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Wenn Dachse mal "müssen" ...

Auflösung zum Vorweihnachtsrätsel - Tag 1

Gewinner unseres 1. Adventsrätsels ist Marcel Lindenborn aus Twistetal Nieder-Waroldern. Auf ein Neues: Die Frage zum 2. Adventsrätsel ist schon gepostet. Es gibt jeden Tag einen Wildtier-Tischkalender zu gewinnen und an Weihnachten nochmal 24.

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Wer hätte gedacht, dass es sich bei den kleinen Löchern um Toiletten vom Dachs handelt, sogenannte Dachslatrinen. Die großen Eingänge führen in die reich verzweigte unterirdische Dachsburg.

Dachse sind sehr reinliche Tiere. Kot und Urin haben in ihren Burgen nichts zu suchen.

Wenn Dachse mal „müssen“, dann nutzen sie ein Loch, welches sie eigens dafür graben. Einige Dachse benutzen nachweislich für ihren Urin sogar gesonderte Pissoirs.

Bild: Dr. Martin Steverding

Dachsbau mit Latrinen

Dachslatrinen grenzen auch Reviere voneinander ab. Das ist für die Kommunikation unter den Dachsen von Bedeutung.

Dachse sind Meister im Tiefbau. Ihre Baue oder Burgen bestehen aus zahlreichen Gängen und Kammern, die ständig gepflegt und ausgebessert werden. Sie benutzen aber fast nie den gesamten unterirdischen Komplex gleichzeitig, weshalb meistens auch Platz für Untermieter ist. Der regelmäßigste Wohnungsgenosse des Dachses ist der Fuchs, in vielen Dachsburgen leben beide Arten in friedlicher Koexistenz.

Im Jagdjahr 2021/2022 wurden in Deutschland etwa 85.000 Dachse geschossen. Viele auch im Rahmen der widerwärtigen Baujagd, bei der mitunter ganze Dachsbau, die über Jahrzehnte gewachsen sind, zerstört werden.

Auch interessant: Untergrundgeschichten - von Dachsburgen und Fuchsbauen

Dachse im Abendlicht

Bild: Berndt Fischer

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