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Die Pille für das Wildschwein ist machbar – auch, wenn es den Jägern nicht passt

25 Feb 2018

Auch durch die wiederholte Behauptung, eine künstliche Empfängnisverhütung bei Wildschweinen sei nicht praktikabel, gewinnt die Aussage des Deutschen Jagdverbands für Lovis Kauertz, dem Vorsitzenden von Wildtierschutz Deutschland e.V., nicht an Überzeugungskraft.

 

 Pille für das Wildschwein kann funktionieren. Bild: Michael Hamann

 

Der Jagdverband beruft sich bei seinen Behauptungen immer wieder darauf, dass ein EU-zugelassener Impfstoff männlichen Tieren innerhalb weniger Wochen zweimal verabreicht werden müsse, um diese für einen kurzen Zeitraum unfruchtbar zu machen. „Tatsache ist, dass die mit Antigenen arbeitenden Wirkstoffe sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen Tieren eine vorübergehende Unfruchtbarkeit hervorrufen. Mittels relativ geringen Forschungsaufwandes (ein Bruchteil der Budgets, die jetzt für Präventionsmaßnahmen im Rahmen der Afrikanischen Schweinegrippe aufgewendet werden, wären erforderlich) lassen sich die Wirkstoffe so „verpacken“, dass sie einerseits oral applizierbar wären und andererseits durch einen sogenannten „Retard-Mechanismus“ über einen Zeitraum von 12 Monaten wirksam wären,“ erläutert Kauertz.

 

Eine aufwändige und tatsächlich kaum praktizierbare mehrfache Impfung wäre damit obsolet. „Uns zeigt das destruktive Verhalten des Jagdverbandes und der zuständigen Ministerien, dass an tierschutzkonformen Lösungsansätzen wenig Interesse besteht“, so Kauertz, „und das, obwohl immer neue Bejagungskonzepte, die Streichung von Schonzeiten und die Nichtbeachtung von Tierschutznormen im Ergebnis in den letzten 20 Jahren ohne jeden messbaren Erfolg sind.“

 

"Bejagungskonzepte, die Streichung von Schonzeiten und die Nichtbeachtung von Tierschutznormen  ohne jeden messbaren Erfolg"

 

Wildtierschutz Deutschland ist zwar der Meinung, dass die künstliche Empfängnisverhütung noch keine flächendeckende Lösung für die hohe Populationsdynamik der Wildschweine ist. „Die Pille für das Wildschwein“ könnte aber insbesondere punktuell in Problemzonen, z.B. in der Umgebung von Mastbetrieben oder im Randbereich von Städten, zu einer Entlastung des als Problem empfundenen Wildschweinbestands beitragen.

 

Einen weiteren Ansatzpunkt, die Dynamik des Wachstums der Wildschweinbestände zu bremsen, sieht Wildtierschutz Deutschland in einer radikalen Umstellung der Landwirtschaft von Monokulturen für Mais, Raps und Weizen zurück zu einem Landbau mit Fruchtfolgen. Der hätte dann auch positive Auswirkung auf die Artenvielfalt in Deutschland.

 

Lesen Sie auch: Längst überfällig: Pille für das Wildschwein

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