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Das Märchen vom Fuchs

24 Nov 2019

Fast jeder kennt sie, die Märchen vom listigen Fuchs. In der Regel schneidet der Beutegreifer dort recht gut ab. „Neuzeitliche Fuchsmärchen“ – damit sind die in den neuen Medien verbreiteten Schauer- und Lügenmärchen aus konservativen Jägerkreisen über den Fuchs gemeint – verfolgen ein gegensätzliches Ziel: Unwahrheiten wie beispielsweise Thesen über gesundheitliche Risiken sollen Argumente für die umstrittene Bejagung liefern.

 

Ich habe selbst wochenlang an einem Fuchsbau verbracht und erlebt, welch fürsorgliches Tier der Rotfuchs ist.

 

Als Freizeitbeschäftigung töten Jäger jedes Jahr bundesweit bis zu einer halben Million Füchse auf grausamste Weise – viele der Tiere werden „nur“ angeschossen oder in Fallen regelrecht zerquetscht und verstümmelt. Füchse dienen den Jägern als lebendige Zielscheibe; es besteht weder aus wildbiologischer noch aus gesundheitlicher Sicht ein Grund für die massenhafte Bejagung der Beutegreifer. Die Politik muss endlich handeln und dem sinnlosen Töten der nützlichen Tiere ein Ende setzen.

 

 

 

Füchse sind ein wichtiger Teil unserer Natur und benötigen unseren Schutz
Der Rotfuchs (Vulpes vulpes) gehört zur Ordnung der Raubtiere (Carnivora) und ist ein Vertreter der Familie der Hunde (Canidae). Durch die außergewöhnliche Fähigkeit, sich den verschiedensten Lebensbedingungen anzupassen, bewohnt er eine Vielzahl von Lebensräumen – von abgelegenen Wäldern über Kulturlandschaften bis in die Städte hinein. Der Rotfuchs ist auch bei der Wahl seiner Nahrung nicht wählerisch und verspeist beispielsweise kleine Säugetiere, Vögel, und Regenwürmer, aber auch Aas oder Früchte.

 

Füchse leben sowohl als Einzelgänger als auch in sozialen Familienverbänden. In einem solchen Familienverband bekommt nur das dominante Fuchspaar Nachwuchs – manche Füchse bleiben sogar ein Leben lang zusammen. Die Paarungszeit liegt zwischen Dezember und Februar. Nach etwa 52 Tagen werden vier bis fünf Fuchswelpen geboren. In einer Fuchsfamilie kümmern sich beide Elternteile um die Kinder. Auch die älteren Töchter bleiben oftmals bei den Eltern und helfen liebevoll beim Aufziehen ihrer Geschwister. Füchse tun alles für ihre Familie: Im Mai 2009 berichtete die britische Daily Mail von einem Fuchswelpen, der in einer Schlingenfalle gefangen war. Der kleine Fuchs überlebte nur, weil seine Mutter ihn vermutlich zwei Wochen lang mit Futter versorgte, bis er gerettet wurde.

 

 

 

Jetzt im Herbst gibt es genug graue Tage, um sich Zeit für gemütliche Lesestunden zu nehmen, das Buch von Mario Natale kann ich jedem nur empfehlen (Buchvorstellung von Dag Frommhold):

 

Mario Natale ist Förster in einer saarländischen Kreisstadt und weiß aus eigener Erfahrung nur allzu gut, wie die meisten Jäger mit Füchsen umgehen. Natales modernes Fuchsmärchen ist eine ebenso kluge wie unterhaltsame Antwort an all jene, die Füchse als Schädlinge bekämpfen oder ihnen als jagdliche Lustobjekte nachstellen. Mit Witz und Sachkunde entlarvt er die Propaganda gegen Meister Reineke als Schutzbehauptungen der Jägerschaft, die vor allem dazu dienen sollen, die Fuchsjagd gegenüber einer immer kritischer werdenden Öffentlichkeit zu rechtfertigen.

 

Im Stil eines modernen Märchens erzählt Natales Buch die Geschichte des listigen Fuchses und seines Erzfeindes, des hinterlistigen Jägers, der nichts unversucht lässt, um den Menschen Angst vor dem Fuchs und seinen Freunden zu machen.

 

Unterstützt vom Zeitungsdrucker und von einflussreichen Freunden im Schloss des Königs, gelingt ihm das zunächst auch – doch er hat seine Rechnung ohne den listigen Fuchs und seine nicht minder schlauen Verbündeten gemacht.

 

»Das Märchen vom Fuchs« ist eine unterhaltsame, lehrreiche und mit tollen Illus­trationen versehene Geschichte, die Alt und Jung gleichermaßen begeistert und in keiner Bibliothek eines Tier- oder Naturfreunds fehlen sollte.

 

Der Autor
Mario Natale ist Dipl.-Ingenieur für Forstwirtschaft und kommunaler Revierförster im Saarland. Durch seine Ausbildung zum Berufsjäger lernte er die Fuchsjagd kennen – und ist inzwischen von ihrer Sinnlosigkeit überzeugt.

 

»Der Fuchs ist nur ein Problem für Jäger«, sagte er einem Interview mit der Saarbrücker Zeitung (11.12.2012). »Wenn die Gesellschaft irgendwann erkennt, dass die Fuchsjagd keinen Sinn macht und man sie nicht mehr haben will, dann wird sich die Gesellschaft auch über andere Aspekte der Jagd Gedanken machen.«

 

 

Eine Abschaffung der Fuchsjagd ist längst überfällig!

Es ist nicht zu tolerieren, dass diese intelligenten, sozialen und für Mensch und Natur nützlichen Tiere der Willkür einer kleinen Bevölkerungsgruppe ausgeliefert sind, die – wie Online- und Printmedien unmissverständlich zeigen – Freude an ihrer Tötung besitzt. Die Fuchsjagd ist untrennbar mit sinnloser Tierquälerei und nachhaltiger Schädigung der Natur verbunden.

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