19.12.2015

Jagdgrüne Götter

Dr. Peter Hawe, Weinheim (erschienen als Leserbrief in den Weinheimer Nachrichten vom 12.12.2015)

Als die Medien vor einem Jahr über das Auftauchen eines Wolfes in unseren Wäldern berichteten, habe ich spontan geäußert, dass dieser Wolf nicht lange leben wird, es wird sich ein Jäger finden, der ihn in „Notwehr“ erschießt. Genauso ist es passiert. Es bestätigt die Vermutung, dass Jäger weder am Naturschutz noch an einer ausgeglichenen Ökologie interessiert sind, sondern die Trophäe ist das Ziel ihres Handelns.

In "Notwehr" erschossen
Bild: www.anderfotografiert.com

Allein in der alten BRD haben wir über 250.000 jagdgrüne Götter (und von denen gibt es zu viele und von den Wölfen absolut zu wenige), die ihren Urtrieb nahezu ungezügelt ausleben könnten, sich als Herr über Leben und Tod in der Natur aufspielen dürfen und ein Gemeingut unserer Gesellschaft, nämlich die Wildtiere, in eigener Regie nutzen oder missbrauchen können. Was die Jäger regulieren, ist das Gleichgewicht ihrer persönlichen Interessen, das sie an ihrem Revier haben. Das biologische Gleichgewicht ist den meisten Jägern schon deshalb gleichgültig, weil sie gar nicht wissen, was es bedeutet.

Ein weiterer Leserbrief von Herrn Dr. Hawe: Jagd die Jäger aus dem Wald



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