top of page

Woran erkennt man die Ringeltaube?

Auflösung zum Vorweihnachtsrätsel - Tag 22

Gewinnerin unseres 22. Adventsrätsels ist Stefanie Kruse - herzlichen Glückwunsch!  

Scherenschnitte im frühen Morgenlicht – Welche Vögel sind das?

Sechs Vogelsilhouetten hocken in den Wipfelästen eines alten Baumes und heben sich wie Scherenschnitte vor dem frühen Morgenhimmel ab. Die Vögel haben einen kleinen Kopf, der auf einem zwar nicht langen, aber dennoch deutlich sichtbaren Hals sitzt. Diese Kopf- und Halsform ist ganz typisch für eine Taube. Die Schwänze der Vögel sind relativ lang, zumindest deutlich länger als bei Stadttauben bzw. Haustauben oder Brieftauben. Die Vögel sind zwar nicht hühnerartig dick, wirken aber dennoch recht massig.

Es sind Ringeltauben, unsere häufigste und zugleich mit Abstand größte wildlebende Taubenart. Ringeltauben leben praktisch überall, wo Bäume stehen, sowohl in abgeschiedenen Wäldern als auch mitten in der Großstadt. Sie sind aber nicht mit den in vielen Städten allgegenwärtigen Straßen- oder Stadttauben zu verwechseln – diese sind verwilderte Haustauben, die wiederum von der Felsentaube abstammen.

Ringeltauben auf den Schlafbäumen im Gegenlicht

Erwachsene Ringeltauben sind leicht an ihren weißen Halsflecken und der rosa getönten Brust zu erkennen. Aus nächster Nähe betrachtet sind sie bildschöne Vögel und es ist eine Freude, die Paare bei ihren ausgiebigen gegenseitigen Zärtlichkeiten zu beobachten.

 

Ringeltauben sind wahre Regengenießer, es kann für sie kaum stark genug schütten. Sie machen allerhand skurrile Verrenkungen, um im Platzregen die verschiedenen Körperpartien zu duschen und lassen sich von Blitz und Donner kaum bei ihrem Wellnessprogramm stören.

Ringeltauben werden in großer Menge von Jägern geschossen - die Gesamtstrecke der Wildtauben liegt in Deutschland bei etwa 300.000 Tieren jährlich. Dabei handelt es sich überwiegend um Ringeltauben.

 

Gebietsweise gibt es revierübergreifende oder kreisweite Taubentage, an denen sie in großen Regionen an vielen Orten zeitgleich unter Beschuss genommen und zu Hunderten getötet werden. Dabei wird ihnen an ihren Schlafplätzen aufgelauert oder sie werden durch Attrappen in die Felder gelockt, wo die getarnt wartenden Jägern sie dann mit Schrotsalven empfangen. Das massenhafte Schießen der Tauben ist ein Sportvergnügen unter dem durchsichtigen Vorwand angeblicher Schadensabwehr.

Ringeltaube sitzend im Halbschatten
junge Ringeltaube auf Ast sitzend

Bilder: Dr. Martin Steverding

Ringeltaube aufgeplustert
bottom of page