28.04.2015

Zur großartigen Arbeit des Komitee gegen den Vogelmord

Von Alexander Heyd

Auf Malta ist uns ein großer Erfolg gelungen: Die Frühlingsjagd auf Turteltauben und Wachteln, die vor zwei Wochen entgegen EU-Recht eröffnet wurde, ist gestern vorzeitig beendet worden. Das Komitee gegen den Vogelmord hat in den letzten Tagen mehrere geschossene Kuckucke gefunden und damit den Druck auf die maltesische Regierung erhöht. Am Montag zur großen Pause auf einem Schulhof gelandeter, angeschossener und blutender Turmfalke brachte dann das Fass zum überlaufen: Maltas Premierminister Muscat hat die Jagdsaison umgehend für beendet erklärt.

Auf dem Weg in die Brutgebiete in Mitteleuropa macht der Kuckuck auf Malta eine Ruhepause
Bild: Michael Mayer

Die jahrelange Komitee-Strategie, mit der Dokumentation von Jagdvergehen den Blick der maltesischen Öffentlichkeit auf die Zugvogelwilderei zu schärfen, ist also voll aufgegangen.

Am Dienstagmorgen konnten die überall auf der Insel eingesetzten Komitee-Teams keine Schüsse melden – überall schwiegen die Waffen. Bienenfresser, Rötelfalken, Wespenbussarde und Rohrweihen konnten ungestört Richtung Europa weiterziehen!

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