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Suchergebnisse Wildtierschutz Deutschland - Hobbyjagd abschaffen

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  • Massaker im Wald - Krieg gegen Wildtiere

    Ab Oktober beginnt sie wieder, die Zeit der Treib- und Drückjagden. Die Treiber stehen schon in den Startlöchern, mobile Ansitzleitern und Drückjagdböcke werden aufgestellt. „Jäger“ kann es kaum erwarten. Schieß- und Waffenverrückte reisen nicht nur aus den Niederlanden an, um einmal im Jahr Billy the Kid oder Jesse James zu spielen. Aber im Gegensatz zu den Jägern waren die Gunfighter zumindest treffsichere Schützen. Bei Drückjagden werden Wildschweine und Rehe aus ihren Verstecken von den Treibern mit deren Hunden in Richtung der wartenden Schützen getrieben. Bei den Treibjagden laufen Jäger in geschlossenen Ketten über die Felder und scheuchen Feldhasen, Fasanen, Füchse und andere Wildtiere, die sich vor ihnen befinden, auf. Bei solchen Jagden nehmen oft dutzende Jäger teil, bei revierübergreifenden Jagden auch mal mehrere Hundert. Ziel ist es, so viele Tiere wie möglich zu erlegen. Die Treiber treffen sich auf nahegelegenen Parkplätzen, Stöberhunde reisen in großen Anhängern mit bis zu 12 Hunden an, die Jagd kann beginnen. Treiber und Hunde verteilen sich im Wald, lautes Gebrüll, mit Stöcken wird gegen Bäume geschlagen, Hundegebell schallt durch den Wald. Die älteren Tiere wissen bereits, was auf sie zukommt und rennen in Panik davon. Es wird auf fast alles geschossen was flieht, dabei kommt es häufig zu Fehlschüssen. Es gibt Untersuchungen, wonach bis zu 60 Prozent der Tiere im Rahmen von Drückjagden nur angeschossen werden und schwerverletzt ins Unterholz fliehen. Gedärme hängen heraus, die Läufe sind abgeschossen oder im schlimmsten Fall der Kiefer abgeschossen. Diese Tiere leiden furchtbar und verhungern elendig. Jungtiere verlieren ihre Familien, Strukturen werden zerstört. Nicht immer kommt es zu Nachsuchen der verletzten Tiere, die Hunde der Jäger irren teilweise orientierungslos im Wald umher. Alles rennt, auch die Tiere, die nicht auf der Abschussliste stehen. Vögel schrecken in Panik auf und davon. Wildtiere rennen in ihrer Panik auch auf stark befahrene Landstraßen und es kommt zu Verkehrsunfällen. Im Winter befinden sich die Wildtiere im Ruhemodus und fahren ihre Körpertemperatur herunter. Jede Aufregung kann jetzt tödlich sein. Durch die Hetzerei rennen die Tiere von null auf hundert los und fahren ihren Stoffwechsel wieder hoch. Die Schreie der angeschossenen Tiere sind unerträglich und kilometerweit zu hören. Die reinste Tierquälerei. Ein Massaker im Wald. Auch Haustiere sind in Gefahr, in den meisten Bundesländern dürfen sie im Rahmen der Jagd erschossen werden. Spaziergänger mit Hunden oder kleinen Kindern, welche die wenigen, wenn überhaupt vorhandenen Warnschilder nicht sehen, laufen nicht selten Gefahr, von einer Kugel getroffen zu werden. Pferde und Rinder auf Weiden sind ebenso in Gefahr und können von umherfliegenden Kugeln tödlich getroffen werden oder in Panik geraten. Im Eifer der Schlacht, kommt es vor, dass Jäger Pferde oder Ponys mit Wildschweinen verwechseln. Es müsste eine psychologisch-charakterliche Eignungsprüfung geben. Sven Herzog, Forstwissenschaftler, Mediziner und Wildökologe an der Technischen Universität in Dresden, möchte Idiotentests für Jäger einführen. (Gelesen im aktuellen Greenpeace Magazin „Böses Bambi“) Durch den Kugelhagel zerschossen, kann das Wildfleisch auch kaum verwendet werden, landet wenn überhaupt nur noch als Gulasch auf dem Tisch. Ein Großteil der Tiere wird allerdings nicht verwertet, wird im Wald verscharrt, endet als Luder, um damit den Fuchs anzulocken oder landet in Tierkörperbeseitigungsanstalten. Durch das Ausschütten von Stresshormonen wird das Fleisch zäh, es schmeckt bitter. Wildscheine und Rehe stehen ganz oben auf der Abschussliste, aber auch Füchse, Feldhase, Rebhuhn und Fasan. Das Gemetzel in Wald und Flur dauert bis in den Januar hinein, den Tieren wird keine Atempause gegönnt. Und im nächsten Herbst / Winter findet das grausige Treiben erneut statt. Dazu kommen noch die Fuchs- und Raubwildwochen, da schlägt das Jägerherz noch mal ganz hoch, als würde man den Staatsfeind Nr.1 bekämpfen. Die blutige Hobbyjagd gehört endlich abgeschafft mit all ihren Tierquälereien, welche versteckt im Wald unter dem Deckmantel des Artenschutzes und der Absurdität Wald vor Wild abläuft. Die Jagd reißt Familienverbände auseinander, zerstört Sozialstrukturen, treibt das Rehwild mehr und mehr in den Wald hinein, diese fressen in ihrer Not Bäume und junge Triebe an. Sie trauen sich schlicht nicht mehr aus dem Wald um auf Wiesen nach Kräutern und Wurzeln zu suchen. Die Wildtiere sind nicht das Problem, sondern die stetig ansteigende Zahl an Hobbyjägern, welche durch die Parolen der Jagdverbände und einer verblendeten Politik angetrieben werden und in einen blutigen Rausch verfallen. Jahrzehnte lang wurden und werden(!) die Wildtiere praktisch gemästet, zu viel Futter, auch Kraftfutter und Medikamente. Man will schließlich den kapitalen Hirsch mit dem Prachtgeweih, um dieses stolz an seine Wand über den Kamin zu hängen. Immer mehr Menschen hinterfragen den Sinn und Zweck der Jagd, Jäger und Jagdverbände geraten immer mehr unter Druck, ihr Hobby zu rechtfertigen. Fakt ist, dass sich die Freizeitbeschäftigung Jagd weder ökologisch noch mit dem Artenschutz rechtfertigen lässt. Wir fordern ein Ende der Hobbyjagd und werden für dieses Ziel kämpfen. +++ Ein Plädoyer für die Abschaffung der Hobbyjagd

  • Im Einsatz für die Füchse

    Die Bürgerinitiative Pro Fuchs Hessen wurde am 21. März 2020 gegründet. Den ersten Einsatz hatten die Initiatoren bereits am 29. Februar 2020 in Alzenau / Bayern zur Mahnwache "Keine Raubwildwochen in Kahlgrund". Das Bedürfnis sich für Füchse einzusetzen und über die brutalen Jagdmethoden aufzuklären, begann bereits in den Jahren 2015/2016 als ein Gründungsmitglied einen lebenden Fuchs während der Schonzeit aus einer Falle befreite. Auch bei Spaziergängen durch den Wald erlebten die Gründungsmitglieder die Auswüchse der Jagd immer wieder deutlich und hautnah. Daher wurde der Entschluss gefasst, zusammen etwas zu unternehmen und vor allem aufzuklären. Durch gemeinsame ehrenamtliche Tätigkeiten beim Wildtierschutz Deutschland e.V und dem Aktionsbündnis Fuchs, wurde die Bürgerinitiative Pro Fuchs Hessen ins Leben gerufen. Ziel ist eine komplette Abschaffung der Jagd auf Füchse und andere Beutegreifer. Im Jagdjahr 2018/2019 wurden alleine in Hessen 25.334 Füchse getötet. Seit dem 1. April 2020 ist es in Hessen wieder möglich auch Fuchswelpen zu töten. Füchse sind ein wichtiges Glied in der Natur und die Jagd auf Füchse ist ökologischer Unsinn. Die Jagd auf Füchse ist zudem besonders brutal: Der Rotfuchs wird im Rahmen der Ansitzjagd und bei fast allen Treib- oder Drückjagden gejagt. Dazu stellen Jäger ihm mit Fallen nach (Totschlagfallen sind in Hessen noch erlaubt!) oder töten Fuchsfähen samt Nachwuchs besonders brutal während der Aufzuchtzeit im vermeintlich sicheren Fuchsbau. Die Bürgerinitiative Pro Fuchs Hessen betreibt Öffentlichkeitsarbeit, informiert auf Tierheimfesten und Tierschutzfestivals, hält Mahnwachen, schreibt Leserbriefe, informiert über die sozialen Netzwerke und arbeitet eng mit Wildtierschutz Deutschland e.V. zusammen. Pro Fuchs Hessen fährt aber auch ehrenamtliche Touren für Wildtierauffangstationen um verletzte oder verwaiste Wildtiere von einer Station zu anderen zu fahren. Da kommen schon mal gut und gerne 300 Kilometer zusammen. Auch werden verletzte Vögel, Fledermäuse und Eichhörnchen, einmal sogar ein Nutria, erstversorgt und in Wildtierstationen untergebracht. Auch mal ein Storch oder Schwäne, die durch Angelschnüre/Haken verletzt waren, werden eingefangen und von dem Angelunrat befreit. Wer mehr über die Bürgerinitiative Pro Fuchs Hessen erfahren möchte und sich eventuell anschließen will kann auf Facebook mehr erfahren: https://web.facebook.com/ProFuchsHessen/

  • Forum gegen die Jagd

    Die Jagd hat viele grausame Gesichter. Diese reichen von der unsinnigen Jagd auf Füchse und Waschbären über Treib- und Drückjagden bis hin zum Haustierabschuss. Immer mehr Menschen stellen sich öffentlich gegen die brutalen Jagdpraktiken und fordern ein Ende der Hobbyjagd. Aus diesem Grund veranstaltet die Life for Nature Foundation rund um Kay Metzroth, ein Forum gegen die Jagd. Die Veranstaltung findet am 20. September 2020 in der Gaststätte Eigenheim, Astheimer Straße 55 in 65468 Trebur statt. Beginn ist um 10.00 und endet voraussichtlich um 16.00. Inhalte der Veranstaltung sind unter anderem Fakten und Tatsachen zur Jagd, rechtliche Situation, rechtliche Möglichkeiten, Ideenaustausch und Zusammenarbeit. Hierzu wurden diverse Initiativen und Vereine eingeladen. Als Vertreter der Sektion Hessen von Wildtierschutz Deutschland und als Gründer der Bürgerinitiative Pro Fuchs Hessen werden wir an dieser Veranstaltung teilnehmen. Allen Interessierten der Veranstaltung bitten wir auf Grund von Corona sich unter dem nachstehenden Link bei der Life for Nature Foundation anzumelden. Ebenso wird darauf hin gewiesen eine Mund Nasen Bedeckung zutragen und den Mindestabstand einzuhalten. http://www.lifefornature.de/startseite.html

  • Kill for Cash - Offener Brief eines Nachsuchenführers

    Seeben Arjes ist der wohl bekannteste Nachsuchenführer a.D. der Republik. Einen Namen hat er sich auch als einer der schärfsten Kritiker der Hobbyjagd gemacht. Nachfolgend Auszüge aus einem offenen Brief an einen gleichgesinnten Jäger alter Schule, den Berufsjäger a.D. und Wildmeister Dieter Bertram: „Gewiss hat der Zustand der Hobbyjagd mit dem allgemeinen Wer­teverlust der Gesellschaft zu tun. Der Sargnagel ehrbarer Jagd ist aber der Kommerz. Waidwerk war gestern, heute heißt es Kill for Cash. Und Cash bestimmt die Regeln. Der Staat prostituiert seine Hirsche und andere Trophäenträger für Geld. Der Kunde zahlt für einen von Beamten zugehaltenen Rothirsch bis ca. 5.000 Euro und mehr. Bild: Mirko Fuchs So dürfen Sie nicht enttäuscht sein, in der etablierten Jagdpresse keine Mitstreiter gefunden zu haben. Denn auch dort bestimmt Cash die Regeln. Achten sie einmal darauf, welchen Anteil an einem Monatsheft die bezahlte oder versteckte Werbung einnimmt. Und wieviel Produkte beworben werden, die eine anständige Jagd gar nicht braucht. Und wieviel psychologische Energie aufgewendet wird, dem Konsumenten einen Bedarf einzureden, den er und die Jagd gar nicht haben. Die Redaktionen gewöhnen sich schnell an die Werbeeinnahmen, der Verleger verlangt Umsatz und so ein Magazin läuft Gefahr, seine Unabhängigkeit zu verlieren. Schauen Sie außerdem auf den Wandel zwischen einstmals ehrlicher Nahrungsjagd und dem, was eine übersättigte Spaßgesellschaft daraus gemacht hat. Naturgemäße Jagd bedient den Hunger und führt damit automatisch zu Intervallen der Sättigung und Schonung. Jagen als Hobby bedient nicht den Hunger, sondern die Lust. Diese aber wird niemals satt, sie will immer mehr und führt in die Perversion. Der Staat selbst, dessen Jagdnutzungsanweisungen „vorbildliche“ Jagdausübung vorschreiben, hat den Sinneswandel zum Kill for Cash eingeleitet und scheut sich nicht, statt des Fleisches den Kill zum vorrangigen Ziel des Jagens zu machen. Der Staat prostituiert seine Hirsche und andere Trophäenträger für Geld. Der Kunde zahlt für einen von Beamten zugehaltenen Rothirsch bis ca. 5.000 Euro und mehr. Nur für den Kill, nicht für das Fleisch. Der Tötungsakt ist dem Jäger zehnfach mehr wert für das Fleisch, das kaum noch abzusetzen ist. Und wofür werben die Abschusshändler der ganzen Welt? Für Büffel, Bären, Zebras, Elche und viele andere Tiere bis hin zum Krokodil. Aber auch da nicht für deren essbares Fleisch, sondern für den Tötungsakt. Das Totmachen ist das Gold des Jägermarktes, und das Verlangen danach muss im Konsumenten aufrechterhalten werden. Dafür eignen sich die Medien, dafür werden sie u.a. bezahlt. Auch muss die Anzahl der potentiellen Konsumenten stets gesteigert werden (Jagdschulen). Wer sollte sonst den Umsatz bringen und die Messehallen füllen, wenn es nicht mehr Jäger als Jagdgelegenheiten gäbe? … Unsere Gesellschaft hat sich human weiterentwickelt. Sie hat die aktuelle Hobbyjagd bereits zu einer geächteten Randgesellschaft gemacht und wird sie mittelfristig aus Gründen sozialer Hygiene über den Rand hinausgeleiten.“ +++ Lesen Sie auch: Bayern: Keine Achtung vor der Kreatur

  • Naturschutz: Keine Jagd auf Waschbär und Nilgans

    Eine intensive Bejagung der als invasiv bzw. potentiell invasiv eingestuften Arten Waschbär und Nilgans (potentiell) ist auch aus Sicht der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON) keine Lösung, ... weil die Jagd angesichts der Problemlage nicht nötig ist und stattdessen sogar von den eigentlichen Ursachen *) der Abnahme der Artenvielfalt ablenkt weil die Jagd selbst bei intensiver Bejagung der Bestände nicht zu einer Abnahme der bejagten Arten führt (s. z.B. Fuchs, Waschbär, Wildschwein) weil die Jagd zum Teil massive Störungen anderer Arten als Kollateralschäden bewirkt (z. B. die Wasservogel- und Offenlandarten bei der Bejagung der Nilgans) und mit steigender Fluchtdistanz der betroffenen Arten auch die für sie in unserer durch intensive Freizeitnutzung geprägten Landschaft zur Verfügung stehenden Lebensräume minimiert werden weil die Jagd zu einer Zunahme der Reproduktionsleistung der betroffenen Arten führt und Verluste so zunächst ausgeglichen werden; eine Bejagung müsste daher in ganz erheblichem Umfang durchgeführt werden, um tatsächlich eine Abnahme zu erzielen weil die Jagd somit nur in einer Dimension zielführend wäre, wie sie sowohl vom Aufwand als auch von den einhergehenden Nebenwirkungen (Störung anderer Arten) nicht akzeptabel ist. Die Behauptung der Jagdverbände, die Jagd auf Nilgans und Waschbär sei notwendig, um deren weitere Ausbreitung zu verhindern, ist falsch - denn, wie die Vergangenheit zeigt, funktioniert die Bestandsreduzierung mit der Flinte nicht. Bild: josupewo_pixelio.de *) Als Ursachen lassen sich gemäß der HGON drei Faktoren nennen, die eine ernsthafte Bedrohung für heimische Vogelarten oder allgemein die Biodiversität darstellen: Die der Vergangenheit angehörende, massive, direkte Verfolgung von Tierarten durch den Menschen (Beispiele dafür sind unter anderem Schwarzstorch, Greifvögel, Uhu, Kormoran, Biber, Fischotter) Stoffeinträge, wie der Einsatz von Pestiziden (in den 1970er Jahren vor allem chlorierte Kohlenwasserstoffe, DDT und aktuell Neonicotinoide), die Eutrophierung durch Stickstoffeintrag oder Gewässerverschmutzung Landschaftsveränderung, zum Beispiel durch Versiegelung einhergehend mit einer Zunahme von Störungen im Außenbereich oder die Intensivierung der Landbewirtschaftung Auch der NABU bestätigt, dass die reguläre Jagd mit dem Ziel der Bestandsreduzierung bei sich dynamisch ausbreitenden Neozoen wie Nilgans oder Waschbär kaum einen Effekt auf die weitere Bestandsentwicklung hat. Das Statement des Deutschen Jagdverbands, die Jagd sei notwendig, um eine weitere Ausbreitung der Nilgans zu verhindern, betrachtet der NABU als fadenscheiniges Vehikel für die Forderung nach einer bundesweiten Bejagung der Art. +++ Weitere Informationen / Quellen Fremd in Hessen? Position der HGON zu Neozoen in Hessen Jäger können die Ausbreitung des Waschbären nicht verhindern Nilgans im Fokus, Position des NABU zu Nilgänsen Untersuchungsbericht Nilgans der HGON

  • Nilgans – Freund oder Feind?

    Untersuchungsbericht der HGON zum Nilgans-Monitoring 2019 in Wiesbaden veröffentlicht Auch wenn Nilgänse mittlerweile als etabliert gelten, werden sie immer wieder zum Feindbild erkoren. Sie seien invasiv, verdrängen „heimische“ Tierarten und übertragen Krankheiten. Jetzt hat ein Mitarbeiter der HGON eine wissenschaftliche Studie veröffentlicht, die das Verhalten der Tiere aufzeigt und das Ergebnis ist eindeutig: Nilgänse verdrängen keine „heimischen“ Tiere, denn „regelmäßig hielten sich Küken aller drei Arten (Stockenten, Teich- und Blesshuhn) und deren Eltern völlig entspannt in unmittelbarer Nähe der Nilgänse auf. Aggressive Aktionen gegenüber erwachsenen Stockenten (einmal auch Teichhuhn) wurden sehr selten beobachtet und hatten nie Verletzungen zur Folge. Alle drei einheimischen Arten pflanzten sich in Gegenwart der Nilgänse erfolgreich fort.“ so Herr Oliver Weirich https://www.researchgate.net/publication/343722228_Monitoring_der_Nilgans_Alopochen_aegyptiaca_in_Wiesbaden_2019_Untersuchungsbericht_im_Auftrag_des_Magistrats_der_Stadt_Wiesbaden Neben der vermeintlichen Verdrängung anderer Arten, wurden die Nilgänse auch immer wieder als Krankheitsüberträger in Verruf gebracht. Man denke nur an das Brentanobad in Frankfurt oder das Offenbacher Waldschwimmbad. Der Ornithologe Martin Kraft von der Philipps-Universität Marburg stellt das Gefährdungspotenzial von Nilganskot in Frage und bringt es deutlich auf den Punkt: „Der Kot ist ungefährlich, solange man ihn nicht kräftig durchkaut.“ https://merkurist.de/frankfurt/nilgans-diskussion-das-ist-dummheit-die-auf-die-nilgaense-losgelassen-wird_mc6 Es ist zu hoffen, dass dieser aktuelle Bericht der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. eine Lanze für diese Tiere bricht und wir endlich wieder lernen, mit der Natur & ihrer Vielfalt zu leben. Nilgänse sind wunderschöne Lebewesen und die Natur ist ständig in Bewegung. Wenn wir wirklich Tierarten schützen möchten, müssen endlich Lebensräume geschaffen werden und vor allem die negativen Auswirkungen durch die industrielle Landwirtschaft wie Überdüngung, Einsatz von Pestiziden, zu frühe Mahd etc. angegangen werden. Die Bejagung ist keine Lösung! https://www.fr.de/frankfurt/schlechte-aussicht-gaense-frankfurt-13786454.html Anmerkung: Die Nilgans unterliegt laut Bundesjagdgesetz nicht dem Jagdrecht; aufgrund der starken Ausbreitung wurde jedoch in einigen Bundesländern eine Jagdzeit festgelegt. In Hessen werden sie in der Zeit vom 01.09. – 15.01. sinnlos abgeknallt. Im Zeitraum 2019/2020 insgesamt über 3.000 Tiere, parallel dazu über 6.000 Stockenten, nur in Hessen. Weitere Informationen der HGON über die Nilgänse sind hier verlinkt

  • Keine Angst vor den Waschbären!

    Der Waschbär gehört zu der Familie der Kleinbären und erreicht ein Gewicht zwischen 5 und 10 kg. Er ist ein guter Kletterer, aber dafür kein schneller Läufer. Tagsüber sieht man die kleinen Bären eher selten, denn sie verbringen den Tag in ihren „Höhlen“ unterm Dach, in Garagen, in Scheunen und Schuppen oder in alten Bäumen. Waschbären sind Allesfresser und ernähren sich hauptsächlich von Schnecken, Würmern und anderen Insekten, aber auch von Früchten, selten von Vögeln und deren Eiern. Aber auch Müll, den Menschen in Parkanlagen liegen lassen oder achtlos wegwerfen, verschmähen sie nicht. Oftmals „plündern“ sie Mülltonnen oder bedienen sich an offen stehendem Hunde- und Katzenfutter. Die Waschbären stammen ursprünglich aus Nordamerika und wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts als „Pelzlieferanten“ nach Deutschland gebracht. Im Jahr 1934 wurden von einem Forstmeister zwei Waschbärenpaare in der Nähe von Kassel am Edersee ausgesetzt, um die Flora und Fauna zu bereichern. Zum Ende des zweiten Weltkrieges entkamen in Brandenburg mehrere Waschbären aus einer Pelztierfarm, nachdem eine Bombe eingeschlagen hatte. Mittlerweile ist der Waschbär in fast ganz Deutschland zu finden, besonders in Hessen ist er heimisch geworden. Dennoch gelten Waschbären gemäß EU-Verordnung als invasiv und dürfen, nachdem sie einmal der Natur entnommen wurden, nicht wieder ausgewildert werden. Das gilt auch für Handaufzuchten. Das ist ein großes Problem, denn die Päppelplätze für Waschbären in Wildtierpflegestationen sind knapp oder es dürfen erst überhaupt keine Waschbären aufgenommen werden. Auch Dauerpflegeplätze sind kaum zu finden, da die Anforderungen und Bestimmungen, einen Waschbären dauerhaft zu halten, extrem hoch sind. Hier wäre vielleicht eine Kastration der Kleinbären sinnvoll, um diese anschließend wieder auswildern zu können und eine Fortpflanzung zu verhindern. Die Jagd auf Waschbären ist, abgesehen davon das diese grausam ist, nicht sinnvoll und eher kontraproduktiv, da die Tiere Verluste durch gesteigerte Fortpflanzung ausgleichen können. In Gebieten mit hohem Jagddruck ist der Anteil sich fortpflanzender Weibchen doppelt so hoch, wie in Gebieten mit niedrigem Jagddruck. Die Jäger jammern auf hohem Niveau, dass trotz hoher Abschusszahlen in Hessen, im Jahr 2019 wurden 29.000 Tiere getötet, sich die Zahl nicht verringert. Es wäre längst an der Zeit umzudenken, denn Waschbären werden auch in Deutschland ihren Lebensraum ausfüllen, mit oder ohne Jagd! Ich selber habe einige Jahre in den USA gelebt und hatte die ein oder andere Begegnung mit den süßen Bärchen gehabt. Ich kann nur sagen, dass sie weder mich noch unseren Hund angegriffen haben. Auch Krankheiten waren niemals ein Thema. Waschbären können, müssen aber nicht von Spulwürmern befallen sein. Um sicher zu gehen und sich nicht eventuell zu infizieren, sollten nach der Gartenarbeit die Hände gewaschen, sowie Obst und Gemüse aus dem Garten gründlich gewaschen werden. Beim Entfernen von Waschbärenkot Handschuhe tragen. Auch sollten die eigenen Haustiere regelmäßig entwurmt werden, denn die Gefahr sich mit Spulwürmern über das eigene Haustier anzustecken ist weitaus größer als beim Waschbären. Keinen Müll offen liegen lassen und auch den Komposthaufen dicht machen. Hunde und Katzenfutter gehören ins Haus. Möchte man keinen Waschbären im Haus oder auf dem Dachboden müssen diese gut verschlossen und abgedichtet sein. Auch Rohre, welche am Haus hoch führen, sollten mittel Manschetten unzugänglich gemacht werden. Katzenklappen verschließen oder mit einer Sicherung versehen, um nur die eigenen Katzen mit Chip ins Haus zu lassen. Vielleicht sagen jetzt einige, "ach, das ist mir zu viel Arbeit, einfacher wäre es doch die Tiere zu töten"...Nein, denn töten ist niemals einfacher und mit Sicherheit der falsche Weg. Wir müssen uns alle damit auseinandersetzen, dass wir durch unser eigenes Verhalten, Arten verlieren werden und das neue dazu kommen und diese unsere Natur bereichern. Fred Pearce , Autor des Buches - Die Neuen Wilden- schreibt "Etablierte Naturschützer haben meiner Meinung nach recht, wenn sie sagen, dass wir eine neue Verwilderung der Erde brauchen. Allerdings irren sie, wenn sie das erreichen wollen, indem sie die Zeit zurückdrehen. Wir brauchen neue Wilde in einer neuen Wildnis." Noch ein Punkt zum Thema Spulwurm beim Waschbären. Hiermit verbreiten Jäger Angst und Schrecken unter der Bevölkerung und versuchen damit die grausame und tierquälerische Jagd auf Waschbären zu rechtfertigen. Die Tiere werden häufig mittels Lebendfalle gefangen und oftmals Stunden, manchmal Tage später durch einen Kopfschuss „erlöst“. Das Gefangensein kann Stress bei den Tieren Stress auslösen und versetzt sie sogar in Todesangst versetzen. Die gesamte Jagd auf alle Tiere ist grausam, bösartig, sinnlos, nutzlos und dient nur der Bespaßung einer bestimmten Menschengruppe und ihrem „Hobby“ zu töten. Jagd schützt nicht, Jagd nützt nicht. +++ https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/Jagd-Waschbaeren https://www.oekom.de/buch/die-neuen-wilden-9783865817686?p=1 https://www.projekt-waschbaer.de/

  • Wie Ziviliationsmüll heimischen Wildtieren schadet!

    Plastikmüll wie Tüten und Becher, Konserven- und Getränkedosen, ToGo-Verpackungen, Flaschen und Verschlüsse von Sektflaschen, Schnüre und Gummiringe, Angelschnüre und Haken, Pizzakartons, Wegwerfverpackungen, Zigarettenkippen und Mikroplastik. Das rücksichtslose Wegwerfen von Müll in die Natur schadet nicht nur der Umwelt und den Tieren, auch wir Menschen tragen ernsthafte gesundheitliche Schäden davon. Mikroplastik, wie es in Duschgels und Peelings vorkommt, gelangt mit dem Abwasser ins Grundwasser von dort in Flüsse, Seen und in die Meere. Fische halten es für Plankton, fressen es und so wiederum landet das Mikroplastik bei so manchen auf dem Teller. Jedes Jahr sterben Millionen von Wasservögeln, Schildkröten, Fischen und Meeressäugetieren an Plastik. Schildkröten z.B. halten Plastiktüten für Quallen, fressen diese und verenden qualvoll. Meeressäugetiere wie Wale verhungern bei vollem Magen. Aber auch unsere heimischen Wildtiere sind stark gefährdet. Wie viele Tiere jedes Jahr an Müll in unseren Wäldern sterben, weiß niemand genau, da sich die kleineren Tiere zurückziehen und einen grausamen und einsamen Tod sterben. Größere Tiere wie Rehe oder Hirsche die sich mit Plastikschnüren oder an liegengelassenen Weidenzäunen mit ihrem Geweih verwickeln, werden gelegentlich vom Jäger entdeckt. Eichhörnchen und Vögel benutzen als Nistmaterial oder zum Auspolstern ihrer Nester auch Müll. Darunter befinden sich oft Plastikschnüre oder Gummiringe, welche die Beine (bei Eichhörnchen oft den Schwanz) der Tiere zusammenschnüren. Cellophan, wie z.B. von Zigarettenschachteln, wird ebenso zum Nestbau genutzt. Bei Regen kann das Wasser nicht mehr ablaufen und viele Küken ertrinken. Größere Vögel wie etwa Störche verwickeln sich mit ihren langen Beinen in Plastiktüten oder fressen Gummiringe wie sie z.B. an Schnittblumen oder Petersiliensträuchen zu finden sind, weil sie diese für Würmer halten. https://www.deine-tierwelt.de/magazin/hessen-storch-mit-vollem-magen-verhungert/#:~:text=Als%20er%20sich%20den%20Mageninhalt,der%20nicht%20verdaulichen%20Gummis%20verhungert. Füchse, Waschbären und Marder rennen auf Fahrbahnen, um an Fastfood-Verpackungen zu gelangen, welche aus fahrenden Autos geworfen wurden, und werden dabei nicht selten überfahren. Auch Getränkedosen oder Plastikbecher stellen eine Gefahr da, Füchse, Marder und Dachse stecken ihre Schnauzen hinein, bleiben stecken und verhungern. https://ga.de/news/panorama/jungfuchs-steckte-wochenlang-in-konservendose-fest_aid-51892511 Angelschnüre und Haken verletzen Wasservögel wie Schwäne, Gänse und Enten teilweise schwer. Die Angelschnüre sind extrem reißfest und können ganze Gliedmaßen abschnüren. Verschluckte Angelhaken bedeuten oft den Tod des Tieres. Tausende Wasservögel verenden zudem an Bleivergiftungen, welches durch Bleimunition bei Ausübung der Jagd oder durch Angelblei ins Gewässer gelangt. https://www.projekt-oase.com/?fbclid=IwAR0osbA3vOQurbepYFkva5ReyIfdJhr_z-BqdsIby9dZvaWxWcAtTbTxIrI Zigarettenkippen schaden allen Tieren, eine Zigarettenkippe verschmutzt 40 Liter Wasser das Nervengift Nikotin ist gut wasserlöslich. Die Filter bestehen aus dem Kunststoff Celluloseacetat und es dauert Jahrzehnte, bis sie sich zersetzen. Das alles wäre vermeidbar, wenn wir unser Verhalten gegenüber der Umwelt und letztendlich auch gegenüber uns selbst ändern würden. Der Aufenthalt in der Natur ist schön und das soll so auch bleiben. Nehmt euren Müll wieder mit Nachhause, sammelt Müll beim Spazieren gehen und klärt eure Freunde und Familie über die Folgen von Müll in der Natur auf. Nehmt an den Umwelttagen eurer Stadt oder Gemeinde teil, denn auch das Sauberhalten unserer Natur ist Wildtierschutz. https://www.eulen-greifvogelstation.at/wissen/vermeidung-von-unfaellen-von-wildtieren/muell-gefaehrdet-wildtiere/

  • Bleimunition ist Gift: Klöckner soll EU-Blockade-Haltung aufgeben

    Nach Berechnungen der Europäischen Chemikalienagentur ECHA landen durch die Jagd europaweit Jahr für Jahr etwa 5.000 Tonnen Bleimunition in Gewässern und auf Feuchtwiesen. Diese gleichen häufig eher Sondermülldeponien als intakten Ökosystemen. In der Folge sterben europaweit jährlich weit über eine Million Vögel an Bleivergiftung. Wasservögel nehmen die kleinen Schrotkugeln beim Gründeln in den Uferbereichen der Gewässer auf, Seeadler über kontaminierte Tierkadaver, die mit Blei beschossen wurden. Bleivergiftungen wirken auf das Nervensystem und verursachen einen qualvollen Tod. Von Adlern ist bekannt, dass sie ersticken oder erblinden. Beim Gründeln picken Wasservögel die winzigen Bleischrote aus dem flachen Wasser der Uferbereiche oder vom Boden auf, weil sie sie für Nahrung oder kleine Steinchen halten, die sie für die Verdauung brauchen. Bild: Christina Galitzki Schon seit den 1990er Jahren will man per UN-Resolution weltweit die Verwendung von Bleischrot in Feuchtgebieten verbieten. Eine Initiative der EU soll es nun zumindest für Europa richten. Bereits im Juni dieses Jahres hätte es zu einer entsprechenden Entscheidung kommen können, wenn sich Deutschland, vertreten durch Klöckners Landwirtschaftsministerium, bei der Abstimmung nicht enthalten hätte. Grund für die Enthaltung war wohl die Einflussnahme des Deutschen Jagdverbands auf Klöckner. Der verhindert seit Jahren erfolgreich die flächendeckende Einführung bleifreier Munition in Deutschland. Eine erneute Abstimmung der EU-Mitgliedsstaaten ist nun für den 3. September 2020 terminiert. Zahlreiche Organisationen u.a. unter dem Dach des DNR (Deutscher Naturschutzring) setzen sich für eine Abschaffung des für Mensch und Tier giftigen Bleieintrags durch die Jagd in die Natur ein. +++ Offener Brief des DNR an die Bundesministerinnen Klöckner (Landwirtschaft) und Schulze (Umwelt) Süddeutsche Zeitung: Verbot von Bleimunition droht zu scheitern Top Agrar: Bleischrot in Feuchtgebieten

  • Freilaufende Katzen: Bedrohen sie die Artenvielfalt?

    Zum Weltkatzentag äußern die Jagdverbände wieder heftige Kritik gegen Katzen , in den einschlägigen Jägerforen überschlagen sich die Kommentare gegen die Samtpfoten. Freigänger und Streunerkatzen sollen die Hauptverursacher des Vogelsterbens sein. In deutschen Haushalten leben laut Angaben vom ZZF, Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V., 14,8 Millionen Hauskatzen und sind somit das beliebteste Heimtier. Rund 2 Millionen Katzen leben als Streuner auf Deutschlands Straßen und führen ein hartes Leben, welches von Hunger und Krankheiten gezeichnet ist. Viele Katzen sterben an Hunger, Infektionskrankheiten, werden überfahren oder fallen Tierquäler zum Opfer. Auch werden Jahr für Jahr zig-, wenn nicht gar Hundertausende von Katzen im Rahmen der Jagdausübung getötet. Niemand streitet ab das Katzen Vögel fressen, aber ihnen die Hauptschuld am Vogelsterben in die Schuhe schieben zu wollen ist schlichtweg unüberlegt und falsch. Werden hier wichtige andere Faktoren, welche zum Vogelsterben führen, einfach absichtlich übersehen? Dazu gehören ein veränderter Lebensraum, das Insektensterben, das Verhalten der Zugvögel, Krankheiten wie die Vogelgrippe aber auch die legale und illegale Jagd auf Millionen von Zugvögel jährlich in südlichen Ländern wie Zypern, Malta, Libanon und Italien. ( 53 Millionen Vogelopfer jährlich lt. Komitee gegen den Vogelmord). Auch in Deutschland wird immer noch illegal Jagd auf Singvögel gemacht, besonders im Ruhrgebiet sowie im Großraum Frankfurt. https://www.komitee.de/de/projekte/deutschland/singvogelfang-in-deutschland/rts. Ein weiterer Faktor für das Vogelsterben sind die vielen „ Gärten des Grauens“, Steingärten.Bäume und Hecken werden entfernt und somit fehlt den Vögeln ein wichtiger Baustein für ihre Nester. Ebenso verschwinden dadurch Insekten, welche ganz automatisch zum Vogelsterben führen.Auch der Straßenverkehr fordert Millionen Vogelopfer jährlich, ebenso wie durch Vogelschlag an Glasfronten. Schätzungsweise sterben hierdurch 18 Millionen Vögel jährlich. Katzen leben schon seit tausenden Jahren in der Obhut des Menschen, der älteste Nachweis eines Zusammenlebens von einem Mensch und einer Katze ist über 9500 Jahre alt und stammt aus Zypern. Schon in der Antike hielten Katzen, z.B. die Vorratskammern von Mäusen und Ratten frei und waren ein wichtiger Partner in der Bekämpfung der Pest, welche über die Flöhe von Ratten auf den Menschen übertragen wurden. Auch auf Schiffen nahm man im 18. und 19.Jahrhundert gerne Katzen mit an Bord, sogenannte „Schiffskatzen“ um diese frei von Mäusen und Ratten zu halten.Somit ist auch zu erklären wie Katzen in manch abgelegene Teile der Erde kamen. Das die Katzenpopulation weltweit derartig ansteigt, liegt am Verhalten der Menschen. Tierschützer fordern schon lange eine allgemeine Kastrationspflicht bei Katzen um einen weiteren Anstieg der Population zu verhindern. Kastration ist gelebter Tierschutz und ein jeder Besitzer einer Katze sollte dies auch unbedingt bei seinem Tier durchführen lassen. Tierschutzvereine und Katzenhilfen arbeiten teilweise ehrenamtlich um Streunerkatzen zu versorgen, diese einzufangen und zu kastrieren. Die jungen Tiere kann man gut vermitteln, die älteren Tiere werden nach der Kastration und nach der Registrierung wieder ausgesetzt und dort weiterhin betreut. Auf Dauer hilft nur eine deutschlandweite Kastrationspflicht für Katzen, ebenso sollten sogenannte „ Vermehrer“ von Katzen,welche dies aus reiner Profitgier machen, mit Bußgeldern belegt werden. Bitte schaut bei dem Wunsch nach einer Katze im nächstgelegenen Tierheim vorbei, dort gibt es ganz wundervolle Katzen, auch Katzenkinder findet man in den Tierheimen welche ganz sehnsüchtig auf eine neues Zuhause warten. https://www.jagdverband.de/freilaufende-katzen-bedrohen-die-weltweite-artenvielfalt https://www.kurier.de/inhalt.geheimnis-der-toten-voegel.5c5dbc97-6cf3-481f-a6b2-d7faa3103ba9.html https://www.tierschutzbund.de/aktion/kampagnen/heimtiere/katzenschutz-kampagne/ https://www.komitee.de/de/projekte/jagdstrecken-in-europa/ ,

  • Hessens Störche: keine Gefahr für das Niederwild

    Im hessischen Ried in Südhessen gibt es mit über 200 Storchenpaaren einen erfreulich stabilen Bestand des Meister Adebar. Aber es gibt auch Widerstand: Der Kreisjägerverein Groß-Gerau versucht Stimmung gegen vermeintlich zu viele Störche zu machen und die Kommunalpolitik auf seine Seite zu ziehen. Auch die Jagdpächter in der Nidderau /Wetterau äußern mittlerweile heftige Kritik. Störche stehen allerdings unter Naturschutz und dürfen nicht bejagt werden. Kreisjagdverbände fordern Naturschützer deshalb auf, keine künstlichen Nisthilfen mehr aufzustellen um ein Ausbreiten der Population zu verhindern. Außerdem sollte die Winterfütterung eingestellt werden, die Tiere würden sonst nicht mehr den langen Weg in den Süden nach Afrika antreten und hierbleiben. Die Naturschützer räumen ein, dass schon lange keine künstlichen Nisthilfen mehr aufgestellt werden. Im hessischen Ried überwintern viele Störche nahe der Mülldeponie Büttelborn. Dort herrscht ein stetig gutes und vielfältiges Nahrungsangebot. Von Lebensmittelresten bis hin zu Mäusen und Ratten, welche sich ebenfalls auf der Deponie tummeln. Somit müsste man schon die Mülldeponien schließen. Im Storchenland Groß-Gerau, dem Hauptbrutgebiet, brüteten 2016 ca. 208 Storchenpaare mit über 500 geschlüpften Jungvögel. Anfangs wurden noch Storchennester aufgestellt, mittlerweile brüten die Frühlingsboten auf alten geschädigten Pappeln. Aber auch auf Strommasten wird erfolgreich gebrütet, nicht ganz ungefährlich für die Störche, kommen diese mit ihren Flügeln zu nahe an die Leitungen, hat dies tödliche Folgen. Außerdem können durch Berührungen der Leitungen Störungen im Stromnetz entstehen. Deshalb wird überlegt mittels kleiner Ventilatoren auf den Traversen den Nestbau zu verhindern. Jedes Jahr nach Abzug der Störche werden die Nester von den Strommasten entfernt. Dass Störche, Junghasen, Rebhühner und Fasane fressen und sogar für den Rückgang des Niederwilds verantwortlich sind, bezeichnet Bernd Petri, Storchenexperte vom NABU Hessen als „Quatsch“. Die Klagen der Jägerschaft, dass Störche die hiesige Artenvielfalt bedrohen, hält Petri für unbegründet. Der Storch ist ein Kulturfolger und findet genügend Nahrung in menschlicher Nähe. Für den Rückgang von Feldhase, Rebhuhn, Fasan und Kiebitz ist vielmehr die intensive Landwirtschaft schuld. Auch die immer mehr werdenden Rollrasenfelder sind nicht gerade fördernd für die Artenvielfalt. Erwachsene Feldhasen und Rebhühner gehörten nicht zum Speiseplan des Weißstorchs. In seltenen Fällen können Eier von Bodenbrütern und theoretisch auch Jungtiere seltener Arten erbeutet werden, schreibt der BUND. "Da seltene Arten aber leider selten" seien, könne dies nur ausnahmsweise geschehen, heißt es weiter.https://www.wetterauer-zeitung.de/wetterau/friedberg-ort28695/gibt-nicht-viele-stoerche-13853994.html Durch klimatische Veränderungen und das Nahrungsangebot der Deponien bleiben die Störche länger in Deutschland. Erst bei dauerhaft anhaltenden Minustemperaturen, sowie Eis und Schnee ziehen sie Richtung Süden ab. Die Störche in Hessen bevorzugen die Westroute über Gibraltar und die Sahara bis zum Ziel, der westafrikanischen Sahelzone zwischen Senegal und Tschad. Doch immer mehr Vögel haben sich in den letzten Jahren den Weiterzug abgewöhnt und verbleiben in Südspanien wo sie auf Mülldeponien genug Nahrung finden. Dennoch versuchen Jagdpächter und Landwirte die Stimmung gegen den Storch weiterhin anzufeuern. Nach Fuchs, Waschbär und Wolf soll nun der Storch der Bösewicht sein. https://www.echo-online.de/lokales/kreis-gross-gerau/gross-gerau/kontroverse-um-meister-adebar_17730724 https://www.wetterauer-zeitung.de/wetterau/gibt-es-zu-viele-stoerche-in-der-wetterau-jaeger-sie-werden-langsam-zum-problem-13852185.html

  • Aufruf eine Jägers zur Jagd auf den Habicht: Strafanzeige

    Update 4. August 2020: Im ostbayerischen Schwarzenfeld freuen sich Jäger über ein weiteres Rebhuhnprojekt. Hier werden gezüchtete Rebhühner ausgesetzt, um dem Ende dieser Feldhuhnart in Deutschland entgegenzuwirken. Rebhühner wurden in Deutschland solange intensiv im Rahmen von Treibjagden bejagt, bis es kaum noch welche gab. Die wesentliche Ursache für den starken Rückgang dieser und anderer bodenbrütenden Arten in Deutschland ist der Verlust von Lebensraum und von Nahrung, insbesondere Insekten. Beides ist in weiten Teilen durch die Intensivierung der Landwirtschaft nicht mehr vorhanden. In Ostbayern sollen Habichte "kurzgehalten" werden, Bild: Volkmar Becher, Flickr Selbst mit begleitenden Maßnahmen, wie dem Anlegen von Blühstreifen und der intensiven Nachstellung von Beutegreifern, sind die allermeisten dieser Projekte zum Scheitern verurteilt. Die Zerstörung der Lebensgrundlagen für diese Tierarten sind so weit vorangeschritten, dass es auch mit bestem Willen kaum möglich ist, hier noch sich selbst erhaltende Populationen aufzubauen. Die beliebteste Maßnahme unter Jägern, die derartige Projekte initiieren, ist das sogenannte „Kurzhalten“ von Beutegreifern wie dem Fuchs, dem Marder u.a. In Schwarzenfeld in Ostbayern hat gem. der Mittelbayerischen (online vom 29.07.2020) ein Jäger öffentlich dazu aufgerufen „Raubzeug wie Fuchs oder Habicht kurz zu halten, um die Rebhühner zu schützen“. Mit dem öffentlichen Aufruf, den Habicht intensiv zu bejagen (das ist die Bedeutung von „kurzhalten“), hat sich der Jäger wohl strafbar gemacht. Weitere Indizien weisen nun darauf hin, dass der Jäger tatsächlich diesen strafbaren Aufruf getätigt hat: Im Artikel „Wirbel um Aufruf zur Jagd“ aus der Mittelbayerischen vom 3. August 2020 wiederholt der Redakteur Alex Huber die Aussage des Jägers „Raubzeug, wie Fuchs oder Habicht zum Schutz der Rebhühner kurzzuhalten“. Aus dem Artikel vom 3. August 2020 geht auch hervor, dass der Jäger einräumt, diese „unglückliche Aussage“ tatsächlich gemacht zu haben, denn er möchte sie nach den ersten Reaktionen von Lesern des Online-Artikels revidieren. Den Aufruf nun als „unglückliches Missverständnis“ darzustellen und zu revidieren, halten wir für eine Schutzbehauptung, um einer angemessenen Strafverfolgung zu entgehen. Im Artikel vom 3. August bestätigt auch der Revierpächter die Aussage des Jägers, indem er sagt: „Ich weiß nicht, was er sich dabei gedacht hat.“ Ein weiteres Indiz dafür, dass in der Region tatsächlich illegal Habichten nachgestellt wird, ist ein anhängiges Strafverfahren gegen einen Jäger, der beschuldigt wird, in der Nähe von Trisching – elf Kilometer von Schwarzenfeld entfernt – eine Habichtfalle aufgestellt zu haben. Wildtierschutz Deutschland hat daraufhin, nachdem die Anzeige aufgrund von Unklarheiten zunächst zurückgehalten wurde, am 4. August 2020 Anzeige erstattet. Seit 1972 Jahre gehören alle in Deutschland lebenden Greifvögel zu den streng geschützten Arten gem. § 7 Bundesnaturschutzgesetz. Jede Art der Nachstellung ist eine Straftat, die mit bis zu fünf Jahren Gefängnis geahndet werden kann. +++ Der Artikel "25 junge Rebhühner wurden ausgewildert" Mittelbayerische vom 29.7.2020, wurde im Online-Angebot der Zeitung gelöscht Der Artikel "Wirbel um Aufruf zur Jagd" ist in der Printausgabe der Mittelbayerischen vom 3.8.2020 veröffentlicht worden. Zu beiden Artikeln liegen uns entsprechende Dokumentationen vor.

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