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Waldschnepfen leben gut getarnt am Waldboden

Auflösung zum Vorweihnachtsrätsel - Tag 24

Gewinnerin unseres 24. Adventsrätsels ist Silke Koch aus Hörsingen -

herzlichen Glückwunsch!  

Von welchem Vogel stammen diese besonderen Federn, deren Spitzen nur auf der Unterseite weiß sind?

Eine Feder in gedeckten Tarnfarben, man kann sich gut vorstellen, dass dieser Vogel sich damit im Schatten des Waldes verstecken kann. Dreht man jedoch die Feder um, zeigt sich die oberseits graue Spitze auf der Unterseite schneeweiß.

 

Diese auffälligen Abzeichen sind nur für besondere Anlässe: Während der Bodenbalz klappt die Waldschnepfe ihren kurzen Schwanz nach oben und präsentiert die noch in der Dämmerung gut sichtbaren weißen Tupfen.

Waldschnepfen leben extrem gut getarnt auf dem Waldboden. Man sieht sie fast immer nur, wenn sie urplötzlich wie aus dem Nichts auffliegen oder während ihres Balzfluges in der Abenddämmerung. Bei letzterem flattern die Männchen über Lichtungen, entlang von Waldrändern oder dicht über die Baumkronen und lassen dabei abwechselnd zwei merkwürdige Laute hören, ein tiefes Brummen oder Murksen und ein helles scharfes Fiepsen.

Federn der Waldschnepfe

Der Schnabel der Waldschnepfe ist extrem lang und verfügt über einen hervorragenden Tastsinn an der Spitze. Die Schnepfe sondiert damit im weichen Waldboden und findet so ihre Nahrung, Regenwürmer, Insektenlarven und andere kleine Bodentiere.

Die Waldschnepfe ist bundesweit auf der Vorwarnliste und in einigen Bundesländern in ihrem Bestand gefährdet. Trotzdem werden alljährlich tausende Waldschnepfen geschossen, im Jagdjahr 2021/22 waren es bundesweit mehr als 10.000 Stück. Die Jagd auf Waldschnepfen ist reiner Schießsport, Tausende von Vögeln dieser vielerorts bedrohten Art sterben für das Vergnügen weniger schießwütiger Menschen.

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Bilder: Tapani Hellmann, Pixabay (sitzend) | Craig Nash (fliegend)

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