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Das Rebhuhn ist Weltmeister im Eierlegen

Auflösung zum Vorweihnachtsrätsel - Tag 13

Gewinnerin unseres 13. Adventsrätsels ist Sab Sy Icke - herzlichen Glückwunsch!  

Wer versteckt sich da im Winterraps?

Im Rapsfeld hat sich das Rebhuhn gut versteckt. Der Vogel, der zur Familie der Glattfußhühner zählt, fühlt sich auf Feldern und Wiesen und in Steppenlandschaften besonders wohl. Rebhühner brüten am Boden und suchen dort auch ihre Nahrung. Man findet sie nie auf Bäumen oder anderen erhobenen Plätzen.

Im Sommer oder Herbst, wenn die Jungen herangewachsen sind, schließen sich mehrere Rebhuhnfamilien zu einer sogenannten Kette zusammen, teilweise gehen bis zu 20 Tiere gemeinsam auf Nahrungssuche. Am Ende des Winters lösen sich die Gemeinschaften auf und die Paare suchen sich jeweils ein Revier.

 

Im Mai oder gar erst im Juni legt die Henne ihre Eier in eine ausgepolsterte Bodenmulde. Sie sind Legeweltmeister, 23 Eier wurden schon in einem Rebhuhnnest gefunden, so viel wie bei keinem anderen Vogel. Nach 25 Tagen schlüpfen die rund acht Gramm leichten Jungen. Die bestens getarnten Küken verlassen nach dem Trocknen ihrer Dunen sofort das Nest. Sie werden von beiden Eltern geführt.

Rebhuhn im Winterraps

Die Intensivierung und Technisierung der Landwirtschaft, Monokulturen, Überdüngung, Pestizideinsatz und der Verlust von Brachen und Saumbiotopen und nicht zuletzt die rücksichtslose Jagd haben in den letzten Jahrzehnten zu einem dramatischen Bestandsrückgang von über 90 % geführt. Die Jahresstrecke 2020/21 lag bei 1.598 toten Rebhühnern – für eine stark gefährdete und vielerorts ausgestorbene Art ein enormer Blutzoll.

Rebhühner im Maisfeld

Bilder: Dr. Martin Steverding

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