23.01.2017

Ihre Unterschrift gegen die Fuchsjagd


Von Daniel Peller, Gießen
Am 5. Januar 2017 hat der „Jagdverein „Hubertus“ Gießen u. Umgebung e.V.“ auf seiner Internetpräsenz eine Einladung zu den sog. „Fuchswochen 2017“ veröffentlicht. Während dieser „Fuchswochen“, die zu dieser Zeit vielerorts in Deutschland ausgerufen werden, findet traditionell eine besonders intensive Bejagung von Füchsen statt. Doch ist diese alte Tradition aus heutiger Sicht zeitgemäß und sinnvoll? Wir sagen nein!

Die Jagd auf Füchse ist nun einfacher, da die Füchse sich in ihrer Paarungszeit befinden und deshalb weniger vorsichtig als üblich sind. Zudem sind durch den Schnee aktive Baue und Wechsel leichter zu finden. Dies wird alljährlich ausgenutzt, um innerhalb von kurzer Zeit im Rahmen der Fuchswochen auch im Kreis Gießen möglichst viele Füchse zu töten. Im Jahr 2012 waren es beispielsweise 66 Füchse und im Jahr 2013 waren es sogar 106 Füchse (und einige andere Tiere), die alleine im Kreis Gießen den Jägern während den Fuchswochen zum Opfer gefallen sind – Tiere, die wichtige Funktionen in unserem Ökosystem wahrnehmen, empfindsame Wesen, Individuen mit Charakter, die zur selben Familie ‘Canidae‘ gehören, wie unsere geschätzten Haushunde und viele Eigenschaften mit ihnen teilen.

Hier unterschreiben

Wir sehen in der Fuchsjagd allgemein und in den Fuchswochen im Besonderen nichts weiter als ein grausames Treiben, für das es keinerlei sinnvolle Rechtfertigung gibt, denn
  • die Jagd auf Füchse ist kein geeignetes und schon gar kein nachhaltiges Mittel, einen sinnvollen Beitrag zum Natur-, Arten- und Wildtierschutz zu leisten.
  • die Jagd auf Füchse hat generell keine regulierende Wirkung auf den Fuchsbestand, sondern kann sogar letztendlich zu einem Anstieg der Fuchspopulation führen.
  • die Jagd auf Füchse ist kein geeignetes Mittel um die Befallsrate von Füchsen mit Wildkrankheiten (wie z. B. den Befall mit dem Fuchsbandwurm) zu reduzieren oder der Verbreitung von Wildkrankheiten vorzubeugen, sondern begünstigt die Verbreitung von Wildkrankheiten unter Füchsen sogar.
  • die Jagd auf Füchse ist kein geeignetes Mittel, um bedrohte Arten zu schützen. Viele verschiedene Faktoren haben dazu geführt, dass es in unserer Kulturlandschaft unter den Tieren sowohl Gewinner als auch Verlierer gibt. Die Füchse tragen keine Schuld an dieser Entwicklung. Allerdings erfüllen Füchse und andere Beutegreifer wichtige Aufgaben im Ökosystem, die sie für einen gesunden Wildbestand unverzichtbar machen.
  • in Zeiten von Geflügelpest („Vogelgrippe“), Myxomatose (bei Kaninchen) und Hasenpest (Tularämie) in Hessen ist es geradezu unverantwortlich, Füchse – die natürliche Gesundheitspolizei – durch die Jagd dezimieren zu wollen. Füchse schützen durch die Erbeutung von kranken Tieren und die Beseitigung von Aas auch bedrohte Arten (z. B. Rebhühner, Hasen) vor der Ansteckung mit gefährlichen Seuchen, verhindern die Ausbreitung von kranken Tieren und leisten damit einen unschätzbar wertvollen Beitrag zur Gesunderhaltung des gesamten Wildbestands und auch zum Schutz von bedrohten Arten.
  • auch die angebliche sinnvolle Nutzung der getöteten Füchse (z. B. die Verwertung des Pelzes) stellt aus unserer Sicht keinen vernünftigen Grund für die massenhafte Tötung von Füchsen dar. Echtpelzprodukte sind unweigerlich mit Leid und Tod von Tieren verbunden und es besteht keinerlei Notwendigkeit für Pelzprodukte als Kleidung oder vermeintlich modisches Accessoire. Zudem ist nur ein kleiner Bruchteil der Felle aus der Jagd überhaupt für eine Verwertung geeignet.
Umwelt-, Natur-, Arten- und Wildtierschutz bewegen sich im Spannungsfeld vieler Interessengemeinschaften. Ohne weitreichende Veränderungen (vor allem bei Jagd und Landwirtschaft) und Maßnahmen zum Schutz und zur Schaffung von ursprünglichen Naturflächen, die einen reichhaltigen Lebensraum für ALLE Tiere bieten, wird sich die ernste Situation für viele Tierarten in Deutschland nicht verbessern, sondern weiter verschlechtern.

Die Jagd auf Füchse leistet hierzu keinen sinnvollen Beitrag, sondern schadet Natur und Tierwelt und letztendlich auch uns Menschen auf vielfache Weise. Die Jagd auf Füchse muss daher eingestellt werden! Anstatt Füchse als Sündenböcke zu opfern und damit über die tatsächlichen Missstände in unserer Kulturlandschaft hinwegzutäuschen, müssen endlich sinnvolle und nachhaltige Konzepte zum verbesserten Umwelt-, Natur-, Arten- und Wildtierschutz erarbeitet und gegen die Unvernunft anderer Interessengemeinschaften durchgesetzt werden.


Eine ausführliche und anhand zahlreicher Quellen belegte Erläuterung und Begründung unserer Forderungen zu diesem komplexen Thema ist ausdrücklich ein Bestandteil dieser Petition, wird jedoch aufgrund der Zeichenbeschränkung des Petitionstextes in einem separaten Dokument bereitgestellt. Der komplette Petitionstext inkl. der ausführlichen Begründung und der Quellenangaben ist hier abrufbar.

21.01.2017

Der böse Wolf als Spanner: Nach „Bruno“ und „Kurti“ geht es jetzt „Pumpak“ an den Kragen

Von Jürgen Heimann
Nach Paragraf 201 a des Strafgesetzbuches können Spanner und Voyeure mit Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren belegt werden. In Sachsen werden sie gleich erschossen. Selbst wenn sie keine Fotos von ihren Opfern gemacht haben, was Strafvorrausetzung ist.

In Rietschen im Kreis Görlitz, also ganz ganz tief im Osten, hat ein Bursche namens „Pumpak" wiederholt durch Fenster in diverse Wohnhäuser gelugt – und dabei auch das Rotkäppchen fürchterlich erschreckt. Was ihm als Verhaltensauffälligkeit ausgelegt wird. Die Landesregierung hält die Todesstrafe für angemessen. 

Nach dem Willen sächsischer Politiker soll Pumpak dran glauben
Bild: andersfotografiert.com

Gut, „Pumpak" ist ein polnischer Migrant – und ein Wolf. Im Gegensatz zu Seinesgleichen zeigt dieser Isegrim weniger Vorbehalte gegenüber Menschen, weil er als Welpe von eben solchen angefüttert worden war. Aber genau deshalb gilt er als gemeingefährlich und soll exekutiert werden. Er wäre der zweite seiner Art, der auf staatliches Geheiß über den Jordan schwimmt und in die ewigen Jagdgründe eingeht. „Kurti", ein entfernter Verwandter, war im Frühjahr 2016 in Niedersachsen abgeknallt worden, weil auch er als sozial nicht integrierbar galt. Was „Bruno" (* 2004 †2006), der berühmte Extrem-Petz aus Bayern, nicht geschafft hat, könnte der Bestie aus der Oberlausitz post mortem gelingen. Der Begriff „Problembär" hatte es 2006 (nur) bis auf Platz 7 der deutschen Vokabel-Charts geschafft. „Problem-Wolf" hätte als neues „Wort des Jahres" gute Chancen.


18.01.2017

Wildtierschutz Deutschland: "Wer Füchse jagt, ist ein Tierquäler"

Pressemitteilung
Gau-Algesheim, den 18. Januar 2017. Dieser Tage rufen Hegeringleiter und Jagdvereinsvorsitzende ihre Jagdgenossen wieder zu gemeinsamen Fuchsjagden auf. Man verabredet sich revierübergreifend, um gemeinsam über einen bestimmten Zeitraum verstärkt und regelmäßig Füchse zu jagen. Das hat einen guten Grund: zum einen sind die Füchse zwischen Dezember und Februar oft weniger achtsam und leichte Beute für die im Ansitz wartenden Jäger. Die Paarungszeit verdreht den Füchsen den Kopf und man möchte meinen, den Verstand. Zum anderen hilft die jetzt häufig vorhandene Schneedecke, die Tiere während der Dämmerung und der Nacht leichter auszumachen.

"Strecke" einer Fuchswoche, Bild: B. Pelli
Bitte hier Petition gegen Fuchsjagd unterschreiben

Zu dieser Zeit werden in deutschen Jagdrevieren die meisten Füchse getötet. Insgesamt summiert sich die Zahl der erlegten Rotfüchse Jahr für Jahr auf etwa eine halbe Million Tiere. Die von Jägern und Jagdverbänden vorgebrachten Gründe für die Fuchsjagd sind allesamt durch zahlreiche Forschungsergebnisse unabhängiger Forscher im In- und Ausland und durch jagdfreie Gebiete widerlegt. Dadurch, dass Jäger Füchse töten, wird weder Wildtierkrankheiten vorgebeugt, noch wird wirksamer Artenschutz für Bodenbrüter betrieben, und es wird schon gar nicht der Bestand reguliert. „Unseres Erachtens dienen all diese Argumente lediglich der Verdummung der Bürger. Der - auch dank des Internets -  immer kritischer werdenden Öffentlichkeit werden vermeintliche Argumente zur Verschleierung des eigentlichen Ansinnens vorgegaukelt: es geht allein um das Töten und das Beutemachen,“ erläutert Lovis Kauertz, Wildtierschutz Deutschland.

„Wer Füchse jagt, ist in meinen Augen ein Tierquäler“, konstatiert Kauertz. „Auf Verluste durch die Jagd reagieren Füchse mit höheren Geburtenzahlen. Mehr Füchsinnen beteiligen sich an der Reproduktion und die einzelne Fähe – so wird das Fuchsweibchen in der Jägersprache genannt – bekommt mehr Welpen. So erholt sich der Bestand innerhalb kürzester Zeit. Dadurch erreicht die Jagd lediglich, dass Füchsinnen zu Gebärmaschinen verkommen, Babyfüchse aufgrund des dann oft fehlenden männlichen Versorgers geringere Überlebenschancen haben und insgesamt der Bestand lediglich verjüngt wird.“              

Kauertz führt weiterhin aus, dass viele Füchse „nur“ angeschossen werden und daraufhin häufig verhungern. Im Frühjahr werden Jungfüchse in Drahtgitterfallen vor ihren Bauen gefangen, anschließend erschlagen, ertränkt oder erschossen. Während der Aufzuchtzeit werden mit scharfgemachten Bauhunden die Rückzugsorte von Fuchsmutter und den Kindern „gesprengt“ und die fliehenden Füchse von den vor den Ausgängen wartenden Jägern erschossen.

Das Tierschutzgesetz führt zwar aus, dass niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen darf, allerdings wird die „weidgerechte“ Jagd davon ausgenommen. Was weidgerecht ist, steht allerding in keinem Gesetz, das definieren die Jäger selbst.

13.01.2017

Wildtierschutz Deutschland fordert Absage der "Fuchswochen"

Im Januar und Februar haben Füchse noch mehr als sonst unter Nachstellungen zu leiden: Ausgerechnet zur Paarungszeit werden sie im Rahmen sogenannter Fuchswochen vielerorts besonders intensiv bejagt. Eine wissenschaftliche haltbare Rechtfertigung für die Fuchsbejagung gibt es nicht. Wildtierschutz Deutschland e.V. fordert daher nachdrücklich dazu auf, die sogenannten „Fuchswochen“ abzusagen.

Mehr als eine halbe Million Füchse werden in Deutschland jedes Jahr von Jägern getötet. Der Rotfuchs ist eine der wenigen einheimischen Wildtierarten, die in den meisten Bundesländern ganzjährig bejagt werden. Dabei kommen auch besonders grausame Jagdarten wie die Bau- oder die Fallenjagd zum Einsatz. Dagegen wendet sich zunehmend der Protest der Bevölkerung, wie zahlreiche Petitionen gegen die Fuchsjagd zeigen.

„Notwendigkeit“ der Fuchsjagd ist Jägerlatein
Anders als von den meisten Jagdverbänden behauptet, kann von einer wie auch immer gearteten Notwendigkeit, Füchse zu bejagen, keine Rede sein. Wie Studien zeigen, lässt intensive Bejagung die Geburtenraten in die Höhe schnellen, wodurch Verluste schnell wieder ausgeglichen werden.

Besonders intensive Bejagung während der winterlichen Paarungszeit
Bitte hier Petition gegen Fuchsjagd unterschreiben
Bild: www.berndtfischer.de 

Da die Jagd hat keine nachhaltige Auswirkung auf den Fuchsbestand besitzt, ist sie auch kein geeignetes Mittel zur Bekämpfung von Wildtierkrankheiten oder zum Schutz bedrohter Arten. Im Gegenteil: Die Jagd auf Füchse wirkt vielfach sogar als Störfaktor in sensiblen Lebensräumen, der seltenen Tierarten zusätzlich schadet.

Ohnehin trägt nicht der Fuchs Schuld am Rückgang bedrohter Arten, sondern die Ausräumung von Lebensräumen durch die intensive Landwirtschaft. Und auch die Jägerschaft muss sich fragen lassen, warum noch immer jedes Jahr mehr als eine Viertelmillion Feldhasen ihr Leben vor Schrotflinten lassen müssen.

Forderung: Verzicht auf die Fuchsjagd
Einen vernünftigen Grund für die Bejagung des Rotfuchses gibt es nicht. Wildtierschutz Deutschland fordert daher dazu auf, auf die rücksichtslose Verfolgung des Fuchses im Rahmen sogenannter Fuchswochen zu verzichten.




07.01.2017

Winterjagd bei Thurn und Taxis - Tierquälerei vorprogrammiert

Gemäß der uns vorliegenden Informationen soll u.a. am 14. Januar – einen Tag vor Beginn der gesetzlichen Schonzeit für Rehwild in Bayern – im Kreuther Forst bei Regensburg eine Drückjagd auf Rehwild stattfinden. Treffpunkt ist die Hammermühle in Donaustauf, Regie in den „fürstlichen Waldungen“ führt die Thurn und Taxis Forstverwaltung.

Drückjagden sind meist revierübergreifende Bewegungsjagden, bei welchen oft Dutzende von Treibern mit Ihren Hunden lautstark und mit Knüppeln bewaffnet durch den Wald ziehen und Wildtiere aus ihren Ruhezonen aufscheuchen, um sie den wartenden Jägern vor die Gewehre zu „drücken“.

Es fallen viele Schüsse, doch längst nicht jeder Schuss ist ein finaler. Denn die Tiere sind häufig hochflüchtig, das Wild in Bewegung und tödliche Treffer sind viel schwieriger als bei stehendem Wild anzubringen. Etliche Tiere werden nur verletzt und verenden später qualvoll irgendwo im Dickicht, es werden ihnen Gliedmaßen abgeschossen oder sie laufen nur mehr verkrüppelt herum.

Die Störung der Wildtiere im Winter führt zu energiezehrenden Fluchten
Bild: www.andersfotografiert.com
Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz, TVT, spricht davon, dass Untersuchungen zufolge bei Drückjagden etwa 30 Prozent der männlichen und 60 Prozent der weiblichen Tiere Bauchschüsse aufwiesen. Der Arbeitskreis Wildtiere und Jagd dieser Organisation weist ferner darauf hin, dass flüchtendes Rehwild aufgrund der arttypischen Bogensprünge nicht sicher getroffen werden kann.

Das bestätigt auch der Sonderdruck "Wildbrethygiene" des Deutschen Landwirtschaftsverlages (2008). Dieser zitiert Untersuchungen, die eine Blattschussquote von lediglich 25-30 % bei Bewegungsjagden ergaben. Das heißt im Umkehrschluss dass bei vielen Tieren zunächst "nur" die Keule (das Bein) durchschossen wird, der Rücken verletzt wird, die Bauchdecke aufgeschossen wird.

Ein weiteres rechtliches Problem sind Schonzeitvergehen, die bei dieser Art von Jagd im Winter von den Veranstaltern in der Regel hingenommen werden. Männliches Rehwild hat zu dieser Jahreszeit nämlich bereits Schonzeit, ist für die Jäger aber von den weiblichen Tieren kaum zu unterscheiden, weil es das Gehörn bereits abgeworfen hat.

Doch schon allein die Störung der Wildtiere im Winter führt zu energiezehrenden Fluchten und verschlechtert die Energiebilanz im Körper von Rehen und ist damit tierschutzrelevant. Dies hat zur Folge, dass die Tiere hungern müssen, weil es zu dieser Jahreszeit nicht genug zu fressen gibt. Oder sie fressen notgedrungen Knospen und Baumrinde und richten Schäden im Wald an. Stressende Jagden nach der Umstellung der Verdauung im Januar bewirken daher trotz Wildverminderung oft drastisch steigende Schäden am Wald.

05.01.2017

13 Tote durch Jäger und Jägerwaffen 2016

Seit dem Jahr 2001 dokumentiert die Initiative zur Abschaffung der Jagd die Opfer von Jagdunfällen und Straftaten mit Jägerwaffen. Auch in diesem Jahr schockierten Meldungen über Menschen, die von Jägern erschossen wurden, die Öffentlichkeit: 2016 gab mindestens 13 Tote durch Jäger und Jägerwaffen. Das sind weniger, als in den vorangegangenen Jahren: 2015 waren es mindestens 23 Tote, 2013 25 und im Jahr 2013 sogar mindestes 40 Tote. Liest man die Todesmeldungen, so fällt auf, dass es sich dabei weniger um klassische Jagdunfälle (»Jäger verwechselt Jäger mit Wildschwein«), sondern vor allem um bewaffnete Beziehungstaten (»Jäger erschießt Ehefrau«, »Jäger erschießt Lebensgefährtin und sich«, »Ex-Frau erschossen«, »Jäger erschießt Nebenbuhler und sich selbst«, »Bewaffneter Streit in Jägerfamilie«) handelt. Vor dem Hintergrund einer ganzen Reihe von Jagdunfällen und Straftaten mit Jägerwaffen sowie der bewaffneten Gefährdung Unbeteiligter fordert die Initiative zur Abschaffung der Jagd die sofortige Abschaffung der Hobbyjagd.

Bei nicht-tödlichen Jagdunfällen und Straftaten mit Jägerwaffen nehmen neben klassischen Jagdunfällen (»Jäger schießt Jäger auf Fuchsjagd an«, »Jäger schießt sich ins Bein«) vor allem Berichte über die Gefährdung Unbeteiligter erschreckend zu. Meldungen wie »Schüsse am Spazierweg«, »Bewaffneter Jäger im Schwimmbad«, »Junge gerät in Fuchsfalle«, »Nachbar angeschossen« schlugen große Wellen in der Öffentlichkeit.

Bild: Eilert Voß

Gerade bei Erntejagden (mehrere Jäger umstellen ein Feld, um während der Ernte auf fliehende Tiere zu schießen) sowie bei Treib- und Drückjagden häuften sich Autounfälle durch vor Jägern fliehenden Tieren, außerdem kam es zu gefährlichen Einschüsse in Häuser und Autos: »Auto während Treibjagd beschossen«, »Treibjagd - Autofahrerin lebensgefährlich verletzt«, »Kugel schlägt in Werkstatt ein«, »Wildschweinjagd: Schuss auf Terrasse«, »Wildschweinjagd: Einschussloch in Haus«.

Jährlich werden den Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften über 800 Jagdunfälle (andere Quellen sprechen von bis 1600) gemeldet. Tödliche Beziehungsdramen mit Jagdwaffen (Jäger erschießt Frau oder Nachbarn) gelten nicht als Jagdunfall, sondern als Straftat. Weder der Jagdverband noch staatliche Behörden noch das statistische Bundesamt führen Statistiken über Tote und Verletzte durch Jagd und Jägerwaffen. Jäger zählen nur die »Strecke« der getöteten Tiere, nicht aber die menschlichen Opfer ihres blutigen Hobbys.

Tote durch Jäger und Jägerwaffen

Die Meldungen, die Sie im Folgenden lesen, wurden aufgrund von vorliegenden Presseberichten erstellt. Dies kann sicherlich einerseits zu Fehlerquellen führen, andererseits niemals alle Fälle erfassen kann. Die Aufstellung erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist vermutlich nur die Spitze des Eisbergs. Die Dunkelziffer liegt sicherlich höher. Denn gerade bei Familientragödien („Ehefrau erschossen“) wird selten bekannt, woher der Täter die Schusswaffe hatte, ob er also Jäger oder Schütze war.

4.1.16: Jäger erschießt versehendlich Tochter (1 Tote)
Ein 52-jähriger Jäger hat im baden-württembergischen Hohenlohekreis aus Versehen seine 16-jährige Tochter erschossen. Die berichtet die Süddeutsche Zeitung am 4.1.2016. Demnach hatte der Jäger am Neujahrsabend zu Hause mit seiner doppelläufigen Schrotflinte hantiert, als sich mindestens ein Schuss löste und die Tochter tödlich traf. Den Ermittlungen zufolge sei der Jäger legal im Besitz der Schrotflinte gewesen.

9.2.16 Jäger erschießt Nebenbuhler und sich selbst (2 Tote)
Ein Beziehungsdrama mit Jäger endete mit zwei Toten: „Jäger erschießt Freund ...und dann sich selbst“, titelt BILD am 9.2.2016. Demnach hat ein Jäger im niedersächsischen Laatzen den neuen Partner seiner Ex-Freundin erschossen. Die Polizei findet die Leiche des Nebenbuhlers im Keller. Weil der Jäger mehrere Waffen besitzt, leitet die Polizei eine Großfahndung mit Hubschrauber ein. Der Jäger wird schließlich tot im Wald gefunden – er hat sich selbst erschossen.

5.4.16: Jäger erschießt Lebensgefährtin und sich (2 Tote)
Bluttat in Esslingen: Ein 47-jähriger Jäger hat seine 38-jährige Lebensgefährtin und dann sich selbst erschossen. Der Sohn der 38-jährigen fand die beiden Toten in der Wohnung seiner Mutter, als er heim kam. Dies meldet FOCUS online am 15.4.2016.

27.4.16: Jäger erschießt jugendlichen Einbrecher (1 Toter)
Ein Jäger hat einen 18-jährigen Einbrecher erschossen. Die Westdeutsche Allgemeine berichtet am 27.4.2016, der Jugendliche sei durch einen Kopfschuss zunächst lebensgefährlich verletzt und wenig später seinen Verletzungen erlegen. Die Staatsanwaltschaft Hagen und die Mordkommission ermitteln.

16.5.16: Jäger erschießt Ehefrau (1 Tote)
Ein 75-jähriger Jäger hat in Metelen offenbar seine 69-jährige Ehefrau mit Kopfschuss in der Küche erschossen. Anschließend versuchte er sich selbst mit einem Kopfschuss das Leben zu nehmen und verletzte sich dabei lebensgefährlich. Dies meldet die Polizei Münster am 16.5.2016. „Die Vermutungen gehen auf einen Streit im privaten Bereich zurück“, berichtet das Regionalmagazin klick.news. „Als Jäger hatte der Mann in seinem Haus Waffen gelagert.“

1.7.2016: Ex-Frau erschossen (1 Tote)
Ein 60-jähriger Angler und offenbar auch Jäger hat seine Ex-Frau erschossen. Anschließend habe er bei der Polizei angerufen: „Ich habe gerade meine Ex-Frau erschossen“. Dies berichtet BILD am 1.7.2016. Laut BILD ging es ums Geld.

7.7.16 Bewaffneter Familienstreit - Polizei erschießt Jäger (1 Toter)
Bei einem Streit in einer Jägerfamilie in Sachsen-Anhalt musste das SEK anrücken. Dies meldet SPIEGEL online am 7.7.2016. Als die Beamten eingriffen, sei es zu mehreren Schüssen gekommen. Dabei wurde ein 31-jähriger Jäger tödlich getroffen.

20.9.16: Ex-Frau mit Schrotflinte erschossen (1 Tote)
In Bielefeld hat ein 53-jähriger Mann seine 41-jährige Ex-Frau vor ihrem Wohnhaus erschossen - durch die geschlossene Autoscheibe mit einer Schrotflinte erschossen. Dies meldet die Neue Osnabrücker Zeitung am 20.9.2016. Demnach trafen zwei Schüsse aus der Schrotflinte das Opfer in den Brustbereich, was tödliche Verletzungen verursachte.

23.10.16: 84-Jähriger erschießt Ehefrau und sich (2 Tote)
Im Landkreis Weilheim-Schongau hat ein 84-jähriger Mann erst seine 83-jährige Frau und dann sich selbst erschossen. Dies berichtet die Augsburger Allgemeine am 23.10.2016. Ob der Mann Jäger war bzw. woher er die Schusswaffe hat, wurde nicht bekannt gegeben.

26.11.16: 48-Jähriger erschießt seine Ehefrau (1 Tote)
Ein 48-Jähriger hat seine 36-jährige Ehefrau erschossen. Dies berichtet der WDR am 26.11.2016. „Passanten hatten die Tote im Kölner Stadtteil Weiden auf einem Weg nahe einer Sportanlage gefunden“, so der WDR. Der Mann wurde festgenommen und hat ein Geständnis abgelegt. Ob der 48-Jährige Jäger oder Sportschütze ist, wurde nicht bekannt.


Weitere Meldungen zu Jagdunfällen und Straftaten mit Jägerwaffen finden Sie hier

30.12.2016

Silvesterknallerei im Nationalpark Wattenmeer - stehen Wirtschaftsinteressen über dem Gesetz?


Es ist mal wieder soweit:  Im und am „Weltnaturerbe“ Wattenmeer – der ganz nebenbei ein Nationalpark und EU-Vogelschutzgebiet ist – wird es zu Silvester wieder rund gehen. Böller und Raketen werden die hier rastenden Zugvögel in Panik versetzen und weiträumig vertreiben. Das ist eigentlich verboten, wird aber von der Tourismusindustrie gefördert.

In Norddeich z.B. ruft die Kurverwaltung zusammen mit dem aus öffentlichen Geldern finanzierten NDR (Radiosender NDR2) zu einer „Silvesterparty am Strand“ auf. Verantwortlich für das Spektakel ist u.a. der erst seit wenigen Jahren amtierende und „zugereiste“ Kurdirektor Armin Korok, der offensichtlich wenig vertraut ist mit dem angrenzenden Großschutzgebiet Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, das er vermarktet. Aber der innovative Tourismusmacher wurde von der Nationalparkverwaltung schon geadelt:  Am 07. März 2016 wurde der Kurbetrieb Norddeich mit dem Kurdirektor Armin Korok mit dem gerahmten Papierorden „Nationalparkpartner“ bedacht („besonders umweltfreundlich und nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen“), eine Realsatire!

Eine Strafanzeige des Wattenrates gegen diese lautstarke Veranstaltung direkt am Nationalpark verlief im Sande. Der Auricher Staatsanwalt und Kommunalpolitiker Johann Boelsen (SPD)  stellte das Verfahren ein, Begründung: Es sei nicht möglich festzustellen, dass sich zum Zeitpunkt der Veranstaltung streng geschützte Tiere dort aufgehalten hätten. Sicher ist das leicht festzustellen, ein Blick durch das Fernglas reicht aus. Alle Vögel des Wattenmeers gehören zu den besonders- oder streng geschützten Arten. Wofür wurde denn u.a. dieser Nationalpark eingerichtet?

Nonnengänse am verschneiten Emsdeich - Foto (C): Eilert Voß

Auch der Landkreis Aurich als Untere Naturschutzbehörde konnte keine Verstöße erkennen. Neben dem Blick in das Fernglas ist der zusätzliche Blick in das Bundesnaturschutzgesetz hilfreich: Für solche lärmintensiven Veranstaltungen ist eigentlich eine vorherige Verträglichkeitsprüfung vorzunehmen, die aber selbstverständlich nicht vorliegt.

Auch dem Landkreis Aurich liegen umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen zu dem enormen Stress und den panikauslösenden Auswirkungen von Böllern und Raketen auf wildlebende Vögel vor, sie werden ignoriert in diesen „postfaktischen“ Zeiten. Man kann davon ausgehen, dass auch hier der ostfriesische Klüngel prächtig funktioniert. Dann war da noch die Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven, die auch in diesem Jahr in der Presse – wieder einmal vergeblich – appelliert, auf Feuerwerke und Böller im und am Nationalpark zu verzichten.

Silvester 2016 wird das Hochwasser (landläufig „Flut“) an der Küste nachts auflaufen und seinen Höchststand in Norddeich um 00.22 Uhr erreichen. Dann werden die Rastvögel des Wattenmeeres mit dem auflaufenden Wasser ihre Rastplätze auch in der Nähe des Strandspektakels aufsuchen, genau zu der Zeit, wo die Böller und Raketen gezündet und so von dort vertrieben werden, wie an anderen Küstenbadeorten auch.

Viel weiter ist man schon auf der Insel Spiekeroog, dort ist das Böllern ganzjährig untersagt, ein Alleinstellungsmerkmal an der ostfriesischen Küste!

Mehr zu diesem Thema: Dornumersiel: Silvesterböller im Nationalpark Wattenmeer

27.12.2016

Wirkliche Tierfreunde verzichten auf Böller und Feuerwerk

Für viele Wildtiere, Hunde und Katzen geht schlichtweg die Welt unter,  für Vögel wird der Silvesterhimmel zum Inferno.



Böller und Feuerwerk können:
- Panisches Flüchten mit lebensbedrohlichen Folgen bei allen Tierarten auslösen
- Rauchschwaden mit Metallsalzen freisetzen, die bei Vögeln zum Tode führen
- Erheblichen Stress für Tiere in Zoos und Wildparks darstellen
- Angststörungen bei Pferden, Hunden und Katzen verursachen

Bitte planen Sie eine von Tierleid freie Feier und geben Sie diese Information weiter.

Spenden statt Böller

22.12.2016

Die Sparkasse verdoppelt Ihre Spende

Unsere Projekte "Marderhilfsnetz" und "Tier-Oase Stefanshof" nehmen an der Aktion "Gut für die Region Landshut" teil. Im Rahmen dieses sozialen Projektes unterstützt die Sparkasse Landshut teilnehmende Vereine aus der Region, indem sie jede Einzelspende bis 200 Euro solange verdoppelt, bis der Topf von insgesamt 10.000 Euro ausgeschöpft ist. ... erfahrungsgemäß geht das ganz rasch.

Die Verdoppelungsaktion ist bereits abgelaufen, "einfach" spenden geht auch weiterhin.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!


15.12.2016

Luxemburg: Fuchsjagdverbot um ein weiteres Jahr verlängert


Die Regierung von Luxemburg hat das seit 2015 bestehende Verbot der Fuchsjagd um ein weiteres Jahr verlängert. Dies meldet das Luxemburger Wort am 14.12.2016.
Laut Camille Gira, Staatssekretär im Nachhaltigkeitsministerium, gebe es keine Gründe, die bestehende Regelung abzuändern. "Ich bin zufrieden mit dem Umstand, dass auch Landwirte und Jäger keine größeren Probleme mehr mit dem Verbot haben", so Gira.

Der kleine Staat kann damit als großes Vorbild für Europa dienen: Statt sich einseitig den Abschussinteressen der Jägerlobby unterzuordnen, setzt die luxemburgische Regierung darauf, Belange von Natur- und Tierschutz bei der Jagdgesetzgebung angemessener zu berücksichtigen. Die Botschaft: Auch Wildtiere brauchen Schutz vor ungerechtfertigten Nachstellungen.

Bild: Frecherfuchs.de

Als das Fuchsjagdverbot 2015 zum ersten Mal verkündet wurde, malte der Luxemburgische Jagdverband in öffentlichen Stellungnahmen Schreckensszenarien ausufernder Fuchsbestände und um sich greifender Wildseuchen an die Wand. Dies ist alles nicht eingetreten.

In Luxemburg wurden 2016 um die 150 tote Füchse, die am Straßenrand aufgesammelt wurden, auf eventuelle Krankheiten untersucht. Bei nur einem Drittel konnte eine Infizierung mit dem Fuchsbandwurm festgestellt werden. Das wäre absolute europäische Norm, so Staatssekretär Gira. Tollwutinfektionen konnten keine gefunden werden. 

Ein Blick auf langjährig fuchsjagdfreie Gebiete zeigt, dass das Jagdverbot auch weiterhin keineswegs das ökologische Gleichgewicht aus den Angeln hebt. Ob in den Dünengebieten Nordhollands, dem jagdfreien Schweizer Kanton Genf, Nationalparks wie Berchtesgaden und Bayerischer Wald oder fuchsjagdfreien Großrevieren in ganz Europa: Überall dort hat weder eine Massenvermehrung von Füchsen stattgefunden noch hat die Häufigkeit von Wildseuchen zugenommen. Es gibt daher auch keinen Anlass zu der Annahme, dass die Situation in Luxemburg sich in den nächsten Jahren anders entwickeln wird.


20.11.2016

Das Wild leidet still und verludert in der Dickung

In diesen Wochen haben bereits wieder viele Drückjagden in Deutschland stattgefunden.  Das sind meist revierübergreifende Bewegungsjagden, bei welchen oft Dutzende von Treibern mit Ihren Hunden lautstark und mit Knüppeln bewaffnet durch den Wald ziehen und Wildtiere aus ihren Ruhezonen aufscheuchen, um sie den wartenden Jägern vor die Gewehre zu „drücken“. Drückjagden werden nicht selten in Regimentsstärke durchgeführt, um Wildschweine, Rehe oder Hirsche zu jagen.

Lesen Sie im Folgenden Zitate von Jägern und Tierärzten über diese Form der Jagd:

Nachrichten der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT), Arbeitskreis 6 Wildtiere und Jagd, 02/2011: 
"Ist das Wild in Bewegung sind tödliche Treffer viel schwieriger als bei stehendem Wild anzubringen. … So wurde bei Drückjagden auf Schwarzwild (Anm. Red.: Wildschweine) in Hessen nur etwa ein Drittel mit Blattschuss erlegt, der Rest der Strecke wies Waidwund-, Keulen- oder Laufschüsse auf (Anm. Red.: Bauchschüsse, Rückenverletzungen, Schüsse in Gliedmaßen u.a.). Rehwild wies bei etwa 30 % der männlichen und 60 % der weiblichen Tiere Bauchschüsse auf (Krug, unveröffentlicht)."

"Flüchtendes Rehwild kann aufgrund der arttypischen Bogensprünge nicht sicher getroffen werden." 

"Der Einsatz von Hunden kann zu starker Beunruhigung vieler Wildarten führen. Besonders tierschutzrelevant ist, wenn Hunde gesundes Wild angreifen."

„Störung des Schalenwilds (Anm. Red.:  Rehe, Wildschweine, Hirsche u.a.) im Winter … führen zu energiezehrenden Fluchten und verschlechtern die Energiebilanz im Körper. Dies hat zur Folge, dass die fehlende Energie durch Schäle und Verbiss im Wald ausgeglichen werden muss. Stressende Jagden nach der Umstellung der Verdauung im Januar bewirken daher trotz Wildverminderung drastisch steigende Schäden am Wald …"

"Bei der Durchführung von Bewegungsjagden im Hochwinter ist die Gefahr, eine Bache, die bereits gefrischt hat …  zu erlegen, erhöht. Darüber hinaus kann das Wild aus Zeitmangel oft nicht sicher angesprochen werden, denn realistischer Weise muss die Entscheidung zum Schuss schnell fallen (Anm. Red.: ansprechen bedeutet: der Jäger muss sich vor dem Schuss zunächst über die Tierart, das Geschlecht, das Alter, den Zustand des Tieres sicher sein). Auch durch das langhaarige Winterfell (Schwarte) … und die Witterungs- und Vegetationsbedingungen … wird das sichere Ansprechen erschwert, z.B. das Gesäuge der Bache zu erkennen. Außerdem besteht die Gefahr, Bachen von ihrem unselbständigen Nachwuchs zu trennen. Das kann zum Erfrieren der Frischlinge innerhalb weniger Stunden führen."
+++
Bild: Sanny Schulz
Wild und Hund 1/2010, Chefredakteur Heiko Hornung unter der Überschrift „Totmacher“ über revierübergreifende Bewegungsjagden:
•   Ist das noch Jagd oder geht es hier um Schädlingsbekämpfung?
•   Sauberes Ansprechen (Anm. siehe oben): Fehlanzeige
•   Der beschossene Fuchs …. Nachgesucht wird er eh nicht.
•   Hauptsache totgemacht.
•   Das Wild leidet still und verludert in der Dickung.
•   Jagd wird zum Schieß-„Event“.
+++

Karl-Heinz Kuckelkorn, Pressesprecher der Kreisjägerschaft, Jagdberater der Städteregion und Ausbilder angehender Waidmänner in Az-web.de am 21.10.2010:

"Aus Gründen des Tierschutzes sei diese Art der Bejagung «mehr als bedenklich».
Dort (Anm. Red.: in privaten Jagdrevieren) werde das Wild «beunruhigt» und in Richtung der Schützen getrieben. An ihnen vorbei flüchten die Tiere wie in Panik. Es fallen viele Schüsse, doch längst nicht jeder Schuss ist ein finaler. Etliche Tiere werden nur verletzt und verenden später qualvoll irgendwo im Dickicht, es werden ihnen Gliedmaßen abgeschossen oder sie laufen nur mehr verkrüppelt herum, weiß Kuckelkorn aus langjähriger Erfahrung.

Hinzu komme die Gefahr, eines oder mehrere Leittiere zu töten, ein Verlust, der Struktur und Rangordnung eines Rudels über den Haufen wirft. «Wenn die Tiere an mir vorbei rennen, kann ich nicht erkennen, welches ein Leittier ist und welches nicht.»

Das Risiko, ein Tier bei einer Drückjagd nur zu verletzen, sei sehr hoch. Ein solches Risiko müsse niemand eingehen. Werden Wildtiere beunruhigt und fliehen, ist ihr Adrenalinausstoß so groß, dass die Qualität des Fleisches gemindert wird."
+++
Jagdopfer
Jagdpächter Kerbl wehrte sich gegen eine Drückjagd, denn laut Aussage eines Wildbrethändlers aus dem Altöttinger Bereich blieben zwar bei einer Drückjagd im Landkreis Altötting, durchgeführt vom Staatsforst, 98 Rehe auf der Strecke, aber nur 40 wurden waidmännisch geschossen.
+++

Im Südkurier vom 30.12.2011 schreibt ein langjähriger Jäger:
In dem kleinen Revier mit circa 150 Hektar hat das von Jagdhunden gejagte Rehwild bei einer dicht platzierten Schützenkette kaum noch Chancen, unbeschossen durchzukommen. Es ist für den Jäger schwierig, in Sekunden zu erkennen (ansprechen), ob es sich um eine Geiß, oder ein Schmalreh (1,5 Jahre) oder um einen abgeworfenen Rehbock (Rehbock ohne Gehörn) oder um Rehkitze handelt. Daher kommt es vor, dass Fehlschüsse getätigt werden. Ein gezielter, schnell tödlicher Schuss, was des Jägers Pflicht sein soll, ist daher nicht immer möglich. Abgegebene Schüsse in Keulen, Läufe oder Weichteile bleiben nicht aus, das Rehwild erleidet dadurch erhebliche Schmerzen.
+++

Lesen Sie auch: Die Totmacher vom Westerberg

01.11.2016

Grundstück jagdfrei - sieben Jahre vor Ablauf des Pachtvertrages

Warendorf, Oktober 2016. »Endlich geschafft – unser rund 17.100 m² umfassendes Grundstück im Münsterland wird zum 01.04.2017 jagdfrei!«, freut sich Dipl.-Ing. Dirk L. Im Bereits im Dezember 2014 hatten der Landschaftsarchitekt und seine Frau aus ethischen Gründen einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihres Grundstücks bei der Unteren Jagdbehörde des Kreises Warendorf gestellt. Es folgte ein langer und steiniger Weg und eine Klage vor dem Verwaltungsgericht. Schließlich entschied das Verwaltungsgericht Münster: Das 1,7 ha große Grundstück wird ab 01.04.2017 offiziell jagdfrei.
Verwaltungsgericht entscheidet  für die jagdliche Befriedung - gegen den Ablauf des Pachtvertrages für das Jagdrevier

Landschaftsarchitekt Dirk L. berichtet: »Seit fast 9 Jahren wohnen wir nun schon mit unserer inzwischen 8-jährigen Tochter auf unserem kleinen, zuvor durchsanierten ‚Kotten’ im Außenbereich von Oelde, zusammen mit unseren 4 Pferden, 3 (kastrierten) Katzen und unserem Hund. Wir als Naturschützer haben uns sehr gefreut, dass wir durch unsere Hilfsmaßnahmen bald auch geschützte und gefährdete Arten wie Steinkauz, Schleiereule, Turmfalke, Feldsperling, Zwergfledermaus – um nur einige zu nennen – auf unserem Grund und Boden ansiedeln konnten.«

Tierfreunde wollen Jagd in ihrem Biotop nicht dulden
Bald musste die Familie erleben, wie sich Jäger in ihrem Biotop einfanden. Als Tier- und Naturfreunde war dies für sie unerträglich: »Wir sehen die bei uns praktizierten herbstlichen Niederwild-Treibjagden auf Feldhase, Wildkaninchen und Jagdfasan als völlig sinnlosen, ethisch unerträglichen ‚Massenmord’ an: Feldhase und Kaninchen stehen in Nordrhein-Westfalen auf der Vorwarnliste; der Jagdfasan ist vor Jahrhunderten – wie der Name schon sagt – zu rein jagdlichen Zwecken eingeführt worden – ohne ‚Hegemaßnahmen’ durch die Jägerschaft könnte er bei uns nicht überleben. Es fehlt also jeglicher vernünftige Grund, diese drei bei uns regelmäßig vorkommenden Niederwildarten zu töten.«

»Nie werden wir den Schrotregen vergessen«
Hinzu kam die Gefährdung der Tiere auf dem Hof sowie die Gefahr für Leib und Leben der Familie: »Nie werden wir den Schrotregen vergessen, der etwa im Jahr 2009 auf uns niederging und vor allem die im Paddock eingesperrten Pferde sowie unseren Hund in Panik versetzte. Die Jagd auf unserem Grundstück stellt in unseren Augen eine unzumutbare Belastung dar, da sie in keiner Weise dem Wohl der Allgemeinheit dient, sondern ausschließlich dem zweifelhaften Privatvergnügen der Jäger!«

Dem Antrag auf jagdrechtliche Befriedung wollte die Jagdbehörde erst mit Ablauf des Jagdpachtvertrags 2014 stattgeben
Im Dezember 2014 stellte das Ehepaar einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung bei der Unteren Jagdbehörde des Kreises Warendorf.

»Einen ersten Befriedungsbescheid haben wir dann tatsächlich im Juni 2015 erhalten – das neue Jagdjahr war leider schon angefangen – ein Schelm, der Böses dabei denkt. Der Haken dabei: Die Befriedung sollte erst zum 01.04.2024, dem Ende des aktuellen Pachtvertrages, in Kraft treten! Das war und ist für uns nicht nachvollziehbar, denn ethische Bedenken sind selbstverständlich nicht aussetzbar, schon gar nicht 9 Jahre lang! Da dieses Vorgehen der Jagdbehörden aber insbesondere in konservativ geprägten Regionen leider gängige Praxis ist, haben wir im Juli 2015 beim Verwaltungsgericht Münster dagegen geklagt – letztlich mit Erfolg!«

Ende März 2016 - es war fast schon ein weiteres Jagdjahr vergangen – kam es nach einem mühsamen Schriftwechsel in Form von Stellungnahmen seitens der Unteren Jagdbehörde und der Familie L. uns zu einer Anhörung vor Gericht, in der beide Seiten noch einmal ihre Argumente vortragen konnten. Anschließend wurde die Klage von beiden Seiten dem Gericht ohne weitere Verhandlung zur Entscheidung übergeben.

Auf Drängen der Unteren Jagdbehörde wegen weiterer ähnlich gelagerter Anträge im Kreis Warendorf hat das Gericht im August 2016 dann zu Gunsten der Grundstückseigentümer entschieden und die Untere Jagdbehörde verpflichtet, die Befriedung zum nächstmöglichen Zeitpunkt, nämlich dem 01.04.2017 (Beginn des neuen Jagdjahres) zu erteilen (Aktenzeichen 1 K 1607/15).

»Wir hoffen, dass das Urteil ein bisschen etwas bewegen kann in Deutschland, denn wir haben die üble Praxis "Befriedung grundsätzlich erst zum Ende des Pachtvertrages" kippen können«, erklärt der Landschaftsarchitekt. »Wir konnten während des ganzen Verfahrens übrigens auf einen Rechtsbeistand verzichten, da wir so viele wertvolle Tipps von Gleichgesinnten bekommen haben, wofür wir uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken möchten!«

24.10.2016

In Hessen endet der Tierschutz bei Waschbär und Nutria

Mit Erschrecken lesen wir den nachfolgenden Hinweis auf der Webseite des Umweltministeriums Hessen zum Umgang mit in Not befindlichen Säugetieren, die auf der EU-Liste der sogenannten „invasiven Arten“ stehen:

„Ebenso wie z.B. bei Mäusen oder Ratten besteht bei wildlebenden gelisteten Tierarten keine Veranlassung, hilflose oder verletzte Tiere aufzunehmen oder zu pflegen.“ (hier nachzulesen).

Umweltministerium Hessen: "Keine Veranlassung hilflose oder verletzte Tiere aufzunehmen oder zu pflegen"
Bild: Harald Deischinger, Flickr, Creative Commons


Zu den in Hessen vorkommenden gelisteten Säugetieren gehören seit kurzem u.a. Waschbär und Nutria (Biberratte). Auf Deutsch gibt Umweltministerin Priska Hinz, Die Grünen, damit die Empfehlung an die Bürger des Landes, unter Missachtung des geltenden deutschen Tierschutzrechts notleidenden Tiere, die europäische Beamte in Brüssel zum Teil auf den Druck deutscher und europäischer Jagdverbände auf die Liste invasiver Arten geschrieben haben, keine Hilfestellung zu leisten. Das ist ein Skandal!

Das ist auch deshalb ein Skandal, weil die EU-Verordnung, auf welche sich das Umweltministerium bezieht, eindeutig klarstellt, dass dem Tierschutz gebührend Rechnung zu tragen ist. Frau Hinz setzt sich damit unseres Erachtens über deutsches und europäisches Recht hinweg.

Wir haben das Ministerium aufgefordert, den oben zitierten „Hinweis“ auf der Webseite unverzüglich zu löschen und uns die Rechtsgrundlage für diese Empfehlung zu erörtern.

Weitere Informationen zu diesem Thema auf der Seite des Vereins „Schutz der Waschbären e.V.“






05.08.2016

Jagd ist ein ständiger, schwerer Eingriff in das Gleichgewicht der Natur

Leserbrief von Ulrich Dittmann als Reaktion auf einen Artikel in der RP

Ja, es ist schon schlimm, welch üble Fehler der liebe Gott bei seiner Schöpfung gemacht hat und neben bösartigem, konkurrierenden "Raubzeug", wie Füchsen, streunenden Hunden, und Katzen, Grünzeug äsendem Rehwild, gar auch wühlende Wildschweine und andere störende Tiere schuf.

All dieses Versagen muss die edle "Dornen"-Krone der Schöpfung im grünen Rock nun mühsam mit Fallen, Schießeisen und über 1500 Tonnen Blei und Eisen jährlich ausbügeln.

Klartext: Jagd ist Krieg gegen die Natur. Nichts anderes. Das edle Angebot des meisterlichen Revierjägers B. mit Jagdgegnern zu diskutieren, ist ähnlich zielführend, analog Diskussionen von einzelnen Kriegsfreunden mit Kriegsgegnern. Es wäre Zeitverschwendung, da notwendige, gesetzgeberische Entscheidungen nur auf politischer Ebene getroffen werden können – tja, und viele Politiker sind eben Jäger.

Laut Rheinischer Post werden Füchse in Dormagen zur Plage - die tatsächliche Plage aber ist die unkritische Jagdpropaganda vieler Zeitungsredaktionen
Bild: Thorsten Emberger
Zu dem gebetsmühlenartigen Beteuerungen der grünen Lodenträger "Jagd ist gelebter Artenschutz" nur zwei Feststellungen:

Der anerkannte Biologe Prof. Dr. Josef Reichholf kam bei seinen Forschungen zu dem Ergebnis, dass die Jagd - nach der industriellen Landwirtschaft - der "Artenfeind Nr.2"(!) ist.

Und - "Wir jagen, weil es uns Freude macht, und was wir Hege nennen, ist blanker Eigennutz, gelegentlich Fressneid. Wir wollen den Habicht nicht fangen, weil uns die armen Fasanen leidtun, weil wir ihnen das ewige Leben wünschen. Wir wollen Habicht, Wiesel, Fuchs und Co. nur ans Leder, weil wir deren Beuteanteile selbst schlagen und kröpfen wollen." - so Bruno Hespeler, Jagdautor, in "Raubwild heute".

Jagd ist ein ständiger, schwerer Eingriff in das Gleichgewicht der Natur - ein die Umwelt schädigendes, schlimmes Überbleibsel unbewältigter Neandertal-Mentalität. Der seinen Killerinstinkt mittlerweile beherrschende Normalbürger steht verständnislos vor dieser mit viel Brimborium verbrämten Lust am Töten.

Die Evolution hat die Natur über Millionen Jahre hinweg befähigt, eigene Regelmechanismen für das Gleichgewicht in Tier- und Pflanzenwelt zu entwickeln. Der Wildbestand reguliert sich auch heute ohne Jagd auf normale Populationsgrößen ein. Das zeigen Nationalparks.

Der ganzen üblen Problematik des Jagdgeschehens wäre mittelfristig wohl nur durch die Einführung von Berufsjägern zu begegnen, damit die Jagd nicht weiter als Geschäftemacherei, Hobby und zum Lustgewinn betrieben wird.



21.07.2016

Zur Jagd auf Rabenvögel - nicht nur in Niedersachsen

Von Johann Beuke als Kommentar auf die Rückweisung eines Antrags des NABU, die Genehmigung zu Sonderanträgen zur Jagd außerhalb der Schonzeit zurückzunehmen

In Fallen gefangen, anschließend mit der Hand, den Schuhen oder dem Rundholz getötet. Von unten mit Schrot in das Nest mit der brütenden Krähe samt Eiern oder Jungvögeln geschossen. Mit vergifteten Eiern getötet oder früh morgens von ihren Schlafpläten aus den Bäumen geschossen.

Bild: Michael Lamberti, Flickr Creative Commons


Die Art der Bejagung von Krähen durch konservative Jäger war schon immer sehr vielfältig und brutal. Bis zu ihrer Unterschutzstellung im Jahre 1987 waren diese Praktiken der Bejagung von Krähen aus Sicht der konservativen Jägerschaft zeitgemäß. Den ab 1987 gesetzlich geregelten Schutz für Rabenvögel konnte die Jägerschaft nur schwer ertragen und so erfand man dann den angeblich schädlichen Einfluss der Rabenvögel auf Bodenbrüter und Landwirtschaft. Die sinkflugartig abnehmenden Bodenbrüterbestände hatten jedoch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen: mit der intensiven Landwirtschaft und dem Flächenfraß durch Bebauung. Trotzdem gelang es der Jägerschaft, neben den Füchsen auch den Rabenvögeln den „schwarzen Peter“ zuzuschieben.

Im Jahr 2002 hatte die konservative Jägerschaft es endlich geschafft und die Rabenkrähen und Elstern bekamen wieder eine Jagdzeit von sieben Monaten. Das reichte den Jägern aber immer noch nicht und so wollen sie auch während der Aufzuch auf diese intelligenten Tiere schießen. Mit angeblichen und nicht nachgewiesenen Schäden in der Landwirtschaft stellen sie Ausnahmeanträge, die vom Landkreis dann auch gerne genehmigt werden.

Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Meyer (Die Grünen), hatte den Naturschutzverbänden versprochen, ein an ökologischen Gesichtspunkten ausgerichtetes Jagdgesetz zu schaffen und dabei auch den sinnlosen Tod tausender Rabenvögel zu verhindern. Auch der Ökologische Jagdverein Niedersachsen Bremen trat für eine Schonzeit der Rabenvögel ein. Leider ist Minister Meyer aber vor der massiven Lobby der konservativen Jagdverbände und auch vor seinem Koalitionspartner SPD, der auf Seiten der konservativen Jäger steht, eingeknickt und wird das jetztige Landesjagdgesetz nicht mehr novellieren. So ist durch das Versagen der derzeitigen Landesregierung es weiterhin möglich, dass Freizeitjäger im Donnerhall ihrer Schrotflinten `zigtausende dieser intelligenten Tiere vom Himmel ballern können.




16.07.2016

Gegen die Aufnahme des Waschbären in die EU-Liste der invasiven Arten


Mensch vs. Waschbär – wer ist invasiv?
Laut Biodiversitäts-Konvention von Rio ist eine Art dann invasiv, wenn sie eine ökonomische, gesundheitliche oder ökologische Gefahr in ihrem Lebensraum darstellt.

Ökonomie Waschbär:
Waschbären können lokale Ernteverluste durch Fraßschäden verursachen. In Städten können kostspielige Schäden an einzelnen Immobilien entstehen.

Ökonomie Mensch:
Abgesehen davon, dass der Mensch der Allesfresser ist, ob Hase, Hühner, Schweine, Rinder, Hunde, Katzen, Singvögel, Affen und mitunter sogar sich selber- ist er im höchsten Maße für den verschwenderischen Verlust der Erdressourcen durch die Fleischherstellung verantwortlich.
Mensch und wirtschaftliche Schäden: Gier, Korruption, Kriminalität, Ausbeutung…mehr muss man dazu nicht sagen.

Wohl auf das Drängen der Jagdorganisationen hin wurde der Waschbär zur "invasiven Art" deklariert
Bild: www.andersfotografiert.com 

Epidemiologie Waschbär:
Der Waschbär tritt als Krankheitsüberträger extrem selten in Erscheinung. Die einzig bekannte Zoonose bildet der Spulwurm.
Tollwut, Fuchsbandwurm und Trichinen spielen keine Rolle.

Epidemiologie Mensch:
Der Mensch verbreitet als unvernünftiger Sexualpartner Aids, Hepatitis und viele andere sehr gefährliche Geschlechtskrankheiten.
Baut biologische Waffen um sich gegenseitig zu zerstören oder konstruiert neue krankmachende Viren um Geld an den zu verkaufenden Impfstoffen zu verdienen.

Ökologie Waschbär:
Diskutiert wird, dass der Waschbär einen negativen Einfluss auf heimische Arten haben könnte. Dazu fehlen aber solide, wissenschaftliche Untersuchungen.
Da eine verbindliche Definition über die Schadensgröße des Waschbären gänzlich fehlt, bleibt eine abschließende Bewertung zur Invasivität des Waschbären schwierig.
Nach bisherigem Wissensstand ist er allerdings als nicht invasive Art einzustufen.

Ökologie Mensch:
– Der Mensch hat negativen Einfluss auf die Umwelt! Klimawandel, Umweltverschmutzung und mangelnden Tierschutz.
– Der Mensch hat Teile der Natur unwiderruflich zerstört, viele Tierarten unwiderruflich ausgerottet!
– Kein anderes Lebewesen auf Erden töte in Massen andere Lebewesen und sich gegenseitig – wie der Mensch! Nur der Mensch tötet um zu töten!

Nach bisherigem Wissensstand in der Mensch als hoch invasiv einzustufen!

Lesen sie auch:

18.06.2016

Wolfsspuren

Ein Spiel für drei bis sechs Spieler/innen ab 12 Jahren

„Wolfsspuren" entführt euch in das Leben eines freilebenden Wolfsrudels. Überleben könnt ihr nur gemeinsam, aber jeder Wolf ist auch eine einzigartige Persönlichkeit mit individuellen Vorlieben und Absichten.

Aber man kann nicht alles tun… immer gilt es abzuschätzen, ob man etwas für das Überleben des Rudels unternimmt, oder ob man seine eigenen Ziele verfolgt.



Die Lebenskraft jedes Wolfs ist begrenzt – wenn ein Wolf verletzt wird, hungern muss oder wenn er sich zu sehr anstrengt, wird er älter. Bis er irgendwann nicht mehr im Rudel mitläuft und stirbt.

„Wolfsspuren" wurde gemeinsam mit Wolfsforschern wie Günter Bloch, Peter Blanché und Erik Ziemen entwickelt, um das Spiel möglichst realitätsnah zu halten. Offensichtlich ist uns das gut gelungen, denn… Menschen, die sich mit Wölfen auskennen, braucht man viele Spielregeln gar nicht zu erklären.

Aber man muss kein Faible für Wölfe haben, um mit Wolfsspuren Spaß zu haben. „Wolfsspuren" ist eine Mischung aus Konkurrenz und Kooperation, die die ganz „normalen" Spieler/innen fasziniert.
Für alle Wolf-Fans finden sich im Anhang der Spielanleitung Erläuterungen zu den Bezügen zwischen Spiel und Realität.

Der reguläre Preis für „Wolfsspuren" liegt zwischen € 22,50 und € 29,50. Über Wildtierschutz Deutschland gibt's das Spiel für nur € 19,50, wenn Sie in die Anmerkungen das Stichwort „Wildtierschutz 19,50" schreiben. Die Versandkosten betragen jeweils € 6,60.

Für jedes verkaufte Spiel erhält Wildtierschutz Deutschland vom Herausgeber des Spiels eine Spende i.H. € 9,50 für die Unterstützung seiner Wildtierauffangstationen.



Online shoppen - online helfen

Unterstützen Sie uns mit
Ihrem Online-Einkauf
ohne Extrakosten