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© 2011 - 2019 Wildtierschutz Deutschland e.V.                          Impressum / Disclaimer / Datenschutz / Fotografen / Kontakt / Förderer

Wildtierschutz Deutschland e.V. ist beim Amtsgericht Mainz im Vereinsregister 40782 eingetragen. Der gemeinnützige Verein ist nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG von der Körperschaftssteuer befreit (Steuernummer 08/667/0522/6, Finanzamt Bingen-Alzey). Spenden können steuerlich geltend werden. Wir arbeiten ohne Personalkosten!

Zum Thema von neulich "Jäger sind Tierquäler" muss ich endlich als Bestätigung eine eigene traurige Erfahrung loswerden:

 

Ich wohne in NRW, im Außenbereich, bin Tierhalterin - Pferd, Hund, Katzen.  Wenn eine Katze überfahren wird, ist sie hier wegen übersichtlicher Straßenverhältnisse leicht zu finden. In den letzten acht Jahren sind aber drei meiner Katzen spurlos verschwunden. Die Vierte kam im September 2016 nach 7-tägiger Abwesenheit (vorher nie weg gewesen) zurück, sie roch nach altem Heu und wird sich in der Nachbarschaft so lange versteckt haben, bis sie in der Lage war, nach Hause zu laufen.

 

 Von Jäger getötete Katze, Bild: D.H., Wildtierschutz Deutschland

 

Ein Hinterbein baumelte am Körper! Sie wurde Samstag und Sonntag zuhause tierärztlich versorgt, vermuteter Bruch. Danach ergab sich beim Röntgen: Durchschuss vom Becken bis ins Sprunggelenk/Achillessehne, der gesamte Knochen war zersplittert, nur noch eine weiche Masse. Geschossteile (Hohlspitzmunition, s.u.) noch drin, Ein- und Ausschuss fast verheilt.

 

Nur eine Amputation am Becken wäre möglich gewesen, aber sehr schwierig und mit großen Risiken, so musste sie noch in der Narkose vom Röntgen eingeschläfert werden. Ich habe das bis heute nicht verwunden!

 

Sich vorzustellen, welche Höllenqualen das arme Tier ertragen musste, tut weh. Noch schlimmer: Man kann sich gut vorstellen, was derart dilettantisch angeschossene Wildtiere erleiden müssen bis sie elendiglich verr.....

 

Und die Dunkelziffer dürfte enorm sein, denn mit Fehlschüssen rühmen sich die Angeber mit Sicherheit nicht.

 

Fakten und Rechtslage: In NRW war seit dem Januar 2016 absolutes Jagdverbot auf Katzen. Der zuvor gültige Schutz-Radius von 200 Meter ums Haus war hier wegen zu enger Streusiedlung ohnehin nie gegeben, das interessierte aber keine Jäger.

 

Mit dem Obduktionsbefund habe ich Anzeige gegen Unbekannt gestellt, das Revier teilen sich hier 3 "Jäger". Wenn man nicht daneben steht, kann man nicht beweisen, dass der Jäger die Katze erschossen hat. Es reicht seine Behauptung, er hat auf keine Katze geschossen. Der Ermittlungsaufwand ist zu hoch, das Verfahren wurde somit nach 4 Wochen eingestellt. Sie können tun und lassen was sie wollen, weil sie praktisch nicht zu packen sind.

 

Auch wenn ich unser Grundstück nun jagdfrei stellen lasse, wird die Beweislast immer bei mir liegen!

 

Tierquälerei: Es handelte sich um ein Hohlspitzgeschoss (legal). Dieses ist bewusst so konstruiert, dass es beim Auftreffen auf einen Körper explodiert, stark streut. Es soll eine große Wunde reißen, damit das getroffene Tier auf jeden Fall verblutet. So hat es mir ein ehemaliger Jagdaufseher erklärt. Nebeneffekt ist, dass der Schuss leiser ist als andere Munition. Evtl. wurde auch ein Schalldämpfer benutzt ... damit die Anwohner nichts mitkriegen.

 

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