09.04.2017

Jäger sind keine Sachverständigen

Ellen Renne, Tangermünde

Diese „Hetzjagd“ und Panikmache gegen den Wolf ist schon unerträglich! Zum anderen stellt sie auch den gesunden Menschenverstand einiger Politiker stark infrage. Das wird ein toter (!), mit „hoher Wahrscheinlichkeit“ Wolf zur „potenziellen Gefahr“ und „Chefsache“ erklärt.

Wie viele Menschen sind denn in Deutschland durch den Wolf schon verletzt oder getötet worden? Vielleicht könnten sich Jäger, Schäfer und Politiker in diesem Zusammenhang gleich dafür einsetzen, dass alle Hunde, Katzen, Kühe und was da sonst noch reichlich Menschen geschädigt oder getötet hat, auf den Index kommt. Nicht wegen mir, mehr wegen der Menschen, die eine friedliche Koexistenz mit anderen Lebewesen ablehnen, weil sie unter Angstneurosen leiden. Was sollen denn die armen Viecher sagen, die dem Menschen ausgeliefert sind!?

Um irgendetwas Krankmachendes zu übertragen, muss nicht erst der Wolf kommen. Das schafft man in Deutschland schon ganz allein mit den multiresistenten Keimen im Krankenhaus. Bis zu 600.000 Menschen infizieren sich jedes Jahr, bis zu 30.000 (auch mehr) sterben an den Folgen! War das schon mal „Chefsache“?

Jäger und Schäfer sind ganz gewiss keine „Sachverständigen“ zum Thema Wolf. Sachverständige müssen „unabhängig“ sein.

Junge Wölfe in der Altmark, Bild: andersfotografiert.com

Davon abgesehen gibt es in Mecklenburg z.B. einen Jäger, der den Wolf sehr schätzt, weil sich ohne Waffe ein natürliches Gleichgewicht einstellt. Solange der Mensch nicht bereit ist, seine Nutztiere effektiv zu schützen, was möglich ist, solange muss er teilen lernen. Das geht uns allen so, wenn wir unser Eigentum vor die Tür stellen.

Auch das „Mittagessen“ des Wolfes muss nicht immer in die Zeitung (z. B. ein gerissenes Reh). Ich habe noch nie ein Foto mit den Kadavern von Rindern und Schweinen im Schlachthaus gesehen, über dem stand: „Der Mensch war der Täter“.

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