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Wildtierschutz Deutschland e.V. ist beim Amtsgericht Mainz im Vereinsregister 40782 eingetragen. Der gemeinnützige Verein ist nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG von der Körperschaftssteuer befreit (Steuernummer 08/667/0522/6, Finanzamt Bingen-Alzey). Spenden können steuerlich geltend werden. Wir arbeiten ohne Personalkosten!

Jäger erschießt Tochter – Wildtierschutz Deutschland fordert Wesenstest und TÜV für Jäger

26 Jan 2019

Der 56-jährige Jäger aus Karlsruhe wollte gerade das Haus verlassen, um zur Jagd zu gehen, als sich ein Schuss aus einem Gewehr löste und seine Tochter traf. Die 19-jährige ist gemäß dpa-Bericht schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, dort aber wenig später gestorben.

 

Zu tragischen Unfällen, wie in diesem Fall, und zu vorsätzlichen Straftaten mit Jagdwaffen gibt es keine offiziellen Statistiken. Die tatsächliche Zahl der Fälle wird von den Jagdverbänden regelmäßig verschleiert. Die Initiative zur Abschaffung der Jagd dokumentiert anhand von Presseberichten seit 2002 die menschlichen Opfer durch Jagdwaffen. Allein 2018 kamen in Deutschland mindestens 11 Menschen durch Jagdwaffen um.

 

Zu den tödlichen Unfällen und Straftaten kommen zahlreiche Fälle mit zum Teil erheblichen Verletzungen. Nicht bestätigten Meldungen zufolge werden den Berufsgenossenschaften allein etwa 800 Jagdunfälle pro Jahr gemeldet.

 

„Politiker regen sich in Deutschland gewaltig über ein vermeintliches Gefahrenpotential durch Wölfe auf. Während hierzulande allein im vergangenen Jahr mindestens elf Menschen durch Jäger oder Jagdwaffen tödlich verletzt wurden, wurde in diesem Jahrhundert noch nicht ein einziger durch Wölfe verursachter Todesfall dokumentiert. Zu Unfällen kommt es häufig, weil Jäger entweder unprofessionell mit Waffen umgehen oder aufgrund psychologischer Mängel. Wir fordern deshalb sowohl einen Wesenstest für angehende Jäger als auch einen jährlichen „TÜV“ für alle Jagdscheininhaber“, erläutert Lovis Kauertz von Wildtierschutz Deutschland.

 

Bild: Karikatur von Bruno Haberzettl aus: "Brunos Jagdfieber", Ueberreuther-Verlag 2013

 

Hier eine Aufstellung veröffentlichter Vorfälle mit tödlichem Ausgang:

 

Januar 2018:

Februar 2018:

März 2018:

Mai 2018:

  • Ein 50-jähriger Jäger hat bei einer nächtlichen Jagd bei Miltenberg (Bayern) am 1. Mai offenbar aus Versehen seine 47-jährige Lebensgefährtin, ebenfalls eine Jägerin, erschossen.

Juli 2018

August 2018

  • Tödlicher Schuss auf der Bundesstraße: Während einer Autofahrt auf der B16 bei Nittenau in Bayern wurde ein Beifahrer von einem Projektil aus einem Jagdgewehr getroffen.

November 2018

  • Ein Jäger feuerte am Sonntagnachmittag auf Wildschweine – dabei hat er aus Versehen eine 86-jährige Frau erschossen, die sich in ihrem eigenen Garten in Dalberg (Kreis Bad Kreuznach) aufhielt.

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