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Der Habicht ist scheu und lebt zurückgezogen

Auflösung zum Vorweihnachtsrätsel - Tag 15

Gewinner unseres 15. Adventsrätsels ist Joseph Wörnle - herzlichen Glückwunsch!  

Wer wohnt dort auf dem großen Horst? Wer sind die beiden Halbstarken?

Auf dem großen Horst in der Weymouth-Kiefer stehen zwei halbstarke Greifvögel, der eine zeigt die auffällig gebänderten Federn seines noch nicht ausgewachsenen Schwanzes. Der Horst liegt voller Dunen – gerade erst haben die beiden ihr schneeweißes Babykleid abgelegt. Unter dem Nest kleben unzählige weiße Kotspritzer im Gras und auf dem Waldboden. Irgendwo in den Bäumen in der Nähe warnen die Eltern mit scharfem und lautem Keckern.

 

Wir sind auf den Brutplatz eines Habichtpaares mit fast erwachsenen Jungen gestoßen. Rasch ziehen wir uns zurück, denn die Greifvögel sind sehr scheu. Obwohl eigentlich ganzjährig geschont, werden die kräftigen und schnellen Beutegreifer immer noch vielerorts stark verfolgt – mehr von Geflügel- und Taubenhaltern als von Jägern.

Bild: Dr. Martin Stevering

Habicht mit Jungvögeln.JPG

Der Blick eines Habichts fesselt und fasziniert, die glühend orangen Augen mit dem strengen weißen Streifen darüber und der kräftige Hakenschnabel strahlen eine einzigartige Wildheit aus. Habichte sind tatsächlich rasante und starke Jäger, die manchmal Beute überwältigen, die ebenso schwer ist wie sie selbst. Hauptbeute des Habichts sind aber in weiten Teilen Deutschlands die fast überall sehr häufigen Ringeltauben.

Der Habicht ist meist ein scheu und zurückgezogen lebender Waldvogel, der den Menschen aus dem Weg geht. Allerdings gibt es immer mehr Stadthabichte, die ihre Scheu weitgehend ablegen und in baumreichen Vierteln von Großstädten leben. Sie errichten dort ihre Horste in Parks, in Villengärten oder an baumbestandenen Bahnböschungen und ähnlichen Orten.

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