13.01.2017

Wildtierschutz Deutschland fordert Absage der "Fuchswochen"

Im Januar und Februar haben Füchse noch mehr als sonst unter Nachstellungen zu leiden: Ausgerechnet zur Paarungszeit werden sie im Rahmen sogenannter Fuchswochen vielerorts besonders intensiv bejagt. Eine wissenschaftliche haltbare Rechtfertigung für die Fuchsbejagung gibt es nicht. Wildtierschutz Deutschland e.V. fordert daher nachdrücklich dazu auf, die sogenannten „Fuchswochen“ abzusagen.

Mehr als eine halbe Million Füchse werden in Deutschland jedes Jahr von Jägern getötet. Der Rotfuchs ist eine der wenigen einheimischen Wildtierarten, die in den meisten Bundesländern ganzjährig bejagt werden. Dabei kommen auch besonders grausame Jagdarten wie die Bau- oder die Fallenjagd zum Einsatz. Dagegen wendet sich zunehmend der Protest der Bevölkerung, wie zahlreiche Petitionen gegen die Fuchsjagd zeigen.

„Notwendigkeit“ der Fuchsjagd ist Jägerlatein
Anders als von den meisten Jagdverbänden behauptet, kann von einer wie auch immer gearteten Notwendigkeit, Füchse zu bejagen, keine Rede sein. Wie Studien zeigen, lässt intensive Bejagung die Geburtenraten in die Höhe schnellen, wodurch Verluste schnell wieder ausgeglichen werden.

Besonders intensive Bejagung während der winterlichen Paarungszeit
Bitte hier Petition gegen Fuchsjagd unterschreiben
Bild: www.berndtfischer.de 

Da die Jagd hat keine nachhaltige Auswirkung auf den Fuchsbestand besitzt, ist sie auch kein geeignetes Mittel zur Bekämpfung von Wildtierkrankheiten oder zum Schutz bedrohter Arten. Im Gegenteil: Die Jagd auf Füchse wirkt vielfach sogar als Störfaktor in sensiblen Lebensräumen, der seltenen Tierarten zusätzlich schadet.

Ohnehin trägt nicht der Fuchs Schuld am Rückgang bedrohter Arten, sondern die Ausräumung von Lebensräumen durch die intensive Landwirtschaft. Und auch die Jägerschaft muss sich fragen lassen, warum noch immer jedes Jahr mehr als eine Viertelmillion Feldhasen ihr Leben vor Schrotflinten lassen müssen.

Forderung: Verzicht auf die Fuchsjagd
Einen vernünftigen Grund für die Bejagung des Rotfuchses gibt es nicht. Wildtierschutz Deutschland fordert daher dazu auf, auf die rücksichtslose Verfolgung des Fuchses im Rahmen sogenannter Fuchswochen zu verzichten.




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