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Rothirsch: Keine optimalen Lebensbedingungen

Auflösung zum Vorweihnachtsrätsel - Tag 20

Gewinnerin unseres 20. Adventsrätsels ist Bianca Grün aus Greifenstein - herzlichen Glückwunsch!  

Auf der Pirsch mit der Wärmebildkamera: Welche zwei Tiere kreuzen den Waldweg?

Bei der Pirsch mit der Wärmebildkamera in der Abenddämmerung kreuzen zwei Tiere den Waldweg. Unschwer an der hochbeinigen Gestalt und der Gangart zu erkennen: Es handelt sich um Huftiere, sogenanntes Schalenwild. Wenn die Tiere zur Seite blicken, sieht man ihre länglichen Köpfe – typisch für das Rotwild.

Nicht nur der Brunftschrei, das Röhren, ist eindrucksvoll, sondern die ganze Erscheinung des Rothirsches. Ob der kraftvolle männliche Hirsch mit seinem mächtigen Geweih oder die grazile federleicht trabende Hirschkuh (Alttier), der Rothirsch zählt zweifellos zu den prächtigsten Bewohnern der heimischen Natur.

Die Hirsche röhren nur während der Brunftzeit im Frühherbst. Außerhalb dieser kurzen Phase ist das Rotwild ziemlich still und friedlich. Die (männlichen) Hirsche und das sogenannte Kahlwild (weibliche Tiere mit Kälbern und Junghirschen) sind in separaten Rudeln unterwegs.

Rotwild ist in Deutschland nur sehr lückenhaft verbreitet und die weit voneinander getrennten Vorkommen leiden unter genetischer Isolation. Rothirsche dürfen in vielen Bundesländern nur in definierten Rotwildgebieten leben, außerhalb derer sind die Jagdausübungsberechtigten verpflichtet, jedes auftretende Rotwild zu töten.

 

Diese widernatürliche und tierschutzwidrige Praxis unterbindet den Austausch zwischen den verschiedenen Populationen ebenso wie die Barrieren aus Straßen, Siedlungen und Städten. Die für Rothirsche typischen Fernwanderungen zwischen Sommer- und Wintergebieten sind praktisch nirgendwo mehr möglich.

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Hirschkühe mit Kälbern im Wasser

Bilder: (oben, Dr. Martin Steveding), Hirschkühe mit Kälbern (unten, Michael Hamann

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