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Wildtierschutz Deutschland e.V. ist beim Amtsgericht Mainz im Vereinsregister 40782 eingetragen. Der gemeinnützige Verein ist nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG von der Körperschaftssteuer befreit (Steuernummer 08/667/0522/6, Finanzamt Bingen-Alzey). Spenden können steuerlich geltend werden. Wir arbeiten ohne Personalkosten!

Petition: Keine Bogenjagd gegen Wildschweine in Brandenburg

3 Jun 2019

Die Petition war erfolgreich. Vielen Dank allen Unterzeichnern.

Der Protest vieler Tierschützer hat das Land Brandenburg dazu bewegt, die Pläne zur Bogenjagd abzublasen. Es bleibt dabei, Bogenjagd ist Tierquälerei und deshalb durch das Bundesjagdgesetz verboten!

 

Gemäß § 19 Bundesjagdgesetz ist es verboten, Tiere mit Pfeil und Bogen zu jagen. Aus gutem Grund: es ist nicht nachgewiesen, dass der abgeschossene Pfeil das Tier sofort tötet. Die Jagdmethode gilt deshalb dem Gesetz nach als nicht „weidgerecht“ – wir nennen das tierquälerisch.

 

 Wehret den Anfängen: Keine Bogenjagd in Deutschland. Bild: Detlef Hinrichs

 

Das SPD-geführte Umweltministerium will dennoch Ausnahmegenehmigungen für die Jagd mit Pfeil und Bogen auf Wildschweine in zwei Gemeinden in Brandenburg erlassen. Entsprechende Forderungen kamen wohl zunächst von der SPD Stahnsdorf, die mit unqualifizierten Aussagen zitiert wird wie: „…nehmen Sie es mal mit der Weidgerechtigkeit nicht so genau“, oder „… bei der Schwarzwildbekämpfung ist jedes Mittel Recht“.

 

Neben dem Aspekt der Tierquälerei wird die zusätzliche Jagdmethode mittelfristig aber auch nicht die gewünschte Entlastung hinsichtlich der Zahl der Wildschweine bringen: In Brandenburg wurden im vergangenen Jagdjahr fast 90.000 Schwarzkittel getötet, mehr als je zuvor. Die wenigen Tiere, die zusätzlich innerhalb der Ortschaften verbotswidrig, aber mit Ausnahmegenehmigung getötet werden, bringen insgesamt keine Entlastung. Neue Tiere werden nachrücken.

 

Wie die letzten 40 Jahre mit kontinuierlich steigenden Zahlen getöteter Wildschweine zeigen, ist die Jagd insgesamt keine Lösung für die Reduzierung der Wildschweinbestände. Im Umland von Barcelona hat man deshalb erfolgreich zu einer anderen Methode gegriffen: mit dem Einsatz von Empfängnisverhütungsmitteln für Wildschweine konnte die Zahl der Neugeburten signifikant reduziert werden.

 

 

Hintergrundinformation:

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