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  • Lovis Kauertz

Wildtierhilfe Moers gibt nach Behördenwillkür auf

Hören | Behördenwillkür im Kreis Wesel ... und in vielen weiteren deutschen Amtsstuben. Privat geführten und finanzierten Wildtierhilfen wird in vielen deutschen Städten das Leben schwer gemacht. Es werden unmögliche Auflagen erteilt und wie aktuell im Kreis Wesel sogar mit Nötigung gearbeitet. Voraussetzung für einen Weiterbetrieb sei die Bereitschaft der Wildtierstation, sich mit der Jägerschaft an einen Tisch zu setzen. Die sind aber gar nicht verfahrensbeteiligt. Drohbriefe vermutlich aus dem Kreis der Jägerschaft haben dann das Fass zum überlaufen gebracht. Die Wildtierhilfe Moers im Kreis Wesel schließt die Pforten.


Auslöser sind häufig Kontroversen mit der Jägerschaft, der es aus welchem Grund auch immer ein Dorn im Auge ist, dass man sich in Not geratener (auch jagdbarer) Wildtiere annimmt. Wenn dann im Veterinäramt oder in der Naturschutzbehörde noch ein Jäger oder eine Jägerin das Sagen hat, kann der Tierschutz einpacken.


Dazu ein offener Brief von Rosemarie Kalscheuer an Helmut Czichy, Vorstandsmitglied im Kreis Wesel für Bauen, Umwelt, Naturschutz und Jagd und an weitere Verfahrensbeteiligte:


Sehr geehrte Damen und Herren,

 

je wehrloser ein Lebewesen ist, umso niederträchtiger wird es hierzulande behandelt. Und die hilflosesten Geschöpfe sind unsere Wildtiere, vom kleinsten Insekt bis hin zum Großtier. Wie kann sich eine Behörde anmaßen, verwaisten, verletzten und kranken Wildtieren die Chance auf Wachstum, Heilung und Überleben zu nehmen? Wildtiere sind wie die Natur überhaupt das Wichtigste zum Fortbestand unseres Planeten und der Menschheit. Anstatt sie zu hegen und zu pflegen wird jegliche Natur gnadenlos ausgebeutet und fällt absolut widersinnigen monetären und ideologischen Zielen zum Opfer.

 

Bei der Genehmigung der Wildtierstation zur Institutionalisierung der höchst wertvollen Arbeit von Frau Swart für die Natur sind von Seiten der Zuständigkeiten Nichtbearbeitung, Bearbeitungsverzögerung, immer wieder neue Bedingungen, unsinnige Gesprächskreise, inakzeptable und rechtlich nicht vorgesehene Zustimmungsgremien (Jägerschaft), ungewöhnliche und unnötige Auflagen (was selbst Tierärzte sagen) derartige Hemmnisse, wie ich es in vielen langen Jahren noch nicht erlebt habe. Dagegen spielen wirkliche Expertenmeinungen (Nabu, Tierärzte), die sich für die Station einsetzen, offenbar keine Rolle.

 

Wenn bei den Behörden auch nur ein Fünkchen Interesse für die Natur bestünde (aber es sollten ja auch Wolfsabschüsse durchgeführt werden, es wundert mich nicht…), dann müsste man mit Freude und Dankbarkeit das Projekt von Frau Swart und dem Nabu unterstützen und nicht vernichten. Die Wildtierstation hätte ein Alleinstellungsmerkmal für den Kreis Wesel werden können, Sie haben diese Chance vertan – hoffentlich nicht unwiderruflich.

 

Vielleicht findet ja doch ein Umdenken statt und die Station kann ohne die über alle üblichen und wirklich notwendigen behördlichen und rechtlichen Anforderungen hinausgehenden Forderungen und Zwänge genehmigt werden. Kommunikation mit Behörden, die bereits Wildtierstationen genehmigt haben, wäre da ein sinnvoller und zielführender Schritt.

 

Viele tierliebe verantwortungsbewusste und schöpfungsachtende Menschen, die schon von dem fundierten Wissen, den außergewöhnlichen Fähigkeiten, dem tiergerechten liebevollen Umgang mit ihren tierischen Schützlingen, dem unermüdlichen Engagement, dem breiten Netzwerk von Frau Swart profitiert haben, wären Ihnen äußerst dankbar.

 

Mit hoffnungsvollen Grüßen

Rosemarie Kalscheuer, Erftstadt


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