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- RWE schafft Fakten in Biblis: Vorzeitiger Abbruch des Kühlturms bringt eine der größten Mehlschwalben-Kolonien in Not
Es war Mitte Dezember, als die Ehrenamtliche Wildvogelhilfe e.V. uns darauf aufmerksam machte, dass der Energie-Konzern RWE schon im Januar den verbliebenen Kühlturm des Atomkraftwerks Biblis – das AKW ist heute immer noch Lagerstätte atomaren Mülls – zurückbauen, sprich zerstören und abräumen wollte. Am letzten Kühlturm des Blocks B war befanden sich noch etwa 180 Nester der bis vor kurzem riesigen Mehlschwalbenpopulation mit etwa 800 Tieren. Bei uns schrillten die Alarmglocken. Erst am 11. Dezember 2025 wurde der vorletzte von ursprünglich vier Kühltürmen in Biblis abgebrochen. Mit ihm gingen etwa 160 Mehlschwalbennester verloren. Unsere Hoffnung war, dass die Mehlschwalben dieses Turms bei ihrer Ankunft an den verbliebenen Kühlturm umziehen würden. Das ist nun Geschichte, denn auch dieser Kühlturm wurde samt der dort vorhandenen Lebensstätten von RWE am vergangenen Freitag zerstört. Das Risiko, dass dadurch trotz der durch RWE aufgestellten Schwalbentürme die Mehlschwalben-Population im südhessischen Biblis ausstirbt, ist groß. Offensichtlich war der Erhalt der Mehlschwalben in Biblis keine Option für RWE. Die Vorgeschichte: Noch im Dezember hatten wir uns im Hinblick auf den Erhalt der Mehlschwalben-Brutkolonie mit den Umweltorganisationen BUND Bergstraße, MUNA e.V. und der Ehrenamtliche Wildvogelhilfe e.V. zusammengetan. Wir waren uns einig, dass die gemäß den Vorgaben der Behörden umgesetzten vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen („CEF-Maßnahmen“) seit 2023 bis heute völlig wirkungslos waren und das voraussichtlich auch nach Zerstörung der letzten Mehlschwalbennester sein würden. Diesbezüglich konnten wir uns auf die Fachliteratur und die Monitoring-Berichte des von RWE beauftragten Gutachters berufen. Zu den Ausgleichsmaßnahmen gehörte der Bau von acht Schwalbentürmen – das sind bis zu acht Meter hohe Masten, an denen jeweils etwa 50 Kunstnester angebracht wurden – und ein jährliches Monitoring zu den Maßnahmen. Im Vordergrund zwei der insgesamt acht Mehlschwalbentürme. Der Höhenunterschied zum Rand des Kühlturms beträgt ca. 72 m, was die Umsiedlung der Mehlschwalben unwahrscheinlich macht. Bild: Carmen Stürmer RWE musste aufgrund der in einem Umweltgutachten vorliegenden Informationen davon ausgehen, dass die Wirksamkeit von Schwalbentürmen außerhalb bebauter Ortschaften sehr gering ist. Denn fachliche Referenzen gibt es dazu – im Gegensatz zum innerörtlichen Einsatz – bisher nicht. Die RWE-Monitoring-Berichte 2023, 2024 und 2025 konstatierten allesamt die Unwirksamkeit der Schwalbentürme und damit der vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen. Um dennoch nicht gegen das Artenschutzrecht zu verstoßen, hätte eine fachliche referenzierte Prognose der Wirksamkeit nach Zerstörung der Nester an den Kühltürmen vorliegen müssen und / oder es hätte ab der Vernichtung der ersten Schwalbennester durch RWE ein naturschutzfachliches Risikomanagement stattfinden müssen. Beides ist nicht passiert und – leider auch von der zuständigen Naturschutzbehörde nicht moniert worden. Anstelle einer fachlich referenzierten Prognose gab es lediglich eine hypothetische, fachlich nicht belegte Meinungsäußerung seitens RWE, dass die Schwalben die Ersatznester schon annehmen würden, sobald die letzten Nester am Kühlturm zerstört seien. Ein Risikomanagement hätte spätestens nach dem Abbruch des vorletzten Kühlturms im Dezember 2025 beauftragt werden müssen. Denn es war offensichtlich, dass die vorhandenen Schwalbentürme nicht die ökologische Funktion der zerstörten Fortpflanzungs- oder Ruhestätten erfüllten und weiterhin erfüllen würden. Überraschende Nachtschicht: Der vorzeitige Abbruch des letzten Kühlturms Schon im Dezember hatte die Presse die Bedenken der Umweltschützer zum Verlust einer der bedeutendsten Mehlschwalben-Kolonien durch den Abbruch der Kühltürme aufgegriffen. Auf unseren offenen Brief vom 12. Januar an Steffen Kanitz, den Geschäftsführer der RWE Nuclear, haben wir bis heute keine Antwort erhalten. RWE war niemals ernsthaft daran interessiert in den Erhalt der besonders geschützten und im Bestand gefährdeten Mehlschwalben mehr als nötig zu investieren. Auch Pressesprecher Jan-Peter Cirkel quittierte die Fragen nach gemeinsamen Lösungen für die Mehlschwalben in einem Interview nach Abbruch des Kühlturms (s.u.) lediglich mit einem Schulterzucken. Nach Prüfung der vom Rechtsanwalt unseres Bündnisses angeforderten Unterlagen der Naturschutz- und Bauaufsichtsbehörden haben wir am 13. Januar Widerspruch mit aufschiebender Wirkung zur vorliegenden Abbruchgenehmigung des Kühlturms eingelegt, Frist 16. Januar. Spätestens an diesem Tag dürften auch die RWE-Verantwortlichen Wind von unseren konkreten rechtlichen Schritten bekommen haben. Ein Aussetzen der Abbrucharbeiten und möglicherweise der Erhalt des Kühlturms bis zu Schaffung wirksamer Ausgleichsmaßnahmen für die Mehlschwalben-Kolonie hätte Monate oder Jahre dauern können. Offensichtlich war der Erhalt der Mehlschwalben in Biblis keine Option für RWE. Schon am Nachmittag des 14. Januar war Wildtierschutz Deutschland mit seinem Presseteam in Biblis vor Ort: Am verbliebenen Kühlturm stellten wir ein reges Treiben fest: Bagger, LKWs, Hebebühnen, Markierungen und bereits fertiggestellte Bohrungen am Kühlturm, Bauarbeiter, die mit schweren Maschinen weitere Bohrungen am Kühlturm vornahmen. An diesem Tag erfuhren wir, dass der Abbruch des Turms möglicherweise am darauffolgenden Montag (19. Januar) erfolgen könnte. Uns war klar, dass RWE der Umsetzung unseres Widerspruchs zuvorkommen wollte. Noch am Abend informierten wir unseren Anwalt, der dem Kreis Bergstraße die Situation erläuterte und die Frist für einen Bescheid zum Baustopp auf Freitag 10 Uhr vorverlegte. Am 15. Januar überreichten wir mit unserem Presseteam und Vertretern weiterer Naturschutzorganisationen die von Kirsten Dressel initiierte und von fast 11.000 Menschen unterzeichnete Petition zum Schutz der Mehlschwalben an den Kreisbeigeordneten und Bau-Dezernent Matthias Schimpf. Er nahm die Petition in Vertretung des Landrats des Kreises Bergstraße an. Eine Pressevertreterin informierte uns über einen möglichen Abrisstermin 26. Januar. Der sollte eigentlich – wie alle anderen Abrisstermine – durch RWE über eine Pressemitteilung avisiert werden, was in diesem Fall aber – wohl aus guten Gründen – nicht geschah. Nachdem der Kreis Bergstraße RWE am gleichen Nachmittag (15. Januar) mitgeteilt hatte, dass der durch Wildtierschutz Deutschland und die beteiligten Naturschutzorganisationen bewirkte Widerspruch aufschiebende Wirkung hinsichtlich des Abbruchs habe, begaben wir uns erneut zum Kühlturm. Heute achtete Wachpersonal darauf, dass sich niemand dem von einem Radweg bis auf wenige Meter zugänglichen Kühlturm nähert. Uns gelang es trotzdem zu Arbeitern am Turm vorzudringen. Man wolle die ganze Nacht durcharbeiten, hieß es dort. Zu diesem Zeitpunkt war nach Auskunft eines diensthabenden Mitarbeiters die Polizeidienststelle Lampertheim darüber informiert, dass am Freitag (16. Januar) ein Gutachten hinsichtlich der Stabilität des Kühlturms eingeholt werden sollte. Doch es kam noch schlimmer: Aus der Presse erfuhren wir, dass bereits am Donnerstag – kurz nach Eingang des Behördenschreibens zum Baustopp am Kühlturm – eine Einstellung der Arbeiten aus "statischen Gründen" nicht mehr möglich sei. Für uns war klar: RWE wollte der aufschiebenden Wirkung unseres Widerspruchs zuvorkommen. Das konnte nur möglich sein, wenn man Tag und Nacht an der Destabilisierung des Kühlturms arbeitet. Am Freitag, den 16. Januar, wurden wir um 12h43 Zeugen des unseres Erachtens widerrechtlichen Abbruchs des letzten Kühlturms auf dem AKW-Gelände. Mit großer Wahrscheinlichkeit geht damit eine der bedeutendsten Mehlschwalben-Brutkolonien Deutschlands für immer verloren – es sei denn, es erfolgen noch im Februar und März sinnvolle Maßnahmen, die neue Standorte für die aus Afrika anreisenden Mehlschwalben attraktiv machen. RWE zeigt daran bisher kein Interesse. +++ Gemeinsam für den Erhalt der Mehlschwalben-Brutkolonie in Biblis Mehlschwalben am AKW Biblis: Gefahr in Verzug Mehlschwalben-Kolonie in Biblis - offener Brief an RWE-Nuklear Mehr über die Mehlschwalbe in diesem Beitrag: Mehlschwalben – wie geht es den Sommerboten?
- Das Eichhörnchen im Winter – Überleben zwischen Frost, Futterknappheit und menschlichen Gefahren
Wenn die ersten frostigen Nächte einsetzen und der Herbst allmählich in den Winter übergeht, verändert sich der Alltag vieler Wildtiere grundlegend. Für das Eichhörnchen, eines der bekanntesten Waldbewohner und zugleich ein vertrauter Gast in unseren Gärten und Parks, beginnt dann eine besonders anspruchsvolle Zeit. Obwohl wir es häufig als flink, anpassungsfähig und verspielt wahrnehmen, ist der Winter für Eichhörnchen mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Was für uns oft verspielt und unbeschwert wirkt, ist für die Tiere in Wahrheit ein täglicher Balanceakt zwischen Energiegewinn und -verlust, bei dem jede falsche Entscheidung lebensbedrohlich werden kann. AdobeStock_1866557816 Ein vertrautes Wildtier mit wachsenden Risiken Eichhörnchen zählen zu den beliebtesten Wildtieren Mitteleuropas. Mit ihrem rotbraunen Fell, dem buschigen Schwanz, den im Winter markanten Ohrpinseln und ihrer akrobatischen Bewegungsweise prägen sie das Bild vieler Wälder ebenso wie Grünanlagen und Siedlungsräume. In Deutschland ist das Eurasische Eichhörnchen nach dem Bundesnaturschutzgesetz und der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt und gilt derzeit nicht als gefährdet. Doch dieser rechtliche Status darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Lebensbedingungen der Tiere zunehmend verschlechtern. Wie viele andere Wildtiere leiden auch Eichhörnchen unter dem Verlust geeigneter Lebensräume , der fortschreitenden Zerschneidung von Landschaften, dem Straßenverkehr, klimatischen Veränderungen und einem immer knapper werdenden, veränderten Nahrungsangebot. Kein Winterschlaf, sondern täglicher Überlebenskampf Im Gegensatz zu anderen Säugetieren hält das Eichhörnchen keinen Winterschlaf, sondern eine Winterruhe. Es bleibt auch in der kalten Jahreszeit aktiv und muss täglich Nahrung finden, um seinen hohen Energiebedarf zu decken. Sein Stoffwechsel läuft dauerhaft auf Hochtouren, da die Körpertemperatur selbst bei Frost konstant gehalten werden muss. Um dennoch den Kalorienverbrauch zu reduzieren, verlangsamt sich sein Herzschlag. Bei extremen Wetterlagen ziehen sich Eichhörnchen in ihre sogenannten Kobel zurück, kugelförmige Nester aus Zweigen, Moos und Blättern, die im Winter zusätzlich mit Federn oder Tierhaaren ausgepolstert sind. Meist verfügen die Tiere über mehrere Kobel, die unterschiedliche Funktionen erfüllen. Echte Ruhephasen sind jedoch begrenzt. Spätestens nach ein oder zwei Tagen müssen Eichhörnchen wieder aktiv werden und den Kobel verlassen, um Nahrung oder Wasser aufzunehmen oder ihren Kot abzusetzen. Um auch außerhalb der Nester überleben zu können, wechseln Eichhörnchen im Winter zu einem dichteren Fell mit höherem Grauanteil, das zusätzlich der Tarnung dient. Da sich das Eichhörnchen im Gegensatz zu den Winterschläfern keine Fettreserven anfuttert, sind besonders längere Kälteperioden oder geschlossene Schneedecken bei der notwendigen Nahrungssuche eine erhebliche Herausforderung. Was Eichhörnchen fressen und warum Vielfalt entscheidend ist Die Ernährung des Eichhörnchens ist vielfältig und saisonal angepasst. Zu den wichtigsten Nahrungsquellen zählen Haselnüsse, Walnüsse, Bucheckern, Kastanien sowie Samen aus Fichten- und Kiefernzapfen. Hinzu kommen Knospen, Beeren, Pilze und Rindenbestandteile. Ergänzend nehmen Eichhörnchen auch tierische Nahrung auf, wozu Insekten und Larven gehören, in Ausnahmesituationen aber auch Schnecken, Vogeleier oder Jungvögel, insbesondere in Phasen erhöhten Energiebedarfs wie während der Jungenaufzucht. Vorratshaltung als Überlebensstrategie Im Herbst legen Eichhörnchen umfangreiche Vorräte in sogenannten Nahrungsdepots an. Um Fressfeinde nicht anzulocken, horten sie Futtervorräte nicht im Kobel, sondern vergraben Nüsse und Samen im Boden unter Moos und Laub oder verstecken sie in Baumritzen, hinter Rinde oder in Astgabeln. Dieses sogenannte Streuen der Vorräte ist eine effektive Strategie , um auch dann Nahrung zu finden, wenn einzelne Verstecke verloren gehen oder geplündert werden. Gleichzeitig tragen Eichhörnchen auf diese Weise zur natürlichen Verbreitung von Bäumen bei, da ein Teil der versteckten Samen nicht wiedergefunden werden. Problematisch wird diese Strategie, wenn das Nahrungsangebot insgesamt zurückgeht. Monotone Wälder, fehlende Altbäume, intensive Forstwirtschaft und aufgeräumte Gärten reduzieren die Menge geeigneter Nahrung erheblich. In Wintern, in denen Eichhörnchen ihre Depots unter harter Schneedecke oder in gefrorenem Boden nicht mehr erreichen können, wird die Situation schnell lebensbedrohlich. Die Tiere müssen dann deutlich länger suchen, was wertvolle Energie kostet, die sie dringend benötigen, um den Winter zu überstehen. Klimawandel und seine Folgen für das Eichhörnchen Auch das Eichhörnchen bleibt von den Auswirkungen des Klimawandels nicht verschont. Milde Winter und ungewöhnlich warme Frühjahre verändern die natürlichen Abläufe. Die Paarungszeit der Eichhörnchen beginnt häufig bereits im späten Winter. Durch klimatische Verschiebungen kann es zu früheren oder zusätzlichen Würfen kommen. Was zunächst positiv erscheint, birgt erhebliche Risiken. Finden die Weibchen nicht ausreichend Nahrung, um den erhöhten Energiebedarf zu decken, können Jungtiere geschwächt sein oder eine geringere Überlebenschance haben. Gefahren durch den Menschen im Winter Neben den natürlichen Herausforderungen sind es vor allem menschengemachte Gefahren, die Eichhörnchen im Winter zusätzlich belasten . Der Straßenverkehr stellt eine der größten Bedrohungen dar, da die Tiere auf der Suche nach Nahrung größere Distanzen zurücklegen müssen. Vor allem freilaufende Katzen aber auch Hunde, können Eichhörnchen erheblich stressen oder verletzen. Baumfällungen, der Verlust alter Gehölze und das Entfernen von Hecken nehmen ihnen wichtige Rückzugsorte und geeignete Plätze für den Bau ihrer Kobel. Schwache oder verletzte Tiere sollten immer gesichert werden und dann zeitnah fachkundige Hilfe erhalten, etwa durch eine auf Wildtiere spezialisierte Tierarztpraxis oder eine Auffangstation. Fütterung als Unterstützung, nicht als Ersatz Besonders in städtischen Gebieten kann das Nahrungsangebot knapp werden. Eine gezielte, verantwortungsvolle Fütterung kann daher unterstützend wirken, sowohl beim Anlegen der Vorräte im Herbst als auch über den Winter hinweg. Wal- und Haselnüsse (auch mit Schale), Sonnenblumenkerne, Bucheckern, Kürbiskerne und spezielles Eichhörnchenfutter sind geeignet. Auf Erdnüsse und Mandeln sollte verzichtet werden, ebenso auf Brot sowie gesüßte oder gewürzte Lebensmittel, da sie der Gesundheit der Tiere schaden. Wichtig ist eine abwechslungsreiche Mischung aus naturbelassenen, ungesalzenen und ungerösteten Komponenten. Spezielle Futterstationen sollten erhöht und möglichst sicher angebracht werden, um Gefahren durch Beutegreifer zu minimieren. Auch Wasser spielt im Winter eine wichtige Rolle, da natürliche Quellen häufig gefroren sind. Bitte immer regelmäßig reinigen, um Krankheiten zu vermeiden. Naturnahe Lebensräume als Schlüssel zum Schutz Langfristig hilft dem Eichhörnchen als Kulturfolger vor allem der Erhalt naturnaher Lebensräume, auch in unseren Siedlungen. Gärten mit Bäumen, Sträuchern, Wildhecken, liegengelassenem Laub, aber auch Reisig, Zweigen oder Nadeln bieten Nahrung und Schutz. Alte Bäume mit Höhlen oder dichten Astgabeln sind besonders wertvoll. Nussbäume, allen voran Walnussbäume, aber auch Haselnusssträucher, gehören zu den bevorzugten Lebensräumen. Weniger Ordnung, mehr Rückzugsorte und geeignetes Kobelmaterial wie Wolle oder ungewebte Stoffreste aus Baumwolle, Leinen, Hanf oder Jute, die keine Fäden ziehen, leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz dieser und vieler anderer Wildtiere. Wer den eigenen Garten auch aus der Perspektive der Tiere betrachtet und ihn nicht ständig verändert, hilft Eichhörnchen zudem dabei, ihre Vorratsverstecke wiederzufinden. Ein stiller Mitbewohner unserer Welt Das Eichhörnchen lebt mitten unter uns und bleibt doch oft unbeachtet in seinem täglichen Überlebenskampf. Sein Schicksal macht deutlich, wie eng unser eigenes Handeln mit dem Wohlergehen der Wildtiere verknüpft ist. Wer Eichhörnchen schützt, schützt zugleich ganze Lebensgemeinschaften. Gerade der Winter macht sichtbar, wie verletzlich selbst vertraute Arten sind und wie sehr sie auf unsere Rücksicht und Verantwortung angewiesen bleiben. +++ Hat es auch nicht leicht: Der Igel im Winter
- Mehlschwalben am AKW Biblis: Gefahr in Verzug
Gemeinsam mit Wildtierschutz Deutschland in Vertretung für die MUNA e.V. und BUND Bergstraße haben die Initiatoren der Artenschutzinitiative für den Erhalt der Mehlschwalben in Biblis, Gaby Weiß und Kirsten Dressel gegen den Abbruch des letzten Kühlturms des AKW heute am Landratsamt Bergstraße eine Petition mit fast 11.000 Unterzeichnern an den Kreisbeigeordneten Matthias Schimpf übergeben. Brisant ist, dass RWE die Abbruchmaßnahmen bereits in die Wege geleitet hat. Eine entsprechende Verlautbarung, wie von RWE angekündigt, hat es dagegen bisher nicht gegeben. Nach der Übergabe der Petition zur Rettung der Mehlschwalben an den Kreistagsabgeordneten. Bild: Thomas Weiß Falls der Turm tatsächlich in Kürze zerstört wird, nimmt RWE billigend in Kauf, dass die Lebensstätte einer geschützten Art in diesem Gebiet und dort heimische Population von ca, 800 Mehlschwalben unwiederbringlich verloren geht. Dazu genügt bei Mehlschwalben der Brutausfall einer einzigen Saison. Im Vordergrund nicht funktionierende Schwalbentürme, im Hintergrund der letzte Kühlturm. Bild: Carmen Stürmer Auf das bereits erfolgte Monitoring wurde bisher nicht mit einem Wechsel der Maßnahmen reagiert, obwohl es von höchster Dringlichkeit wäre, auf die ungeeigneten und laut Monitoring erfolglosen „Ausgleichsmaßnahmen“ zu reagieren, die ob ihrer Wirkungslosigkeit den Begriff „CEF-Maßnahme“ nicht erfüllen. Die Monitoring-Ergebnisse sowie das Wissen um die Verhaltensbiologie der Mehlschwalbe und die Zusammenhänge der Standortfaktoren außerorts schließen es aus, dass die niedrigen, fünf bis acht Meter hohen, Fressfeinden ausgelieferten Schwalbentürme – das sind auf Stangen montierte Gebilde, an denen Kunstnester angebracht wurden – jemals den Fortbestand dieser Teilpopulation gewährleisten können. Wissenschaftliche Ergebnisse zeigen keine Belege für den sicheren Erfolg von Schwalbentürmen außerorts. „Für die von den Verantwortlichen verlautbarte Hypothese, die Schwalben nähmen die Ersatznester an, sobald der letzte Turm gefallen sei, gibt es keine fachlichen Referenzen. Sie offenbart vielmehr wildbiologisches Nichtwissen und verantwortungslose Ignoranz der Standort-Situation“, erläutert Florinde Stürmer, Pressesprecherin von Wildtierschutz Deutschland. Laut Bundesnaturschutzgesetz müssen Ausgleichmaßnahmen vor der Zerstörung der Lebensräume Wirkung zeigen. Stürmer ergänzt: „Das Naturschutzbündnis hat bereits am Montag ein Widerspruchsverfahren gegen die Abbruchgenehmigung eingeleitet. Aufgrund der Dringlichkeit erwarten wir heute im Laufe des Tages eine Entscheidung der Bauaufsichtsbehörde. „Eine positive Entscheidung im Sinne des Erhalts der Schwalben hätte hinsichtlich der Abbrucharbeiten eine aufschiebende Wirkung und würde den Weg frei machen für akzeptable Lösungen zur Schwalbenrettung.“ +++ Gemeinsam für den Erhalt der Mehlschwalben-Brutkolonie in Biblis Petition Mehlschwalbenkolonie unterzeichnen Mehr über die Mehlschwalbe in diesem Beitrag: Mehlschwalben – wie geht es den Sommerboten?
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- Petitionen | Wildtierschutz | Hobbyjagd abschaffen
Wir lehnen die vergnügungsorientierte Hobbyjagd grundsätzlich ab. Dass es auch ohne geht, zeigen seit 1974 der Kanton Genf in der Schweiz und seit 2015 das Fuchsjagd freie Luxemburg. Aktuelle Petitionen gegen die tierquälerische Ausbildung von Jagdhunden mit lebenden Füchsen, die Baujagd und die Hobbyjagd ingesamt. Aktuelle Petitionen Wildtierschutz Deutschland Rehkitzrettung: Keine Mahd ohne vorherige Drohnensuche Petition für ein böllerfreies Silvester Kein Jagdhunde-Training mit lebenden Füchsen – Verbot der tierschutzwidrigen Baujagd Die Jagd zum Vergnügen ist überholt – lasst sie uns abschaffen! Mehlschwalbennester erhalten - Abbruch Kühlturm RWE Biblis verhindern: Petition hier zeichnen Der Wolf muss in Deutschland und in Europa streng geschützt bleiben - Petition beendet. Hier können Sie unsere Arbeit für den Schutz der Wölfe weiterhin unterstützen.
- Friedliches Silvester für Mensch und Tier | #böllerciao
Wildtierschutz Deutschland fordert ein Silvester ohne privates Feuerwerk. Böller und Raketen verängstigen Vögel, Igel und andere Wildtiere in der Stadt und auf dem Land. Für viele Wildtiere bedeutet das nicht nur Stress, sondern den Tod, weil sie dringend benötigte Energiereserven für den kalten und nahrungsarmen Winter verbrauchen. Silvester #silvesterohneböller Danke für die Zeichnung der Petition. Ihre Unterschrift ist jetzt bestätigt Spenden Sie jetzt – Sie haben viele gute Gründe: Wildtierschutz Deutschland e.V. ist gemeinnützig Spenden können von der Steuer abgesetzt werden. Sie spenden für die ein böllerfreies, friedvolles Silvester für Mensch und Tier Spendenquittung im Januar des Folgejahres
Forenbeiträge (14)
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- Sie sind der Boss! Passen Sie alles nach Ihren Wünschen anIn Mit eigenem Forum starten·13. September 2017Es ist Ihr Forum. Sie können neue Forumsmitglieder aufnehmen, Beiträge pinnen und neu anordnen, die Kommentarfunktion aktivieren oder deaktivieren und vieles mehr! Die intuitiven Administrationstools von Wix Forum machen die Verwaltung Ihres Forums ganz leicht. Steuern Sie Ihr Forum. Sie mögen einen Beitrag nicht? Kein Problem! Sie können den Beitrag entfernen, damit dieser nicht länger in Ihrem Forum angezeigt wird.000
- Forumsinhalte regelmäßig aktualisierenIn Mit eigenem Forum starten·13. September 2017Aktualisieren Sie Ihre Forumsinhalte in regelmäßigen Abständen. Teilen Sie alles, was Sie möchten – Geschichten, Ideen, Bilder und mehr. So steigern Sie das Interesse Ihrer Forumsmitglieder und diese kommen immer wieder. Fügen Sie einfach neue Beiträge und Kommentare einem bereits existierenden Beitrag hinzu. Das wird Ihre Forumsmitglieder animieren, mit zu diskutieren. Eine andere Möglichkeit ist, zusätzliche Diskussionskategorien für Ihre Community hinzuzufügen.000





