31.03.2014

Luftrettung für Tierkinder - neues Spendenprojekt

Die Wiesen sind von März bis Ende Juni das Kinderzimmer für zahlreiche Wildtierarten. Die erste Mahd des Grünlandes führt daher zu verheerenden Verlusten und unendlichem Leid. Viele Hunderttausend Tiere sterben jedes Jahr durch die Mähwerke der Landwirte: Rekitze, Feldhasen, bodenbrütende Vögel ….

Die Landwirte wollen und müssen in gerade dieser Zeit die Heuernte einfahren und haben kaum Möglichkeiten, Mähopfer zu vermeiden.

Schon im letzten Jahr haben wir sehr gute Erfahrungen mit dem Einsatz einer mit Infrarotkamera ausgestatteten Drohne gemacht und viele Tierleben gerettet. Um dieses von der Wildtierhilfe Mecklenburg-Vorpommern durchgeführte Projekt weiterzuführen, benötigen wir dringend weitere technische Ausstattung:
  • Ladegeräte für den ferngesteuerten Hubschrauber
  • Monitor für die Infrarot-Überwachung
  • Video-Empfänger
  • Empfängerantenne
  • Videobrille
  • Tablet-PC
  • Stromaggregat.




So funktioniert die Luftrettung für Tierkinder:

Vorbereitung der Flächen:
Landwirte kontaktieren uns im Vorfeld über ihr Mähvorhaben.
Relevante Flächen werden von uns besichtigt, auf Hindernisse wie Gräben, Telegrafenmasten usw. untersucht und in eine Karte eingescannt.
Für eine optimale Flugroute werden nun die Wegpunkte festgelegt.
Die Daten können durch das Anlegen eines Ordners auch in der nächsten Saison wieder genutzt werden.
                                         
Abfliegen der Flächen:
Optimale Positionierung des Bergungsteams (kurze Laufwege).
Bei Kitzerkennung des Copters, Fluggerät sofort anhalten und direkt über das Fundtier stellen.
Das Bergungsteam erkennt das Zielobjekt mittels Videobrille, ist sofort vor Ort und schlägt mit einem modifizierten  Windschutz einen geschlossenen Zirkel um das Tier.                              
Oktocopter kann seine Suche fortsetzen

Bergung der Rehkitze
Landwirt entscheidet ob die gefundenen Tiere im "Zirkel" verbleiben oder ob sie außerhalb der zu mähenden Fläche in Sicherheit gebracht werden.
Die Bergung erfolgt möglichst ohne Körperkontakt zum Tier. Mit Gras präparierte Schutzkleidung ist unbedingt notwendig.
"Zwischenparken" der Kitze in geeignete Holzkisten (ebenfalls mit frischem Gras präpariert).
Nach der Grünlandmahd werden die Rehkitze an einem geschützten Ort in der Nähe wieder  frei gegeben. "Familienzusammenführung" wird aus sicherer Entfernung beobachtet.
Gleiche Vorgehensweise bei im "Zirkel" verbliebenen Kitzen. Eine kleine Grasinsel bleibt stehen, der "Schutz" wird zurück gebaut und das Tier bleibt ohne menschlichen Kontakt gehabt zu haben in der Deckung liegen.

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