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Kohle für’s Töten? Jäger werden mit der kommerziellen Fellverwertung scheitern

1 Nov 2017

Irgendwie kommen die deutschen Nimrods mit ihrer kommerziellen Balgverwertung nicht so richtig zu Potte. Der Plan, aus den Überresten erlegter Tiere zusätzliches Kapital zu schlagen, dürfte grandios scheitern. Kein Mensch will solche grenzwertigen, aus trüben, blutigen Quellen stammenden Produkte haben oder diese, einem Kainsmal gleich, spazieren tragen. Modischer Chic geht nämlich anders. Deshalb auch dürfte die Ende 2016 vom Deutschen Jagdverband und dem Landesjagdverband Baden-Württemberg aus der Taufe gehobene Fellwechsel GmbH ein tot geborenes Kind sein.  

 

Dass Wildtiere für kleidsamen Chic ihr Leben lassen müssen, ist immer weniger Kunden zu vermitteln. Deshalb werden die Jäger auch mit ihrer neuen Fellverwertungs-GmbH grandios Schiffbruch erleiden. Bild: rotorman's Blog

 

Die Beteiligten versuchen sich selbst und anderen allerdings einzureden, dass es sich dabei um ein  Pilotprojekt mit Zukunft handelt. In der Nähe von Rastatt wurde inzwischen eine zentrale Sammelstelle aufgebaut, die in diesen Tagen ihre Arbeit aufnehmen soll. Man hofft, hier zunächst bis zu 10.000 Tieren jährlich das Fell über die Ohren ziehen zu können, das dann in Gerbereien weiter verarbeitet werden soll. Solches von Fuchs, Waschbär, Iltis, Mink und Marder. Das ist gemessen an den Abschusszahlen eine bescheidene Zielmarke. Doch die Schlagzahl könnte erhöht werden, wenn das Business einmal boomt. Aber so weit wird es nicht kommen.

 

Allen gegenteiligen und mit Engels- bzw. Teufelszungen vorgetragenen Beschwörungen zum Trotz stoßen die bewaffneten Grünröcke mit ihrer Initiative auf breite Skepsis und Ablehnung. Die Argumente, mit denen sie sich und ihr Produkt schön zu reden versuchen, sind durchsichtig oder schlichtweg an den Borsten herbei gezogen. Das gilt vor allem auch für die kühne und steile These, in Deutschland steige die Nachfrage nach aus Echtfellen gefertigten Textilien.

 

 Vorher, nachher. Meucheln im Namen des Artenschutzes. Fotos: Pixabay

 

Primitiv-Dialektik und Verbraucher-Verdummung

Der von ihnen vermarktete  Rohstoff sei ökologisch korrekt und werde aus nachhaltiger, weil tierschutzgerechter Jagd  generiert, sagen die organisierten Hobby- und Heckenschützen. Und aus freilaufender Bodenhaltung stammen die (natürlich) mit viel Liebe erlegten Vorbesitzer ja obendrein. Der Primitiv-Dialektik gibt es noch mehr. Dem Verbraucher versucht man weiszumachen, etwas Gutes für die jeweilige Region und den Artenschutz zu tun, wenn er Felle aus heimischer Jagd kaufe anstatt solche aus qualvollen Zuchten in Osteuropa oder Asien. Na, wenn das keine stechenden (Totschlags-)Argumente sind.

 

Lesen Sie den vollständigen Artikel hier

 

Auch von Jürgen Heimann: Wer spinnt hier eigentlich?

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