überhaupt noch?“



In dem 45 minütigen Beitrag kommen Jäger und Jagdkritiker zu verschiedenen Themen zu Wort:

Es geht um Jagdtourismus, Jagd als Bestandsregulierung, Trophäenjagd, die Jagd auf Privatgrundstücken, die damit verbundene Änderung des Bundesjagdgesetzes, Jagd mit bleihaltiger Munition, Jagd auf Füchse und Katzen und die Zugvogeljagd an der Ems. Zu Wort kommen u.a. Sarah Gänz aus dem gleichnamigen Weingut, Jagdgegner-Anwalt Dominik Storr und Eilert Voß.



11.10.2013

Bei Drückjagden werden tierschutzrechtliche Vergehen hingenommen

Nachdem Wildtierschutz Deutschland, PETA und weitere Organisationen  - vertreten durch Rechtsanwalt Dominik Storr -  bereits im Frühjahr eine Massentötung von Rehen durch die Salm Boscor GmbH & Co KG bei der Staatsanwaltschaft Paderborn zur Anzeige gebracht haben, ist an diesem Wochenende eine weitere großangelegte Drückjagd im Kreis Höxter geplant.

Bei Drückjagden wird häufig mit Dutzenden von Treibern und ihren Hunden das Wild großräumig aus seinen Einständen in Richtung der wartenden Jäger „gedrückt“. Diese Art der Jagdausführung verursacht regelmäßig große Unruhe in den betroffenen Revieren. Wildschweine und Rehe sind panikartig auf der Flucht. In dieser Situation werden Tiere in der Bewegung beschossen.  Dabei sind tödliche Treffer viel schwieriger zu erzielen  als bei stehenden Tieren.  Der Arbeitskreis Wildtiere und Jagd  der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) weist darauf hin, dass flüchtendes Rehwild aufgrund der arttypischen Bogensprünge dabei nicht sicher getroffen werden kann.


„Wir halten die Vorgehensweise der Verantwortlichen für nicht „waidgerecht“ und damit für tierschutzwidrig“, erklärt Lovis Kauertz von Wildtierschutz Deutschland. „Wir erwarten in dieser Sache deshalb  ein sofortiges Einschreiten der Strafverfolgungsbehörden.“  

Der Presse war zu entnehmen, dass Salm-Boscor-Geschäftsführer Maximilian Freiherr von Rotenhan durch eine weitere Massentötung von Rehen in den Höxter Revieren „einer unerträgliche Verbisssituation“ vorbeugen wolle. „Es kann nicht sein, dass immer und immer wieder allein aus Profitgier einzelner Interessensgruppen derartige Wildtiermassaker stattfinden. Der volkswirtschaftlich Schaden durch Verbiss in Deutschland ist  - gemessen am Ertrag der Holzwirtschaft -  absolut unerheblich“, so Kauertz weiter. 

Lesen Sie zum Thema Bewegungsjagden auch: Die Totmacher vom Westerberg

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