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Suchergebnisse Wildtierschutz Deutschland - Hobbyjagd abschaffen

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  • Faktencheck Fuchsjagd | Füchse

    Wir beantworten Fragen wie: Welche natürlichen Feinde haben Füchse? Gibt es eigentlich noch Tollwut? Gibt es zu viele Füchse? Ist Fuchsjagd tierschutzgerecht? Faktencheck zur Jagd. Teil 2: Fakten zu Füchsen und zur Fuchsjagd Haben Füchse natürliche Feinde? Kann die Jagd Fuchsbestände überhaupt regulieren? Fakten zu Füchsen und zur Fuchsjagd - Teil 2 Teil 1 - Fakten zur Jagd allgemein Teil 2 - Füchse und Fuchsjagd | als PDF – Stand April 2024 Teil 3 - Wildschweine und Schwarzwildjagd Teil 4 - Invasive Arten Teil 5 - Wald und Wild Jäger behaupten, sie jagen Füchse, weil die „keine natürlichen Feinde haben" Hören - Fakt ist, dass Jäger auch in diesem Punkt irren. Füchse haben durchaus natürliche Feinde . Dazu gehören Wolf, Luchs, Uhu und Steinadler. Füchse machen allerdings nur einen unerheblichen Anteil an deren Speiseplan aus. Viele Füchse werden zudem Verkehrsopfer. Fakt ist aber auch, dass sich die Bestände von Füchsen und anderen Beutegreifer selbst regulieren, ohne Überhand zu nehmen. Wesentliche Regulierungsfaktoren sind dabei das Nahrungsangebot im Fuchsrevier und Krankheiten wie Staupe oder Räude. Aktuellstes Beispiel dafür, dass eine unbejagte Fuchspopulation nicht überhandnimmt ist das seit 2015 geltende Fuchsjagdverbot in Luxemburg : Die Zahl der Füchse ist seither weitgehend konstant geblieben, weshalb das Fuchsjagdverbot guten Gewissens von Jahr zu Jahr verlängert wird. Hier hat man übrigens auch festgestellt, dass seit dem Fuchsjagdverbot der Befall der Füchse mit dem Fuchsbandwurm signifikant abgenommen hat. Im Kanton Genf werden Füchse seit 1974 nur in Ausnahmefällen gejagt und dennoch gibt es auch dort nicht zu viele Füchse. So wurden in den zehn Jahren zwischen 2010 und 2019 pro Jahr etwa sieben bis acht Füchse im Rahmen des Spezialabschusses getötet ( Jagdstatistik Schweiz ). Auch in den meisten deutschen Nationalparks wird der Fuchs nicht bejagt – ohne, dass die Bestände nennenswert zunehmen. Mehr dazu in unserem Artikel: Fuchsjagd wegen fehlender natürlicher Feinde? +++ Welche Krankheiten haben Füchse und welche können sie übertragen? Die häufigsten Krankheiten, mit denen Füchse befallen sein können , sind Räude und Staupe. Nach Kriterien der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) ist Deutschland seit 2008 frei von terrestrischer Tollwut . Den letzten bekannten Tollwutfall unter Füchsen gab es in Deutschland 2006 in Rheinland-Pfalz. Räude ist eine von Milben verursachte Hautkrankheit, die unter Füchsen immer wieder vorkommt. Hunde können mit gängigen Milbenmitteln leicht behandelt werden, beim Menschen können die Räudemilben einige Tage einen Hautreiz hervorrufen, der aber schnell abklingt und außerdem mit Salben gemildert werden kann. Staupe führt bei Füchsen – meist sind es Jungfüchse – zum Tod. Staupe kann auf Haustiere, die nicht dagegen geimpft sind, übertragen werden. Ob ein Fuchs Träger des Fuchsbandwurms ist, lässt sich äußerlich nicht erkennen, da der den Fuchs selber kaum beeinträchtigt. Fuchsbandwurm-Erkrankungen des Menschen sind extrem selten: Bundesweit erkranken pro Jahr etwa 30 bis 40 Personen an der sogenannten alveolären Echinokokkose, das sind weniger, als es Lottomillionäre gibt oder durch Jagdunfälle zu Schaden kommen. Mehr dazu: Leitfaden Fuchs | Keine Tollwut mehr unter Deutschlands Füchsen | Gesundheitsrisiken durch Wildtiere gering +++ Jäger behaupten, Jagd reduziere das Risiko des Bandwurmbefalls von Füchsen Fakt ist zunächst einmal, dass die durch den Fuchsbandwurm übertragene Krankheit „alveoläre Echinokokkose“ extrem selten ist. Deutschlandweit gibt es gemäß Robert-Koch- Institut durchschnittlich 30 bis 40 Neuerkrankungen pro Jahr. Wahrscheinlicher ist es da, bei einem Jagdunfall zu Schaden zu kommen oder im Lotto einen Sechser zu haben. Die alveoläre Echinokokkose ist in Europa eine der seltensten Zoonosen (von Tieren auf Menschen übertragene Krankheit) überhaupt. Die Befallsrate der Füchse mit dem Fuchsbandwurm durch die Jagd zu reduzieren ist quasi unmöglich. Eine aktuelle Studie aus 2017 des französischen Forschers Comté und seiner Kollegen belegt erneut, dass durch die Fuchsjagd die Befallsrate der Füchse erhöht und somit durch die Jagd das Risiko für den Menschen am Fuchsbandwurm zu erkranken sogar steigt. Dagegen geht die Befallsrate der Füchse in Luxemburg zurück, dort wird der Rotfuchs seit 2015 nicht mehr bejagt. Gemäß der Umweltministerin Carole Dieschbourg hat sich der Befall von Füchsen mit dem Fuchsbandwurm in Luxemburg zwischen 2014 und 2020 von 40 auf 20 Prozent reduziert. Im Rahmen eines Feldversuches mit Wurmkuren am Starnberger See konnte der Befall mit dem Bandwurm sogar gegen Null gebracht werden. Mehr dazu : Intensive Fuchsjagd ist ein Krankheitsrisiko für Menschen | Wie hoch ist das Risiko durch Füchse zu erkranken? +++ Jäger behaupten, die Jagd auf Füchse und andere Beutegreifer sei zur Regulierung der Bestände erforderlich Diese Behauptung ist eine bereits vielfach durch wissenschaftliche Studien und großflächige Feldversuche widerlegte Fehlinformation. Fakt ist, dass die Selbstregulierung bei den sogenannten Beutegreifern hervorragend funktioniert – wenn man sie lässt! Dass zeigt nicht zuletzt das Beispiel Luxemburg , wo trotz des seit 2015 geltenden Fuchsjagdverbots die Bestände auf gleichem Level bleiben. Selbstregulierung bedeutet nicht, dass sich der Bestand selbstständig auf ein unnatürlich niedriges Niveau reduziert, sondern dass er sich auf einem den Umweltbedingungen angepassten Niveau einpendelt. Jagd reguliert die Fuchspopulation nicht, sie führt lediglich zu einer Senkung des Durchschnittsalters des Bestands. Denn auch hohe Verluste durch die Jagd werden durch Zuwanderung aus angrenzenden Gebieten sowie steigende Geburtenraten schnell kompensiert. Auch unter den aktuellen Umweltbedingungen in unserer mitteleuropäischen Kulturlandschaft ist die Jagd auf den auf Beutegreifer weder notwendig noch sinnvoll. Es gibt keine Indizien dafür, dass Bejagung in Fläche eine reduzierende oder „regulierende“ Wirkung auf Fuchs- oder Waschbärenbestände hat; vielmehr zeigen Studien sehr konsistent, dass Jagd weder Fuchs- noch Waschbärenbestände reduziert. Wissenschaftliche Literatur zur Populationsdynamik (Auswahl): · Hewson, R. (1986): Distribution and density of fox breeding dens and the effects of management, Journal of Applied Ecology 23, 531-538. · Baker, P. / Harris, S. (2006): Does culling reduce fox (Vulpes vulpes) density in commercial forests in Wales, UK? European Journal of Wildlife Research 53 (2), 99-108. · Rushton, S.P. / Shirley, D.F. / Macdonald, D.W. / Reynolds, J.C. (2006): Effects of culling fox populations at the landscape scale: a spatially explicit population modeling approach, Journal of Wildlife Management 70, 1102-1110. · Webbon, C.C. / Baker, P.J. / Harris, S. (2004): Faecal density counts for monitoring changes in red fox numbers in rural Britain, Journal of Applied Ecology 41, 768-779. · Baker, P.J. / Harris, S. / Webbon, C.C. (2002): Effect of British hunting ban on fox numbers, Nature 419 (6902). · Beyer, G. (2004): Wildtiermanagement in deutschen Nationalparken: Eine Herausforderung für den Naturschutz. In: Von der Jagd zur Wildbestandsregulierung: Muss in den Wildbestand im Nationalpark Eifel eingegriffen werden? Symposium am 13. Mai 2004 in Monschau-Imgenbroich, NUA Heft Nr. 15. · ROBEL, R.J. et al.: Racoon Populations: Does Human Disturbance Increase Mortality? In Transactions of the Kansas Academy of Science 93 (1-2), 1990, S. 22-27 +++ Jäger behaupten, Fuchsjagd sei tierschutzgerecht Fakt ist, dass etliche Studien das Gegenteil belegen: So weist eine englische Studie nach, dass aufgrund der mangelnden Treffsicherheit vieler Jäger auf jeden getöteten Fuchs ein verletzter Fuchs kommt (Fox, N., 2005). Bei der Baujagd werden Füchse und Dachse an einem Ort attackiert, der von ihnen als vermeintlich sicheres Rückzugsrefugium genutzt wird und zur Jungenaufzucht dient. Bei Kämpfen zwischen Hund und Wildtier kommt es immer wieder zu erheblichen Verletzungen auf beiden Seiten (Bolliger G., Gerritsen V., Rüttimann A., 2010) . Gerade bei dieser Jagdmethode wird häufig auch das Gesetz umgangen, indem zunächst die Welpen und dann die geschützten Elterntiere getötet werden. Fuchsrüden spielen bei der Jungenaufzucht eine bedeutende Rolle. Dennoch werden sie gerade während der Paarungszeit intensiv bejagt. Ein nach erfolgter Paarung getöteter Fuchsrüde steht nicht mehr für die Versorgung seiner Familie zur Verfügung, wodurch Überlebenschancen und Konstitution von Füchsin und Welpen erheblich beeinträchtigt werden (Vergara V., 2001). Vermeintlich „sofort tötende” Schlagfallen führen häufig zu schweren Verletzungen, insbesondere der Vorderläufe. Die Jagd mit sogenannten Lebendfallen führt nicht selten zu erheblichem Stress für das gefangene Tier ( TVT Merkblatt Nr. 123 ) . Literaturquellen: · Fox, N. et al. (2005): Wounding rates in shooting foxes (Vulpes vulpes). Animal Welfare UK · Bolliger G., Gerritsen V., Rüttimann A. (2010): Die Baujagd unter dem Aspekt des Tierschutz- und Jagdrechts, Gutachten (Schweiz) · Vergara, V. (2001): Comparison of parental roles in male and female Red Foxes, Vulpes vulpes, in southern Ontario. Canadian Field Naturalist 115(1), 22-33 · Patt, C. (2021): Tierschutzrechtliche Probleme bei der Fallenjagd Mehr dazu in unseren Artikeln zur Tierschutzrelevanz der Fuchsjagd und zur Baujagd Weiter mit ... Teil 1 - Fakten zur Jagd allgemein Teil 3 - Wildschweine und Schwarzwildjagd Teil 4 - Invasive Arten Teil 5 - Wald und Wild Vorheriger Teil Nächster Teil

  • PLZ 6 Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland | wildtierschutz-d.de

    Kitzrettung - Wildtierrettung | Rettungsteams mit Drohne in Deutschland PLZ 6 Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland 61118 Bad Vilbel 15 km rund um Bad Vilbel M. 0170 80 19 978 info@tierschutzengelrheinmain.de 61184 Karben Tiersicherung & Rehkitzrettung M. 01522 418 770 8 oder M.0170 801 997 8 Notfall melden: T. 0700 18018020 info@tierschutzengelrheinmain.de 61273 Wehrheim 20 km im Umkreis M. 0171 – 38 18 010 n.vongartzen@gmail.com wildtierschutz-deutschland.de 61440 Oberursel Umkreis Rhein-Main-Gebiet und Hochtaunuskreis M. 0170 – 70 38 454 info@taunus-copter.com 63110 Rodgau Aktion-Rehkitz e. V. T.06106 71532 (nur AB) M.0174 3166080 info@aktion-rehkitz.de 63456 Hanau Rhein Main Gebiet, Hessen, Nördl. Bayern (Franken) M. 0176 81 02 62 36 mwrobel@rhein-main-drohne.de www.rhein-main-drohne.de 63571 Gelnhausen Kitzrettung & Wildtierrettung T. 06051 888 308 M. 0176 475 704 28 modellbaukeller.fuchs@gmail.com 63584 Gründau Kitzrettung & Wildtierrettung M. 0171 538 799 2 karsten-deman@hotmail.de 63688 Gedern 63688 Gedern + 30 km Michael.Weber@auenhof-agrar.de 63785 Obernburg Bayern, Hessen info@unmanned-technologies.de 63939 Wörth Rehkitzrettung Wörth a. M./Trennfurt e. V. M. 0175 404 539 8 rehkitzrettung@mail.de 64342 Seeheim-Jugenheim NAJU-Kitzretter M.0160 554 830 1 ant.scheffler@gmail.com oder M.0176 62228692 tino.westphal@nabu-seeheim.de 64658 Fürth Kitzrettung Rimbach e.V. T.063 522 121 2 info@kitzrettung-rimbach.de 65329 Hohenstein Kitzrettung Rheingau-Taunus e.V. Einsatz-Handy: M.0178 160 072 0 Telefon außerhalb der Kitzsaison: M.0173 868 299 9 kontakt@kitzrettung-rheingau-taunus.de 65391 Lorch-Espenschied Kitzrettung Espenschied e. V. M. 0170 527 65 08 kitzrettung.espenschied@gmail.com 65550 Limburg Kitzrettung Limburg e.V. M. 0176 7355 6325 kitzrettung-limburg@online.de 65623 Hahnstätten + 20 km Drohnen Team Kitzrettung M. 0151 177 293 36 c-schnee@t-online.de Kitzrettung Wildsachen 65719 Hofheim Kitzrettung e.V. M.0178 54 21 396 kontakt@kitzrettung-wildsachsen.de 66482 Zweibrücken Drohnen Team Kitzrettung M.0170 3040 000 info@dog-protector.de Drohnen Team Kitzrettung M. 01525 472 088 5 Wolfgang.huell@cad2part.de Drohnen Team Kitzrettung M. 0160 920 205 40 florian.auer@tadano.com 66571 Eppelborn Saarland/Rheinlandpfalz M.0162 272 952 2 d.hackhofer@googlemail.com Dreiländereck Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen kontakt@luftaufnahmen-multikopter.de 66578 Schiffweiler Saarland und Umgebung M. 0151 611 282 89 info@saardrones.de www.saardrones.de 66606 St. Wendel Kitzrettung-Saarland e.V. M.156 7845 800 5 info@kitzrettung-saarland.de Initiative Rehkitzrettung Leitersweiler/Grügelborn M. 01759167636 66646 Alsweiler & Umgebung Initiative pro Kitz M. 0176 222 810 71 oder M. 068 534 000 35 prokitz-alsweiler@gmx.de 66793 Saarwellingen Rehkitzrettung mit Wärmebilddrohne Regionalverband Saarbrücken M. 0172 7264018 oder M.01511 4156687 Landkreis Saarlouis M. 01515 7740499 oder M.01702031048 Landkreis Merzig-Wadern M. 0174 6373613 oder M. 0172 6689022 Landkreis Neunkirchen M. 0172 7206311 oder M. 0179 5310293 Saarpfalz-Kreis T. 06826 8230020 oder T. 06893 9680735 66869 Küsel Drohnen Team Kitzrettung M.0171 101 944 0 oder M.0152 313 945 93 Kitzrettungmuehlberg@yahoo.com Drohnen Team Kitzrettung M.0171 740 656 9 jensklink@gmx.de Drohnen Team Kitzrettung M. 0151 504 199 57 Drohnen Team Kitzrettung M. 0176 419 435 07 67059 Ludwigshafen Drohnen Team Kitzrettung M.0172 72 10 000 Jagd-Bernd@Online.de 67098 Bad Dürkheim Drohnen Team Kitzrettung M. 0172 975 683 9 gunterschledorn@tonline.de 67227 Frankenthal, Rhein-Pfalz-Kreis, Worms, Bad Dürkheim, Ludwigshafen Drohnen Team Kitzrettung M . 0174 991 713 4 sebastian.a.dietz@gmx.de 67246 Dirmstein · südliches Rheinland-Pfalz und nordwestliches Baden-Württemberg M. 0159 05 89 74 68 matthiaswitt1997@gmail.com 67292 Donnersberg Drohnen Team Kitzrettung M . 0177 3007838 hubert.blim@outlook.de Drohnen Team Kitzrettung M . 017622111489 torsten.windecker@svlfg.de Drohnen Team Kitzrettung M.01747382077 info@weber-engraving3d.de Drohnen Team Kitzrettung M .015209334935 s.bischoff@ljv-rlp.de Drohnen Team Kitzrettung M. 0172 66 26 203 T. 06357 1448 David@Rehkitzrettung-Donnersberg.de Drohnen Team Kitzrettung M 0171-5252540 oliver-gl@essge.de Drohnen Team Kitzrettung T. 06381-3687 jagdbezirk-kusel1@kabelmail.de 67578 Gimbsheim Drohnen Team Kitzrettung M.0175 422 940 9 ccoswald602@gmail.com 67655 Kaiserslautern Drohnen Team Kitzrettung M. 0151 524 804 50 kitzrettung-nb@outlook.de ·Drohnen Team Kitzrettung M. 0176 569 192 47 info@feldwaldwiesenwestpfalz.com https://feldwaldwi esenwestpfalz.com Drohnen Team Kitzrettung M. 0171 1266428 guenther.degen@gmx.de Drohnen Team Kitzrettung M. 0179-7449530 david@biolandhof-nau.de Drohnen Team Kitzrettung M. 0171 4817746 markus-s-mueller@tonline.de Drohnen Team Kitzrettung M.0176-70542399 steffenbrunck0@gmail.com 67685 Weilerbach Feld-Wald-Wiesen-Westpfalz e. V. M. M. 0176 569 192 47 info@feldwaldwiesenwestpfalz.com 67714 Waldfischbach Burgalben + 10 km Umkreis Drohnen Team Kitzrettung 0172 894 425 2 tierschutz.waldfischbach@gmx.de www.tierschutzwaldfischbach.de 68642 Bürstadt 50 km im Umkreis M. 0176 62 56 94 10 skyflypics@gmx.de 69251 Gaiberg Rehkitzrettung Rhein -Neckar M. 0176 320 610 88, info@rehkizrettung-rhein-neckar.de 69483 Wald-Michelbach Rehkitzrettung Überwald e. V. T. 062 076 328 j-r.behrens@t-online.de T.06207-5856 ijwolf@t-online.de 69514 Laudenbach Rhein-Neckar-Kreis (BW), Bergstraße & Odenwald (Hessen) M. 0157 80 40 34 35 info@felixdiehlmann.de http://www.felixdiehlmann.de Vorherige PLZ Ergänzungsvorschläge? Schreiben Sie uns . Nächste PLZ

  • Jagdfreies Grundstück - Rückzugsort für Wildtiere

    Mit Ihrer Spende unterstützen Sie Grundstückeigentümer ihre Rechte zur Durchsetzung zum jagdfreien Grundstück auf dem Rechtsweg durchzusetzen. Außerdem ermöglichen Sie uns weitere jagdfreie Grundstücke als Rückzugsgebiete für Wildtiere zu sichern. Keine Jagd auf meinem Grundstück Mit Ihrer Unterstützung konnten wir in diesem Jahr bereits die Finanzierung der jagdlichen Befriedung eines 28.000 qm großen Waldstücks im Ahrtal sicherstellen. Die Rechtsanwältin ist beauftragt. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Vielen Dank! Aktuell verhandeln wir in Rheinhessen, südwestlich von Mainz, über den Kauf eines weiteren etwa 14.000 qm großen Waldgrundstücks, welches wir jagdlich befrieden wollen. Mehr als die Hälfte davon macht eine Waldwiese aus. Die Kosten für den Erwerb betragen etwa 20.000 Euro. Bisher erreicht: Spenden Sie jetzt – Sie haben viele gute Gründe: Wildtierschutz Deutschland e.V. ist gemeinnützig Spenden können von der Steuer abgesetzt werden. Mit Ihrer Spende kaufen wir Waldgrundstücke und helfen wir Grundstückseigentümern bei der Durchsetzung ihrer Rechte zur jagdlichen Befriedung von Grundstücken. Spendenquittung automatisch im Februar des Folgejahres Start

  • wildtierauffangstationen-baden-wuerttemberg-stuttgart-tuebingen

    Wildtierauffangstationen für Wildtier-Notfälle in Baden-Württemberg Hilfe für verletzte Wildtiere - Postleitzahl 7 Wildtierauffangstationen und Pflegestellen in Baden-Württemberg Welches Tier hast du gefunden? Hier klicken . Ratgeber: Was bei Wildtiernotfällen beachtet werden sollte inkl. erste Hilfe Wildvogelhilfe oder Taubennotfall : Jeweils der FB-Gruppe beitreten, Foto des Vogels posten, Umstände erläutern - schnelle sachkundige Hilfe! Fledermaus -Betreuer in Baden-Württemberg: 0179 4 97 29 95 70192 Stuttgart Verein der Igelfreunde Stuttgart u. U. e.V, T: 0711 256 75 63 72074 Tübingen Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg e. V. , Schnelle Hilfe in vielen Regionen von Baden-Württemberg, in anderen deutschen Bundesländern und im angrenzenden Ausland 72116 Mössingen NABU Vogelschutzzentrum , Wildvögel und Fledermäuse, T: 074 731 022 (Mo-Fr 9-12 Uhr, 13-17 Uhr, M: 0179 291 484 1 - Fledermausnotruf : M: 0179 497 29 95 72218 Wildberg/Schönbronn Tiere aller Art : Alle Tiere sandy.grossmann1992@web.de M: 0171 267 2018 72290 Loßburg Feldhasenhilfe: Feldhasen und Wildkaninchen T: 049 54 47 55 73095 Albeshausen Moppel-Hoppel Tiere in Not e.V. : Kaninchen und Wildtierauffangstation M: 0176 42 57 35 22 73463 Westhausen NABU Wildvogelpflegestation, Wildvögel und Fledermäuse, T: 07363 816 205 8 , M: 0173 660 661 5 73642 Eibenhof Greifvögel und Eulen M:0171 923 0101 73660 Urbach Igelhilfe : Igel T: 07181 88 62 46 74177 Bad Friedrichshall (in Untergriesheim) NABU-Greifvogelstation Helmut Weber , Greifvögel, Eulen , T: 0713 631 60 , -1356 oder 91 24 14 webmaster@weber-we.de 74193 Schwaigern-Massenbach Igel -Connection Schwaigern u.U. e.V., Raiffeisenstr. 42, T: 07138 812 91 13 74653 Künzelsau Tierschutzverein Hohenlohe : Igel info@tierschutzverein-hohenlohe.de T: 0 79 42 945 740 (AB wird mehrmals abgehört) Notfall Rufnummer M:0152 043 380 06 74918 Angelbachtal Private Wildtierhilfe : Füchse, Vogel alle Art M: 0163 9136 787 74933 Neidenstein Igelhilfe Neidenstein , igelhilfe-neidenstein@gmx.de , M: 0174 58 88 3 27 75385 Bad Teinach- Zavelstein Verein d.Igelfreunde Stuttg.e.V. : Igel T: 07053 92 047 75xxx bis 76xxx (Regionen Karlsruhe - Pforzheim - Heilbronn) Bei NOTFÄLLEN wählen Sie bitte die Nummer der Tierrettungsleitstelle U-N-A : 0700-952 952 95 (12ct/pro Minute) 75xxx bis 79xxx (Regionen Karlsruhe bis Freiburg) THRO Tierhilfs- und Rettungsorganisation e. V. , T. 07807 94 91 81 76297 Stutensee Deutsche Falkenorden : Greifvögel und Eulen hornung-elektrotechnik@t-online.de M: 0172 729 0177 76476 Bischweier Wildtierpflegestation Mittelbaden e.V. , Gartenschläfer, Siebenschläfer, Eichhörnchen, Feldhasen, Wildkaninchen, Rehe, Fuchswelpen, Steinmarder, Baummarder, Iltis, Hermelin, Mauswiesel, Wiesel, Dachswelpen nur Erstversorgung dann Weitergabe. Notruf 0171 417 3005 76676 Graben-Neudorf Terra Mater e.V. , Reptilien-Auffangstation, T. 07255 71 92 24 76689 Karlsdorf-Neuthard Greifvogel in Not : Greifvögel und Eulen M: 01579 25 13 889 76698 Ubstadt-Weiher Terra Mater e.V., Greifvogelhilfe, E-Mail tm-hh@terra-mater.de 76703 Kraichtal Pflegestation für Jungfüchse: Jungfüchse Tel.: 0171-311 04 27 renatereiff@t-online.de 76857 Gossersweiler Stein Auffangstation für Reptilien und Exoten : Reptilien, Amphibien, Wirbellose, Säugetiere , Vögel KEINE domestizierten Haustiere Kevin@auffangstation-reptilien.de T: 0634 699 99 57 0 Notfallnummer für Behörden M: 0176 810 50 550 76865 Rohbach / Pfalz Ehrenamtliche Wildvogelhilfe e.V. : Rabenartige, Meisen , Schwalben, Enten, Schwäne, Gänse nach Absprache und Platz M: 0157 867 931 91 76879 Bornheim Storchenscheune : Störche T : 06348 610 757 Im Notfall : 0170 613 6999 oder 0176 95 46 48 55 78194 Immendingen Tiere in Not e.V. : Igel T:074 628 192 M:0170 33 89 634 78269 Volkertshausen Biotop e.V. Wildvogelstation und Wildtierhilfe Hegau, Bodensee , info@wildtierhilfe.org T: 077 74 939 07 23 , M: 0162 628 80 15 M: 0177 39 340 75 78462 Konstanz Eichhörnchen Auffangstation: Eichhörnchen Notfalltelefon M:0171 587 5 777 79117 Freiburg www. eichhoernchenstationfreiburg .de , T: 0761 456 22 69 M: 0173 157 0579 (ausschließlich Eichhörnchen-Notrufe) 79238 Ehrenkirchen-Scherzingen Tierschutzzentrum Ehrenkirchen-Scherzingen, alle Wildtiere und alle Wildvögel, info@tierrettung-freiburg.de T: 076 647 096 79379 Müllheim-Hügelheim Pflegestation für Wildtiere (NABU) : Wildtiere und Wildvögel T: 07631 24 15 79807 Lottstetten Arbeitskreis Igel - und Umweltschutz e.V, T: 07745 71 67 79843 Bachheim Greifvögel T: 07654 84 97 M: 0172 99 85 485 Weitere Igel-Pflegestellen PLZ 7 Wildvogelhilfe oder Taubennotfall : Jeweils der FB-Gruppe beitreten, Foto des Vogels posten, Umstände erläutern - schnelle sachkundige Hilfe! Vorherige PLZ Ergänzungsvorschläge? Schreiben Sie uns . Nächste PLZ

  • Wildtierschutz Deutschland e.V. | Niedersachsen

    Wildtierschutz Deutschland fordert die Abschaffung der Hobbyjagd: Schuss und tot ist Jägerlatein. Häufig werden Füchse, Wildschweine und andere Wildtiere zunächst schwer verletzt. Die Tier- und Naturschutzorganisation ist bundesweit tätig. Kritische Beiträge zur Jagd ... und mehr in Niedersachsen Aktuelles zu Wildtieren, Jagd und Naturschutz von Wildtierschutz Deutschland e.V. - Niedersachsen Niedersachsens Landesjagdgesetz verbietet die Baujagd nur am Naturbau Petition Baujagd und Schliefanlagen Gegen Ende November hatten wir Gelegenheit im Rahmen der Verbandsanhörung zur Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes eine Stellungnahme abzugeben. Wir haben uns in diesem Rahmen u.a. für einen verpflichtenden Einsatz von Wärmebilddrohnen bei der Rehkitzrettung eingesetzt. Denn alle anderen Maßnahmen der Kitz- und Wildtierrettung im Vorfeld von Erntemaßnahmen haben sich als nicht ausreichend praktikabel erwiesen. Der Einsatz von Hunden 13. Dez. 2025 Gänsejagd: Besonders geschützte Zugvögel im Naturschutzgebiet Unterems getötet Wattenrat-Mitarbeiter Eilert Voß beobachtet seit Anfang November 2025, wie in jedem Jahr, bei jedem Wetter das jagdliche Geschehen mit Fernglas und Kamera in den Bereichen des Naturschutzgebietes Unterems. Das Gebiet ist fast vollständig auch als FFH-Gebiet „Unterems und Außenems“ und in Teilbereichen als das EU-Vogelschutzgebiet „Emsmarsch von Leer bis Emden“ ausgewiesen. Hier befinden sich u.a. große Überwinterungsplätze von arktischen Gänsen. 22. Nov. 2025 im Naturschutz 3. Dez. 2025 Hubertusmesse: Mit Gottes Segen Wild erlegen? Südwestlich von Ahlden (im Heidekreis in Niedersachsen) erstreckt sich die Schotenheide, ein weitläufiges, unzerschnittenes Waldgebiet, in dem das Naturschutzgebiet „Moor in der Schotenheide“ und das Naturdenkmal „Schwedenschanze“ als besonders schützenswerte Einsprengsel liegen. Prägten früher ausgedehnte Heideflächen das Landschaftsbild, so wechseln sich heute kleine strukturreiche Mischwälder mit monotonen Kiefernforsten ab, an die im Osten die Grethemer und die Büchtener 19. Nov. 2025 Schliefenanlagen: Kein Jagdhundetraining am lebenden Fuchs Hör doch mal rein | Es kann nicht länger toleriert werden, dass im Jahr 2025 in Deutschland immer noch Füchse in viel zu kleinen... 1. Aug. 2025 Besuch beim Sim-Fox in Dänemark – Tierschutz ist nicht teilbar Die Beteuerung „Tierschutz ist nicht teilbar“ aus der Feder einer Jagdzeitschrift ist nicht überzeugend. Die Aussage zielte darauf ab,... 9. Juli 2025 Todesfalle für Vögel: Insekten-Klebetafeln im EU-Vogelschutzgebiet Ochsenmoor in Niedersachsen Hör doch mal rein | Im niedersächsischen Naturschutzgebiet Ochsenmoor ist im Mai 2025 ein Vogel qualvoll auf einer Klebefalle verendet,... 2. Juni 2025 Wiesenbrüter Teil 3: Vorrang für den Lebensraumschutz Hör mal rein | Die Bestände von Kiebitz, Brachvogel, Uferschnepfe, Rotschenkel und Bekassine sind bekanntlich hochgradig bedroht. Manche... 18. Apr. 2025 Wiesenvögel, Teil 2: Prädationsmanagement mit der Waffe nicht zielführend Hör mal rein | Ein großer Vogel mit einem enorm langen gebogenen Schnabel gleitet langsam auf die nasse Wiese hinab. Seine lauten... 26. März 2025

  • Alles über Wildschweine | Afrikanische Schweinepest

    Die Afrikanische Schweinepest ist kein Problem der Wildschweine und Jagd ist nicht die Lösung des Problems. Alles über Wildschweine und die Afrikanische Schweinepest (ASP) Alle Themen rund um das Wildschwein finden Sie hier (bitte klicken) Wie viele Wildschweine gibt es in Deutschland? Warum Tiere bei Drückjagden besonders leiden Alle Themen rund um die Afrikanische Schweinepest (bitte klicken) Afrikanischen Schweinepest: Fakten statt Panik by Prof. Herzog Warum die Wildschweinjagd in Sachen ASP nicht weiterführt

  • Großer Brachvogel | Wildtierschutz Deutschland

    Seinen deutschen Namen hat der Große Brachvogel von „brache“ bzw. mittelhochdeutsch „brake“, damit waren unbestellte Äcker oder brachliegendes Land gemeint. Er lebte in Mooren und schwer zu bewirtschaftendem Ödland, bevor er zu einem Wiesenvogel und damit Kulturfolger wurde. Er ist der größere der beiden in Europa vorkommenden Brachvogelarten, allerdings wird der Namenszusatz „Großer“ heute meist nicht mehr verwendet und er wird einfach Brachvogel genannt. (Großer) Brachvogel Numenius arquata Bilder : Harry Schulz | Dr. Martin Steverding | Text : Dr. Martin Steverding Das Wichtigste in Kürze | Wesentliche Merkmale | Wo der Brachvogel brütet | Nahrung + Nahrungssuche | Fortpflanzung + Jahreszyklus | Verbreitung + Bestandsentwicklung | Gefährdung + Schutz | Prädation + Prädationsmanagement Das Wichtigste zum Brachvogel in Kürze Der „Große“ unter den Brachvögeln Seinen deutschen Namen hat der Große Brachvogel von „brache“ bzw. mittelhochdeutsch „brake“. Damit waren unbestellte Äcker oder brachliegendes Land gemeint (Kruckenberg 2023). Er lebte in Mooren und schwer zu bewirtschaftendem Ödland, bevor er zu einem Wiesenvogel und damit Kulturfolger wurde. Er ist der größere der beiden in Europa vorkommenden Brachvogelarten, allerdings wird der Namenszusatz „Großer“ heute meist nicht mehr verwendet und er wird einfach Brachvogel genannt. Der deutlich kleinere Regenbrachvogel brütet im Norden Europas. Er ist ein seltener Durchzügler im mitteleuropäischen Binnenland, aber in Küstennähe regelmäßig zu beobachten. Der lange Schnabel des Brachvogels: Erdbohrer und Tastorgan Der Brachvogel ist ein relativ großer und hochbeiniger Vogel mit braungeflecktem Tarngefieder, die Körperhöhe liegt bei rund 50 cm, die Flügelspannweite bei etwa einem Meter. Sein Markenzeichen ist der bis zu 16 cm lange gebogene Schnabel. Mit ihm sondiert er das Erdreich auf der Suche nach Würmern und Insektenlarven. Die Spitze seines Bohr- und Tastwerkzeugs ist überaus feinfühlig und für einen Vogelschnabel erstaunlich weich und flexibel. Er ertastet damit seine Nahrung und kann den Schnabel an der Spitze so weit öffnen, dass er damit kleine Bodentiere ergreifen und aus dem Erdreich ziehen kann. Die Melodie der Moore und Feuchtwiesen Der Brachvogel ist kein Singvogel, dennoch zählen seine Rufe zu den klangvollsten Vogelstimmen Europas. Das klagende Flöten und vor allem das unverwechselbare Trillern sind kilometerweit hörbar. Brachvögel mögen es offen, weit und nass: Ursprünglich besiedelten sie die großen baumlosen Moore, von denen heute nur noch kleine Reste übrig sind. Rechtzeitig eroberten sie aber die Feuchtwiesen als ihren Lebensraum und profitierten einige Zeit von einer nicht allzu intensiven Grünlandnutzung. Nun aber ist auch dieser Lebensraum weitgehend verschwunden. Brachvogel - akut vom Aussterben bedroht! Offene Moore und nasses Grünland sind bedroht, die kleinen Rest(schutz)gebiete reichen als Lebensraum für den Vogel mit großem Platzbedarf nicht aus. Er ist daher in der Roten Liste Deutschland als vom Aussterben bedroht, Gefährdungsgrad 1, eingestuft. Der Hauptgrund für die Seltenheit und die Gefährdung des Brachvogels ist somit, wie bei so vielen Arten, der Mangel an geeignetem Lebensraum. Verstecken und verteidigen Als Bodenbrüter gibt es zwei Strategien, um sich vor Beutegreifern zu schützen: Die Tarnung, um möglichst gar nicht erst wahrgenommen zu werden, und die aktive Verteidigung. Der Brachvogel beherrscht beides. Nähert sich ein Beutegreifer, halten die Brachvögel oft erst einmal die Füße still, verlassen sich auf ihr Tarngefieder und werden meistens nicht bemerkt. Werden sie doch entdeckt oder will der „Feind“ nicht verschwinden, gehen sie durchaus zum Angriff über. Die wendigen und großen Vögel mit ihren langen Schnäbeln sind ziemlich wehrhaft, wenn auch nicht ganz so gewandt in der Luftverteidigung wie zum Beispiel Kiebitze. Wattenmeer: Internationaler Sammelplatz für Brachvögel Wer im Sommer am Wattenmeer unterwegs ist, findet im Spülsaum häufig große Mengen von braunen, hell getupften oder auf weißem Grund dunkel gebänderten Federn. Es sind die Mauserfedern des Großen Brachvogels (oder zum Teil ähnlich aussehende Federn junger Möwen). Das Wattenmeer ist ein internationaler Sammelplatz für Brachvögel. Kaum ist die Brutzeit beendet, ziehen sehr viele an die Wattenküste der Nordsee. Hier verbringen sie die kräftezehrende Mauser, den jährlichen Wechsel des gesamten Gefieders. In oft großen Schwärmen schreiten sie über den Schlamm und sondieren mit ihren langen Schnäbeln nach den zahllosen Kleintieren oder suchen ihre Nahrung auf den küstennahen Wiesen. Ein kleinerer Teil mausert aber auch an verschiedenen Orten im Binnenland. Brachvögel unter Beschuss Obwohl nach Europarecht streng geschützt, gerät der Brachvogel immer noch unter Beschuss. Viele Brachvögel ziehen an der französischen Atlantikküste entlang, wo nach wie vor Jagd auf sie gemacht wird. Es werden zwar nicht mehr Tausende jedes Jahr geschossen, wie noch vor wenigen Jahren, aber die nach europäischem Recht illegale Jagd auf Brachvögel ist noch nicht beendet. Woran erkennt man den Brachvogel - was sind seine wesentlichen Merkmale? Der Brachvogel ist der größte europäische Watvogel , rund 50 cm hoch mit einem bis zu 16 cm langen gebogenen Schnabel und etwa ein Meter Flügelspannweite. Der Große Brachvogel kann mit dem nordischen Regenbrachvogel verwechselt werden, der im Binnenland ein seltener, an der Küste aber ein regelmäßiger Durchzügler ist. Der Regenbrachvogel ist kleiner, kurzschnäbliger und hat einen dunklen Scheitel mit heller Mittellinie. Hochbeinig mit schreitendem Gang - ähnlich einem Stelz- bzw. Schreitvogel - beobachtet man den Brachvogel bei der Nahrungssuche mit dem langen Schnabel im Boden stochernd. Sein Gefieder wirkt aus der Ferne relativ hell braun oder graubraun , aus der Nähe erkennt man feine Flecken- und Strichelzeichnung. Im grünen Gras ist der Brachvogel zwar schon recht unauffällig, jedoch im Ursprungslebensraum Moor perfekt getarnt. Das Markenzeichen des Brachvogels, der extrem lange und gebogene Schnabel ist beim Weibchen länger als beim Männchen. Die weiblichen Vögel sind auch insgesamt größer und kräftiger. Mit bis zu 70 km/h gleitet er elegant, etwas möwenartig, mit relativ langsamen Flügelschlägen und schlanken zugespitzten Flügeln durch die Lüfte. Er hat eine markante Stimme: Immer lauter ansteigender Flötenruf und der melodisch trillernde meist im Gleitflug vorgetragene Reviergesang. Bei Gefahr in Nestnähe äußert sich der Brachvogel mit kurzen, harten Warnrufen. Meistens hält der Brachvogel sich am Boden auf . In Nestnähe bzw. bei den Jungen wachende Vögel werden gelegentlich auf Weidepfählen und anderen hohen Punkten stehend beobachtet. Im Brutgebiet lebt der Große Brachvogel territorial und paarweise. Vor allem zu Beginn der Brutzeit bevorzugen die Vögel Gruppenschlafplätze. Außerhalb der Brutzeit treten sie gesellig, oft in großen Schwärmen auf. Im Brutgebiet hält sich der Brachvogel etwa von Ende Februar bis Ende Juni, Anfang Juli auf. Bei Brutverlust zieht er zum Teil bereits im Mai ab. Viele mitteleuropäische Brachvögel mausern im Sommer im Wattenmeer , manche auch an Mauserplätzen im Binnenland, z. B. in Bayern. Sie überwintern überwiegend an den Küsten West- und Südwesteuropas . Wo brütet der Große Brachvogel? Wie fast alle Watvögel oder Limikolen ist der Brachvogel ein Bodenbrüter. Er legt seine meistens vier Eier in eine Mulde in offener niedriger Wiesen- oder Moorvegetation oder gar auf nahezu kahle Ackerflächen. Dabei scheint der Brachvogel gezielt Orte auszusuchen, deren Farbe mit der seines Gefieders übereinstimmt. An Stellen mit Vegetationsresten aus dem Vorjahr oder auf Äckern mit ein wenig Krautwuchs ist der brütende Brachvogel extrem gut getarnt. Er duckt sich meist tief am Boden, so dass er selbst bei niedriger Vegetation nur sehr schwer zu erkennen ist. Die bevorzugten Lebensräume des Brachvogels sind in Deutschland extensiv genutztes Grünland (insbesondere auf ehemaligen Moorstandorten), sowie Moore, Heiden und Dünenlandschaften (Gedeon et al. 2014, Grüneberg & Sudmann et al. 2013). Bruten finden nicht selten auch auf Äckern statt, jedoch dann entweder in direkter Nachbarschaft zu den genannten Lebensräumen oder auf ehemaligen Grünland- oder Moorstandorten, die aufgrund der Brutplatztreue noch besiedelt sind. Brachvögel halten auch bei drastischen Lebensraumverschlechterungen zumeist an ihren Revieren fest, wobei dann in der Regel der Bruterfolg ausbleibt und die Gebiete allmählich verwaisen (Grüneberg & Sudmann et al. 2013). Sie können über 30 Jahre alt werden, so dass entwertete bzw. zerstörte Reviere oft noch lange besetzt bleiben (Kruckenberg 2023). Nahrung und Nahrungssuche Die Nahrungssuche des Brachvogels ist schnepfentypisch: Er stochert mit seinem überaus langen Schnabel im Erdreich nach Würmern und Insektenlarven. Dabei ertastet er die Nahrungstiere mit seiner feinfühligen Schnabelspitze. Er kann die Spitze des Oberschnabels bewegen und so die Tiere wie mit einer Pinzette ergreifen und aus dem Erdreich ziehen. Brachvögel benötigen für die Nahrungssuche einen weichen und feuchten Boden. Sie können aber auch Nahrung durch Ablesen von der Bodenoberfläche oder von Halmen oder Blättern aufnehmen. Im Binnenland gehören Regenwürmer und Tipuliden(Schnaken)-larven, sowie verschiedene weitere Insekten zur Hauptnahrung. Gelegentlich fressen Brachvögel Samen und Beeren. Im Watt besteht die Hauptnahrung aus Krebstieren und Ringelwürmern, z. B. Wattwürmern. Gelegentlich können Brachvögel auch kleine Wirbeltiere wie Fische, Amphibien oder Eidechsen erbeuten (Glutz et al. 1986). Fortpflanzung und Jahreszyklus Der Brachvogel ist vorwiegend Kurzstreckenzieher, der in Deutschland etwa von Ende Februar/März bis Juni oder spätestens Juli in den Brutgebieten anzutreffen ist. Bei Brutverlust kann der Abzug bereits im Mai erfolgen. Viele Brachvögel mausern im Sommer am Wattenmeer, es bestehen aber auch größere Mauserplätze weit im Binnenland, z. B. in Bayern (Rudolph & Einsiedler 2019). Die Überwinterungsgebiete der in Deutschland brütenden Brachvögel reichen vom niedersächsischen Wattenmeer bis nach Südspanien und Irland. Tendenziell überwintern Brachvögel je weiter nördlich, desto weiter nördlich sich ihre Brutplätze befinden. Die wichtigsten Überwinterungsgebiete der nordwestdeutschen Brutvögel liegen u. a. in der Bretagne, der Normandie, der britischen und irischen Küsten, dem niederländischen Wattenmeer und dem Rheindelta (Kruckenberg 2023). Das Überwinterungsgebiet im Rheindeltabereich reicht bis in den äußersten Nordwesten des deutschen Niederrheins bei Emmerich. Brachvögel sind in ihren Überwinterungsgebieten weitgehend ortstreu und nutzen häufig langjährig dieselben Nahrungsflächen und Hochwasserrastplätze (Kruckenberg 2023). Auch im Brutgebiet sind Brachvögel sind meistens sehr reviertreu, so dass sich dieselben Partner über viele Jahre an ihrem angestammten Brutplatz treffen. Die Revierbesetzung erfolgt in Mitteleuropa im Spätwinter oder Vorfrühling, in wintermilden Gebieten Westdeutschlands regelmäßig bereits Ende Februar. Von der Revierbesetzung bis zur Eiablage vergehen einige Wochen, die Brutzeit beginnt im nordwestdeutschen Flachland etwa Ende März / Anfang April. Die meistens vier Eier werden in eine Bodenmulde gelegt. Brachvögel bevorzugen Stellen mit Altgras (Glutz et al. 1986), was vermutlich der optimalen Tarnung des brütenden Vogels dient. Die Eier sind tarnfarbig mit olivgrüner oder bräunlicher Grundfarbe und dunklen Flecken. Sie liegen mit den spitzen Polen zueinander gewandt im Nest und bilden dadurch annähernd ein Quadrat. Bei Verlust des Geleges, beispielsweise durch Beutegreifer oder durch Landwirtschaftsmaschinen, erfolgt regelmäßig ein Nachgelege. Ein zweites Nachgelege scheint aber selten zu sein (Glutz et al. 1986). Die Brut beginnt erst mit Ablage des letzten Eies, so dass die Jungen mehr oder weniger gleichzeitig schlüpfen und somit gleichalt sind. Die Partner wechseln sich beim Brüten einander ab, der nicht brütende Vogel wacht häufig in Nestnähe. Die Brutdauer liegt meistens bei 27 bis 29 Tagen. Die Jungen sind Nestflüchter, die die Nistmulde kurz nach dem Trocknen des Dunenkleids verlassen. Im Alter von etwa fünf Wochen (33 bis 37 Tage laut Meyer et al. 2017) sind sie flugfähig. In der Brutzeit sind Brachvögel ausgesprochen territorial, die Paare verteidigen ihre Reviere gegenüber Artgenossen. Außerhalb der Brutzeit sind sie gesellig und oft in Schwärmen anzutreffen. Zu Beginn der Brutzeit nutzen Brachvögel häufig Gemeinschaftsschlafplätze, die mehrere Kilometer von den Brutrevieren entfernt liegen können. Verbreitung und Bestandsentwicklung des Großen Brachvogels Der Brachvogel brütet überwiegend in der gemäßigten und der Steppenzone Eurasiens (Gutz et al. 1986). In Europa reicht seine Verbreitung auch weit in den borealen Bereich Skandinaviens hinein. In Mitteleuropa ist er lückenhaft verbreitet und südlich der Alpen bzw. im gesamten Mittelmeerraum brütet er nicht (u. a. Svensson et al. 2011). In Deutschland brüten etwa 88 Prozent des Bestandes im Binnenland und etwa 12 Prozent an den Küsten. Es bestehen zwei Verbreitungsschwerpunkte: zum einen das nord- und nordwestdeutsche Tiefland und zum anderen Altmühltal, Nördlinger Ries, Donau- und Isartal (Gedeon et al. 2014). Die größten Bestände leben im nordwestdeutschen Flachland auf den Ostfriesischen Inseln, Emsland, Grafschaft Bentheim, Oldenburger und Westfälisches Münsterland, Diepholzer Moorniederung, Teufelsmoor, Eider-Treene-Sorge-Niederung und den Hochmooren der Schleswigschen Geest. Die Vorkommen setzen sich ostwärts bis in die Altmark, die Prignitz und das Havelland fort, wo der Brachvogel aber deutlich seltener ist als weiter westlich. Außerhalb dieser Schwerpunkte bestehen nur kleine isolierte Vorkommen, beispielsweise in der hessischen Wetterau und in der südlichen Oberrheinebene (Gedeon et al. 2014). Den größten Bestand innerhalb Deutschlands hat Niedersachsen, an zweiter Stelle folgt Nordrhein-Westfalen, wo sich die Vorkommen ausschließlich auf die Niederungen konzentrieren. Der Schwerpunkt liegt in NRW im äußersten Norden und Nordwesten an der Grenze zu Niedersachsen und den Niederlanden (Grüneberg & Sudmann et al. 2013). In den ehemals großen Moorgebieten Deutschlands war der Brachvogel ursprünglich weit verbreitet. Zunächst profitierte er darüber hinaus von der Umwandlung von Auwäldern in Grünland in den Flussniederungen und von der allgemeinen Ausbreitung der Grünlandnutzung. In Norddeutschland erreichte er daher sein Bestandsmaximum etwa in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Seitdem sind seine Bestände stark rückläufig, Ursachen sind die fortschreitende Zerstörung der Moore, Entwässerung von Feuchtwiesen, Umwandlung von Grünland in Acker und allgemein die Intensivierung der Landwirtschaft (Gedeon et al. 2014, Grüneberg & Sudmann et al. 2013). Es wird auch zunehmender Prädationsdruck als Ursache angegeben, dieser hängt allerdings eng mit unterschiedlichen Lebensraumparametern zusammen (s. u.). In einigen Regionen konnte durch Schutzmaßnahmen wie Wiedervernässung der negative Trend gestoppt oder zumindest gebremst werden, dennoch ist die Tendenz insgesamt weiterhin rückläufig. Der bundesweite Brutbestand für den Zeitraum von 2005 bis 2009 wird mit 3.700 bis 5.000 Paaren angegeben (Gedeon et al. 2014), allerdings wird auf einen wahrscheinlich zu hohen Maximalwert der genannten Spanne hingewiesen. Gefährdung und Schutz des Brachvogels Der Brachvogel ist gemäß Art. 1 der EU-Vogelschutzrichtlinie (Richtlinie 2009/147/EG) streng geschützt, für ihn gelten somit die Zugriffsverbote des § 44 Abs. 1 BNatSchG (Verletzungs- und Tötungsverbot, Störungsverbot und Schädigungs-/Zerstörungsverbot von Fortpflanzungs- und Ruhestätten). In der Roten Liste Deutschlands ist er unter der Gefährdungskategorie 1 (vom Aussterben bedroht) aufgeführt (Ryslavy et al. 2020). Zerstörung von Bruthabitaten: Die wichtigste Gefährdungsursache für den Brachvogel ist die Entwertung oder Zerstörung seiner Brutgebiete durch Grünlandumbruch, Grundwasserabsenkung und Nutzungsintensivierung einschließlich Dünger- und Pestizideinsatz (Grüneberg & Sudmann et al. 2013). Bedeutend für den Brachvogel und andere Wiesenvogelarten ist Bodenfeuchtigkeit durch hohen Grundwasserstand oder regelmäßige Überflutungen, weshalb der Erhalt nasser Flächen bzw. die Wiedervernässung von Grünland von zentraler Bedeutung sind. Dazu können beispielsweise Gräben verfüllt oder aufgestaut, sowie Flachwassermulden (Blänken) und nasse Senken angelegt werden (Brüning et al. 2021). Wirksame Lebensraumverbesserungen werden vor allem durch Flächenerwerb ermöglicht, wie es beispielsweise im Rahmen des LIFE-Wiesenvögel-Projektes in Niedersachsen praktiziert wurde (Barkow et al. 2023). Zerschneidung offener Landschaften: Neben der direkten Entwertung der Bruthabitate spielt auch die Zerschneidung offener Gebiete etwa durch Straßen, Windenergieanlagen oder Bauwerke verschiedener Art eine Rolle (Grüneberg & Sudmann et al. 2013). Die Zerschneidung kann zu Störungen durch Personen und Fahrzeuge oder auch zu Kollisionen mit Fahrzeugen führen; letzteres ist insbesondere für Küken eine Gefahr. Brachvögel als Bewohner offener Landschaften meiden in der Regel die direkte Nähe hoher Vertikalstrukturen, weshalb Bauwerke zu Entwertung von größeren Flächen für den Brachvogel führen können. Brutverluste durch landwirtschaftliche Bearbeitung und Weidetiere: Gelegeverluste und geringe Bruterfolge durch landwirtschaftliche Arbeiten werden als „herausragendes Problem“ für Wiesenvögel bezeichnet (Brüning et al. 2021). Die Wahrscheinlichkeit von Brutverlusten steigt mit zunehmender Nutzungsintensität. Auch in vergleichsweise guten Habitaten brüten Brachvögel nicht selten auf angrenzenden intensiv genutzten Ackerparzellen und sind dort durch direkten Verlust der Gelege gefährdet. Auf Weiden mit hoher Weidetierdichte ist zudem die Gefahr für die Gelege durch Viehtritt gegeben (Grüneberg & Sudmann et al. 2013). Zur Vermeidung bzw. Verminderung der Brutverluste durch landwirtschaftliche Arbeiten ist eine gute Erfassung der Brutstandorte und ein gutes Management der Mahdtermine bzw. des Weidetierauftriebs erforderlich (Brüning et al. 2021). Prädation : Der Einfluss von Fuchs, Marder, Rabenvögeln, Reihern, Störchen, Greifvögeln und anderen Beutegreifern hängt von vielen Faktoren ab, u. a. von verschiedenen Lebensraumparametern. Dem komplexen Thema Prädation und Prädationsmanagement ist ein gesondertes Kapitel gewidmet (s. u). Erhöhte Embryonensterblichkeit: Bei Brachvogelprojekten in Baden-Württemberg, Bayern und Schleswig-Holstein (s. auch Meyer et al. 2017) wurde ein hoher Anteil von Eiern festgestellt, aus denen keine Jungen schlüpften. Ausbleibender Schlupf von Jungen ist in der Regel nicht auf unbefruchtete Eier, sondern auf das Absterben von Embryonen zurückzuführen. Es werden mehrere mögliche Ursachen für das offensichtlich vermehrt auftretende Phänomen diskutiert (Boschert et al. 2021): Überalterung der Brachvogelpopulation durch zu niedrigen Bruterfolg bzw. fehlendes Nachrücken junger Vögel Nahrungsmangel bzw. Mangel von bestimmten Nahrungsbestandteilen, wird allerdings aufgrund des guten Ernährungszustandes heranwachsender und erwachsener Vögel in den untersuchten Gebieten als unwahrscheinlich eingestuft Umweltgifte, z. B. Pestizide wie Neonikotinoide oder glyphosathaltige Herbizide Verringerte genetische Diversität, Inzuchtdepression. Jagd auf den Zugwegen: Der Brachvogel wurde früher in weiten Teilen Europas bejagt und er wurde in Deutschland 1977 aus der Jagdzeitenverordnung gestrichen. In Dänemark, Irland, Großbritannien und Frankreich war die Jagd auf den Brachvogel bis in die 2000er-Jahre hinein erlaubt. Erst 2008 wurde ein internationales Moratorium der Brachvogeljagd ausgerufen. In Frankreich wurde die Jagd auf Brachvögel aber nicht ganz eingestellt. Es ist dort weiterhin eine „nachhaltige“ Bejagung von Brachvögeln erlaubt, bei der eine Gefährdung der Art sicher ausgeschlossen sein muss (Kruckenberg 2023). Angesichts der hochgradig bedrohten Bestände dieser Vogelart ist dieses Vorgehen absurd. In der Wintersaison 2013/14 wurde das Moratorium ausgesetzt und es wurden 6.858 Brachvögel an Frankreichs Küsten geschossen. 2019 wurden erneut 6.000 Brachvögel durch die französische Regierung zum Abschuss freigegeben, die Entscheidung wurde aber nach internationalen Protesten wieder zurückgenommen (Kruckenberg 2023, NABU 2025). Die Jagd auf Watvögel (Limikolen) ist trotz ihres Schutzstatus weiterhin in Frankreich ein großes Problem. Wie in keinem anderen EU-Land, wird dort die Jagd auf viele nach europäischem Recht streng geschützte Arten erlaubt (Komitee gegen den Vogelmord 2025). Windenergieanlagen : Bei Offshore-Windparks in der Nordsee wurde Meidungsverhalten von besenderten Brachvögeln festgestellt. Die Windparks üben somit möglicherweise eine Barrierewirkung und ein erhöhtes Kollisionsrisiko für Brachvögel (und viele weitere Vogelarten) aus. Kollisionsgefahr besteht dabei wahrscheinlich vor allem bei schlechter Sicht oder starkem Wind (Kruckenberg 2023). Auch Windenergieanlagen an Land können zu Störwirkungen für Brachvögel führen. Die Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten empfahl 2015 einen Mindestabstand von Windenergieanlagen zu Brutplätzen des Brachvogels und anderer Wiesenlimikolen (Kiebitz, Uferschnepfe, Rotschenkel und Bekassine) von mindestens 500 m und einen Prüfbereich von 1.000 m, innerhalb dessen zu prüfen ist, ob Nahrungsgebiete, Schlafplätze etc. vorhanden sind (LAG-VSW 2015). Inzwischen wurden die Abstandskriterien im Zuge des politisch forcierten Windkraftausbaus insgesamt deutlich abgeschwächt, für Nordrhein-Westfalen gilt nur noch ein zentraler Prüfbereich von 500 m um Brachvogel-Brutplätze (MUNV & LANUV NRW 2024). Kollisionen mit Windenergieanlagen an Land scheinen selten zu sein, bisher wurden vier Totfunde von Brachvögeln an Onshore-Windenergieanlagen in Deutschland dokumentiert (Dürr 2023), eine im Vergleich mit vielen Greifvogelarten auch unter Berücksichtigung der Seltenheit des Brachvogels relativ niedrige Zahl. Das vergleichsweise geringe Kollisionsrisiko dürfte eine Folge des ausgeprägten Meidungsverhaltens sein, die Hauptgefahr durch Windenergieanlagen für Brachvögel besteht also in der Störungs- und Barrierewirkung. Störungen durch Freizeitaktivitäten: Der Brachvogel ist scheu und störungsempfindlich, Spaziergänger und insbesondere freilaufende Hunde sind ein großer Störfaktor und können zur Aufgabe von Bruten oder zum Verlust von Eiern oder Küken durch Auskühlung führen (Brüning et al. 2021). Prädation und Prädationsmanagement: Die Fressfeinde des Großen Brachvogels und wie wir ihn davor schützen können „Schon in den 1970er-Jahren wurde die Prädation durch Füchse als ein wesentliches Problem des Küstenvogelschutzes wahrgenommen“ (Herrmann 2021). Die Prädation von Gelegen und Küken von Bodenbrütern wie dem Großen Brachvogel durch verschiedene Beutegreifer sind ein kontrovers diskutiertes Thema im Natur- und Artenschutz. Innerhalb eines Großteils der Naturschutzverbände findet die gezielte Dezimierung von Prädatoren wie Fuchs, Marder und Wiesel breite Zustimmung, während gefiederte Prädatoren wie der Weißstorch von denselben Verbänden gefördert werden. Der Einfluss von Prädatoren auf Bodenbrüter ist je nach Vogelart sehr unterschiedlich , die größte Gefährdung besteht bei Wiesenbrütern wie dem Brachvogel und bei Großtrappen (Langgemach & Bellebaum 2005). Die Prädationsraten sind in vielen Wiesenvogel-Brutgebieten hoch (u. a. NLWKN 2024), was eine große Zahl unterschiedlicher Gründe hat. Beispielsweise wurde in der Eider-Treene-Sorge-Niederung in Schleswig-Holstein zwischen 2013 und 2017 eine durchschnittliche Prädationsrate von 56 % bei Brachvogelgelegen festgestellt (Meyer et al. 2017). Viele verschiedene Faktoren haben Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit von Eiern, Küken oder auch erwachsenen Vögeln, zur Beute zu werden. Entscheidend ist dabei nicht nur die Häufigkeit bzw. Bestandsdichte von Beutegreifern (Prädatoren), sondern es spielen viele Lebensraumfaktoren eine Rolle. Von besonderer Bedeutung für die Prädationsrate ist der Wasserstand: „In Gebieten mit immer noch oder neuerdings wieder hohen Wasserständen lässt sich beobachten, wie das Wasser die Raubsäugerdichte beeinflusst. In nicht eingedeichten Flussauen ist auch heute noch von einer geringen Dichte reproduzierender Füchse auszugehen“ (Langgemach & Bellebaum 2005). Füchse sind, ebenso wie Marder und Wiesel, in erster Linie Mäusejäger. Die Gelege oder Küken von Wiesenbrütern sind für sie eine Zufallsbeute. Nasse Wiesen weisen geringe Mäusedichten auf und sind für die Mäusefänger daher wenig attraktiv und werden entsprechend seltener von ihnen aufgesucht. Ein zweiter zentraler Einflussfaktor auf die Prädationsrate ist die Siedlungsdichte von Wiesenbrütern : Gute und ausreichend große Lebensräume beherbergen große Wiesenvogelbestände. Nur bei hoher Dichte können Wiesenvögel sich effektiv gegen Beutegreifer verteidigen (Langgemach & Bellebaum 2005). Eine besondere Rolle spielt dabei aufgrund seiner Wehrhaftigkeit der Kiebitz: Alle Wiesenbrüter profitieren von einer hohen Kiebitzdichte aufgrund des effektiven Abwehrverhaltens, das sogar Säuger wie den Fuchs auf Distanz halten kann (Theunissen et al. 2020). Weitere Faktoren werden unten unter „Prädationsmanagement“ genannt. Zu unterscheiden ist die Nest- bzw. Gelegeprädation, die Kükenprädation und das Erbeuten erwachsener Vögel, wobei letzteres eine eher geringe Rolle spielt und hier nicht weiter diskutiert wird. Nest- bzw. Gelegeprädation: Beim Verlust von Gelegen von Wiesenbrütern wie dem Brachvogel spielen Säugetiere, z. B. Fuchs, Waschbär oder Marder, die Hauptrolle, was mehrfach durch den Einsatz von Thermologgern an Wiesenvogelnestern nachgewiesen wurde (Langgemach & Bellebaum 2005, Theunissen et al. 2020, Roodbergen 2022). Rabenvögel und andere Vogelarten spielen laut Langgemach und Bellebaum (2005) dabei eine untergeordnete Rolle. Kükenprädation : Der Brachvogel und die übrigen Wiesenlimikolen wie Kiebitz, Uferschnepfe, Rotschenkel und Bekassine sind Bodenbrüter und Nestflüchter. Die Küken verlassen den Nistplatz wenige Stunden nach dem Schlüpfen und werden von ihren Eltern geführt und verteidigt. Am Dümmer in Niedersachsen wurde im Rahmen einer Untersuchung von 2008 bis 2016 festgestellt, dass von 243 Küken drei Viertel Beute von Säugetieren wurden (Barkow et al. 2021). In anderen Untersuchungen allerdings war die Bedeutung von Vögeln als Kükenprädatoren deutlich höher. In den Niederlanden sind insbesondere Rohrweihe, Silbermöwe, Mäusebussard, Kolkrabe und Fuchs (Theunissen et al. 2020), bzw. Mäusebussard und Graureiher, sowie Hermelin und Fuchs (Roodbergen 2022) als bedeutende Kükenprädatoren festgestellt worden. Aktives und passives Prädationsmanagement Der Einfluss von Prädatoren auf die Bestände von Wiesenvögeln kann auf verschiedene Weise beeinflusst und reduziert werden. Voraussetzung für ein sinnvolles Prädationsmanagement ist eine genaue Kenntnis der wesentlichen vorkommenden Prädatoren und eine wohlüberlegte Ausrichtung der Maßnahmen auf bestimmte Zielarten (Langgemach & Bellebaum 2005, NLWKN 2024). Das Prädationsmanagement beinhaltet laut Brüning et al. (2021) ein Monitoring der Prädation sowie ein aktives und ein passives Prädatorenmangagement . Zum Prädationsmonitoring werden an ausgewählten Nestern Wildkameras eingesetzt, um den Brut- und Schlupferfolg zu dokumentieren. Laut Salewski (2022) begünstigen die Wildkameras die Prädation nicht, sondern führen sogar eher zu misstrauischem Verhalten der Prädatoren. Allerdings ist insbesondere hinsichtlich der Lernfähigkeit von Füchsen oder Rabenvögeln unklar, ob dieser Befund verallgemeinert werden kann. Häufig verwendete Falle für Füchse ist die Betonröhrenfalle Mit aktivem Prädatorenmanagement ist die gezielte Tötung von Beutegreifern wie Fuchs, Marder, Waschbär oder Wiesel gemeint. Diese erfolgt durch alle verfügbaren Jagdmethoden wie Baujagd, Ansitz-, Treib- und Fallenjagd (u.a. NLWKN 2024). Der Einsatz von Lebendfallen, in denen die Tiere dann getötet (oder im Fall von Nicht-Zielarten freigelassen) werden, bildet oft den Schwerpunkt. Im Rahmen der EU-geförderten LIFE-Projekte zum Schutz der Wiesenvögel in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, sowie im Bremer Blockland, wurde jeweils eigens für das Prädatorenmanagement ein Berufsjäger eingestellt (Brüning et al. 2021, Eickhoff 2022, Henke & Schoppenhorst 2022). Dieser ist vor allem für die Koordination der Prädatorendezimierung verantwortlich, die Ausführung erfolgt überwiegend durch die lokalen Hobbyjäger. Im LIFE-Projekt Wiesenvögel NRW wurden bis November 2022 insgesamt 108 Fallen zum Fang und zur Tötung von Beutegreifern aufgestellt. Darüber hinaus werden Füchse im Rahmen des Projektes durch viele verschiedene Methoden bejagt, unter anderem auch durch Baujagd und die Tötung von Welpen am Bau (Eickhoff 2022). Die grausamsten und ethisch umstrittensten Jagdmethoden kommen hier im Namen des Artenschutzes und bei durch Steuergelder finanzierten Projekten zum Einsatz. Die Reduktion von Prädatoren kann zu einer Zunahme anderer Prädatoren aufgrund der wegfallenden Konkurrenz führen, z. B. Zunahme des Iltisses aufgrund der Reduktion des Fuchses (Theunissen et al. 2021). Roodbergen (2022) kritisiert das aktive Prädatorenmanagement aufgrund der Langzeitfolgen für das Ökosystem unter anderem durch den schnellen Ersatz der entnommenen Prädatoren durch andere Prädatorenarten (Nachzieheffekt). Nach ihrer Aussage lässt sich durch aktives Prädatorenmanagement bestenfalls ein leichter Rückgang der Prädationsrate erreichen. Bestätigt wird der Nachzieheffekt von Barkow (2022), der das aktive Prädatorenmanagement als Daueraufgabe bezeichnet und in seinem Vortrag eine Karte des Ochsenmoores am Dümmer präsentierte, in der etwa 200 Standorte von Wieselfallen zu sehen waren. Wegen der Dezimierung der Füchse hatten sich die Wiesel vermehrt und die Rolle der fehlenden Füchse übernommen. Am Dümmer und an der Unterelbe ist nach Aussage von Barkow et al. (2021) die Überlebenswahrscheinlichkeit der Gelege und Küken soweit gesteigert worden, dass die Bestände stabil sind oder zunehmen. Allerdings wird dabei nicht der Effekt der dort erfolgten lebensraumverbessernden Maßnahmen von der Wirkung des Prädatorenmanagements getrennt betrachtet. Somit bleibt unklar, ob die Prädatorenbekämpfung einen Effekt auf die Wiesenvogelbestände ausübt. Hinweise für einen höchstens geringen Effekt der Prädatorendezimierung geben auch Henke & Schoppenhorst (2022) auf einer im Vortrag gezeigten Folie zur Entwicklung des Reproduktionserfolges der Wiesenvögel im Bremer Blockland. Das Prädatorenmanagement zeigt in der Grafik keinen erkennbaren Einfluss auf den Bruterfolg, die Bestandzunahme der Wiesenvögel ist somit offensichtlich weitgehend auf die durchgeführten Wiedervernässungen zurückzuführen. Die Grafik wurde nach aktuellem Kenntnisstand nie veröffentlicht. Für einen bestenfalls schwachen Effekt auf den Bruterfolg der Wiesenvögel werden also in vielen deutschen Schutzgebieten mit hohem Kosten- und Zeitaufwand große Mengen an Tieren getötet und Ökosysteme aus dem Gleichgewicht gebracht. Das gezielte Dezimieren von Beutegreifern scheint ein weitgehend deutsches Phänomen zu sein , das weniger aus rationalen Überlegungen, sondern vielmehr aus dem Einfluss der Jagdlobby hervorgegangen ist. Wie weit dieser Einfluss reicht, zeigt sich im Bremer Blockland, wo der BUND als großer Naturschutzverband gemeinsam mit einem Berufsjäger aktives Prädatorenmanagement betreibt (Henke & Schoppenhorst 2022). Passives Prädatorenmanagement ist die nicht-letale Einwirkung auf die Prädationsrate. Dazu sind verschiedene Maßnahmen möglich, dazu Beispiele: Maßnahmen der Lebensraumgestaltung (vgl. u. a. Langgemach & Bellebaum 2005): Hohe Wasserhaltung, Wiederherstellung oder Nachahmung der natürlichen Wasserverhältnisse, was zur Reduzierung der Kleinsäugerdichte führt. Langgemach & Bellebaum (2005) bezeichnen die Kleinsäugerdichte als Schlüsselfaktor für die Prädationsrate. Flächen mit hohen Kleinsäugerbeständen sind für Füchse und andere Mäusejäger attraktiv und damit einem hohen Prädationsrisiko ausgesetzt. Da Wühlmäuse in nassen Flächen kaum oder keine Baue anlegen können, sind diese für Füchse wenig attraktiv und bergen entsprechend ein deutlich geringeres Prädationsrisiko als trockenere mäusereiche Flächen. Reduktion von Habitatstrukturen, die Vorkommen von Prädatoren begünstigen (z. B. Altgrasstreifen, Gehölze), was sich allerdings negativ auf die Artenvielfalt auswirken kann und in vielen Fällen daher kritisch ist. Aushagerung, Nährstoffreduktion Beseitigung/Entschärfung von lokalen Nahrungsquellen für Prädatoren wie jagdliche Kirrungen, Fütterungen, Komposthaufen, Mortalitätsschwerpunkten von Tieren (Kadaver) wie Straßen oder Freileitungen Schaffung von Strukturvielfalt und Blütenreichtum zur Förderung der Insektendichte – gut genährte Küken wachsen schneller und sind deshalb weniger lange prädationsgefährdet (vgl. Salewski 2022) Einzäunung durch mobile Elektrozäune Einzäunung einzelner Nester oder Einzäunung größerer Flächen mit mehreren Brutpaaren Die Einzäunung von Bruten wird von Roodbergen (2022) als effektivste Schutzmaßnahme bezeichnet, auch wenn sie nur die Gelegeprädation und nicht die Kükenprädation reduzieren kann Empfohlen wird ein sechslitziger Elektrozaun mit Litzen in 10 cm, 20 cm, 30 cm, 40 cm, 65 cm und 90 cm Höhe, die Gefahr des Verfangens von Tieren ist geringer als in einem Netzzaun. Füchse werden zuverlässig ausgeschlossen, Wiesel werden jedoch nicht aufgehalten (Heese & Kunigk 2022) Durch Einzäunung und die dadurch erreichte Fernhaltung von Bodenprädatoren wie Fuchs oder Waschbär konnten die Schlupferfolge vielerorts deutlich gesteigert werden. Im LIFE-Projekt in NRW werden Schlupferfolge von bis zu 90 % für eingezäunte Brutplätze von Wiesenbrütern angegeben (Brüning et al. 2021). In Schleswig-Holstein wurde durch Einzäunung ein bis zu 2,4mal höherer Bruterfolg im Vergleich zu Kontrollgebieten erreicht (Meyer et al. 2017). Die Überlebenswahrscheinlichkeit eingezäunter Gelege war dort etwa viermal so hoch wie bei Gelegen ohne Zäunung (Meyer & Jeromin 2017). Somit kann die Einzäunung von Brutplätzen durch eine Steigerung des Schlupferfolges deutlich zu einer Steigerung des Bruterfolgs beitragen. +++ Quellen Barkow, A., C. Peerenboom, C. Marlow, T. Gibmeier & H. Belting (2021): Wiesenvogelschutz mit LIFE-Förderung in Niedersachsen. Der Falke Sonderheft 2021: Vögel im Grünland, S. 64-69. Boschert, M., V. Salewski, V. Auernhammer, L. Krahn, H. Jeromin & N. Meyer (2021): Erhöhte Embryonensterblichkeit beim Brachvogel: Neues Problem beim Wiesenvogelschutz? Der Falke Sonderheft 2021: Vögel im Grünland, S. 70-72. Brüning, I., B. Beckers & S. Klostermann (2021): LIFE-Projekt zum Schutz der Wiesenvögel in Nordrhein-Westfalen. Der Falke Sonderheft 2021: Vögel im Grünland, S. 58-63. Dürr, T. (2023): Vogelverluste an Windenergieanlagen in Deutschland. Dokumentation aus der zentralen Datenbank der Staatlichen Vogelschutzwarte im Landesamt für Umwelt Brandenburg, Stand 09.08.2023, Abrufdatum 12.02.2025. Eickhoff, E. (2022): Aktives und passives Prädatorenmonitoring und -management im LIFE-Projekt Wiesenvögel NRW. Vortrag beim Workshop „Prädation und Gelegeschutz“ am 15.11.2022 in Rees am Niederrhein. Gedeon, K., C. Grüneberg, A. Mitschke, C. Sudfeldt, W. Eikhorst, S. Fischer, M. Flade, S. Frick, I. Geiersberger, B. Koop, M. Kramer, T. Krüger, N. Roth, T. Ryslavy, S. Stübing, S. R. Sudmann, R. Steffens, F. Vökler und K. Witt (2014): Altlas Deutscher Brutvogelarten. Stiftung Vogelmonitoring und Dachverband Deutscher Avifaunisten, Münster. Glutz von Blotzheim, U.N., K.M. Bauer & E. Bezzel (1986): Handbuch der Vögel Mitteleuropas, Band 7 Charadriiformes (2. Teil) Grüneberg, C., S.R. Sudmann sowie J. Weiss, M. Jöbges, H. König, V. Laske, M. Schmitz & A. Skibbe (2013): Die Brutvögel Nordrhein-Westfalens. NWO & LANUV (Hrsg.). LWL-Museum für Naturkunde, Münster. Heese, S. & M. Kunigk (2022): Erfahrungsbericht zum Prädationsmangement mit verschiedenen Zauntypen. Vortrag beim Workshop „Prädation und Gelegeschutz“ am 15.11.2022 in Rees am Niederrhein. Henke, M. & A. Schoppenhorst (2022): Praxiserfahrungen eines nunmehr 10-jährigen Prädationsmanagements zum Wiesenvogelschutz im Bremer Blockland. Vortrag beim Workshop „Prädation und Gelegeschutz“ am 15.11.2022 in Rees am Niederrhein. Herrmann, C. (2021): Renaturierung, Flächenmanagement und Prädatorenkontrolle an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns: Hoffnung für die Küstenvögel? Der Falke Sonderheft 2021: Vögel im Grünland, S. 16-19. Komitee gegen den Vogelmord (2025): https://www.komitee.de/de/projekte/frankreich/vogeljagd-in-frankreich/ (Abrufdatum 24.01.2025) Kruckenberg, H. (2023): Wo überwintern die Brachvögel Nordwestdeutschlands? Jagd in Frankreich: Der „neugierige Vogel“ in Gefahr. Der Falke 8/2023, S. 24-29. LAG VSW (Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten) (2015): Abstandsempfehlungen für Windenergieanlagen zu bedeutsamen Vogellebensräumen sowie Brutplätzen ausgewählter Vogelarten (Stand April 2015). Berichte zum Vogelschutz Band 51, S. 15-42. Langgemach, T. & J. Bellebaum (2005): Prädation und der Schutz bodenbrütender Vogelarten in Deutschland. Vogelwelt 126: 259-298. Meyer, N., H. Hötker & H. Jeromin (2017): Schutzgebietssystem für Brachvögel in Schleswig-Holstein. Endbericht November 2017. Michael-Otto-Institut im NABU, Bergenhusen. Meyer, N. & H. Jeromin (2017): Gelegeschutzmaßnahmen beim Großen Brachvogel 2017. Endbericht November 2017, Bericht für KUNO e. V. Michael-Otto-Institut im NABU, Bergenhusen. MUNV & LANUV NRW (2014): Leitfaden Umsetzung des Arten- und Habitatschutzes bei der Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen in Nordrhein-Westfalen. NABU (2025): https://www.nabu.de/news/2019/11/27181.html (Abrufdatum 24.01.2025) NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Staatliche Vogelschutzwarte) (2024): Wiesenvogelschutzprogramm Niedersachsen – Entwurf Stand Juni 2024. Baustein V: Integriertes Prädatorenmanagement. Roodbergen, M. (2022): Predation problems and protection: an international perspective. Vortrag beim Workshop „Prädation und Gelegeschutz“ am 15.11.2022 in Rees am Niederrhein. Rudolph, B.-U. & W. Einsiedler (2019): Mauserplätze des Großen Brachvogels Numenius arquata in Bayern. Ornithol. Anz. 57, S. 186-197. Ryslavy, T., H.G. Bauer, B. Gerlach, O. Hüppop, J. Stahmer, P. Südbeck & C. Sudfeldt (2020): Rote Liste der Brutvögel Deutschlands – 6. Fassung, 30. September 2020. Berichte zum Vogelschutz, Heft Nr. 57. Salewski (2022): Telemetrie von Uferschnepfenküken in Schleswig-Holstein. Vortrag beim Workshop „Prädation und Gelegeschutz“ am 15.11.2022 in Rees am Niederrhein. Svensson, L., K. Mullarney & D. Zetterström (2011): Der Kosmos-Vogelführer. Teunissen, W., C. Kampichler, F. Majoor, M. Roodbergen & E. Kleyhaag (2020): Predatieproblematiek bij weidevogels. Sovon-rapport 2020/41. Sovon Vogelonderzoek Nederland, Nijmegen.

  • Wildtierschutz Deutschland e.V. | Sachsen

    Wildtierschutz Deutschland ist eine Tier- und Naturschutzorganisation. Wir fordern die Abschaffung der Hobbyjagd: Schuss und tot ist Jägerlatein. Häufig werden Füchse, Wildschweine und andere Wildtiere zunächst schwer verletzt. In Sachsen gilt in den Staatsforsten "Wald vor Wild", insbesondere im Erzgebirge. Wald vor Wild heißt aber nichts anderes als Profitgier über Tierschutz und bedeutet letztlich einen Wald ohne Wild. Aktuelles zu Wildtieren, Jagd und Naturschutz von der Initiative Wildtierschutz Sachsen

  • Crowdfunding Wildtiere in Not | Wildtierschutz Deutschland

    Im Frühling, wenn die Natur erwacht, kämpfen unzählige Wildtiere - oft durch menschengemachte Notfälle ums Überleben: Durch Gartengeräte verletzte Igel, verwaiste Füchse oder Vögel, die an Fensterscheiben prallen. In unseren Wildtierstationen werden die Tiere liebevoll versorgt und auf ihre Auswilderung vorbereitet. Mit diesem Projekt wollen wir 10.000 Euro für Futter, Medikamente und tierärztliche Behandlungen gesammeln. Schon ein Euro kann helfen, einem Wildtier eine zweite Chance zu geben. Spenden Sie jetzt – für Wildtiere in Not Wildtierschutz Deutschland e.V. ist eine gemeinnützige Tier- und Naturschutzorganisation. Spenden können von der Steuer abgesetzt werden. Sie spenden für die Aufnahme, tierärztliche Versorgung, Verpflegung und Auswilderung in Not geratener Wildtiere in unseren Wildtierstationen . Ziel unseres Crowdfunding-Projekts ist es, eine Startfinanzierung von 20.000 Euro zur erreichen. Im Januar des Folgejahres erhalten Sie automatisch Ihre Spendenquittung Gemeinsam können wir Großes bewirken – auch mit nur einem Euro! Herzliche Grüße, Ihr Lovis Kauertz Wildtierschutz Deutschland e.V. M. 0177 72 300 86

  • Wolf | Schutzstatus beibehalten | Spenden | Petition

    Die EU will den Schutzstatus des Wolfes herabsetzen. Das ist weder im Sinne des Herdenschutzes, der Biodiversitätsziele, noch im Sinne der Akzeptanz der Wölfe in der Gesellschaft. Wir appellieren an Umweltministerin Lemke, sich dafür einzusetzen, dass der Wolf streng geschützt bleibt. Der Wolf muss streng geschützt bleiben! Danke für die Zeichnung der Petition. Ihre Unterschrift ist nun bestätigt. Vielen Dank! Bitte unterstützen Sie uns auch mit einer Spende oder fördern Sie unsere Arbeit durch einen wieder-kehrenden Förderbetrag . Nur so können wir möglichst viele Menschen über die Situation von Wölfen und anderen Wildtieren informieren und für unser Anliegen der Abschaffung der Hobbyjagd und tierquälerischer Jagdmethoden gewinnen. Herzlichst, Ihr Lovis Kauertz Appell an Bundesumweltministerin Steffi Lemke: Bleiben Sie dabei, den Schutzstatus des Wolfes in Deutschland und Europa nicht herabzusetzen. Die Jagd auf Wölfe löst keine Probleme, wie Tschechien, Frankreich oder Schweden zeigen. Setzen Sie sich für die flächendeckende Förderung von Herdenschutzmaßnahmen ein. Nur dadurch lassen sich Weidetierverluste - auch bei hoher Wolfsdichte - vermeiden. Lehnen Sie es bitte weiterhin ab, den Schutz des Wolfes zu schwächen, Frau Ministerin! Spenden Sie jetzt – Sie haben viele gute Gründe: Wildtierschutz Deutschland e.V. ist gemeinnützig Spenden können von der Steuer abgesetzt werden. Sie spenden für die Beibehaltung des strengen Schutzes des Wolfes und damit gegen Maßnahmen des "Wolfsmanagements", was nichts anderes als Jagd auf den Wolf bedeutet. Spendenquittung automatisch im Januar des Folgejahres

  • Wildtierschutz Deutschland e.V. | Nordrhein-Westfalen NRW

    Wildtierschutz Deutschland fordert die Abschaffung der Hobbyjagd: Schuss und tot ist Jägerlatein. Häufig werden Füchse, Wildschweine und andere Wildtiere zunächst schwer verletzt. Ebenso kritisch sehen wir das Vorgehen der Staats- und Landesforsten unter der Prämisse "Wald vor Wild", die nichts anderes bedeutet als Profit über Tierschutz oder Wald ohne Wild. Die Tier- und Naturschutzorganisation hat ihren Sitz in Rheinland-Pfalz und setzt sich auch in NRW für Tier- und Naturschutz ein. Kritische Beiträge zur Jagd ... und mehr in Nordrhein-Westfalen Aktuelles zu Wildtieren, Jagd und Naturschutz von Wildtierschutz Deutschland e.V. - Nordrhein-Westfalen Zugvögel unter Feuer - Spießrutenflug am Mittelmeer und in Deutschland „Wenn man als Vogelschützer knietief durch Federn, Flügel, Köpfe und Füße von geschützten Greifvögeln waten muss, ist das so ziemlich das Schlimmste, was passieren kann“. So beschreibt Alexander Heyd vom Komitee gegen den Vogelmord seine Eindrücke in diesem Jahr im Libanon. Sieben Wilderer konnten kürzlich dort durch das Komitee angezeigt werden, was jedoch angesichts des immensen Umfangs der dortigen Greifvogelwilderei nur als Tropfen auf dem heißen Stein bewertet wird. Das 18. Nov. 2025 Mauersegler – Artenschutz am Gebäude | Vorzeigeprojekt im Westmünsterland Hör doch mal rein | Mauersegler sind Meisterflieger: Ihr erster Flug endet erst nach zehn Monaten und legt rund 150.000 Kilometer zurück. Der Verlust von Brutplätzen drängt die Akrobaten der Luft nach und nach zurück. Ein Bauprojekt in Rhede in Nordrhein-Westfalen zeigt, dass Artenschutz, Abriss und Neubau Hand in Hand gehen können. Der erste Flug eines Jungvogels ist zumeist unbeholfen und endet häufig nach wenigen Metern, mit einer Bruchlandung. Beim Mauersegler ist es gan 27. Aug. 2025 Biber im Maisfeld – wie groß ist der Schaden wirklich? Hör doch mal rein | Es ist laut an dem niederrheinischen Baggersee an diesem warmen Augustabend. Gruppen von Anglern sitzen am Ufer, reden und lachen. Wir warten zwischen See und Maisacker - nicht auf Fische, sondern auf Biber. Es ist schon dämmerig, als der erste auftaucht. Ganz unauffällig, nur der Kopf ist sichtbar, bewegt er sich parallel zum Ufer auf uns zu. Bald erscheinen weitere, verteilen sich entlang des Ufers, schwimmen auf und ab, prüfen die Situation. Familie Bi 22. Aug. 2025 Glücksmomente am Biberfluss: Vier kleine Biber in der Lippe Dieser Platz gehört zu den magischen Orten, zu denen es mich immer wieder hinzieht. Ein kleiner Pfad endet am unbefestigten natürlichen... 4. Aug. 2025 Brachiale Schützenfesttradition in Willich: Feuerwerk versetzt Vögel in Todespanik Hör mal rein | Schon bevor es richtig losgeht, ist es laut. Musik läuft und unzählige Menschen mit brennenden Fackeln stehen an diesem... 13. Juli 2025 Trillern über der Wiese - der Große Brachvogel Hör mal rein | Reif glitzert im Gras, kalter Morgendunst wabert über den nassen Wiesen. Dennoch liegt Frühling in der Luft, irgendwo... 15. Juni 2025 Dachse: Drei junge Supernasen Hör mal rein | Gegen Ende April haben die drei Supernasen das Licht der Welt erblickt, geboren wurden sie aber schon viel früher. Die... 14. Juni 2025 Prädationsmanagement ohne Waffe: Gelegeschutz mit Elektrozaun Hör mal rein | Etwa 9 bis 10 Paare des vom Aussterben bedrohten Großen Brachvogels brüten in den Feuchtwiesen der Dingdener Heide an der... 25. Apr. 2025

  • Zum Wald gehört das Wild - Antworten zum Wald-Wild-Konflikt

    Fragen und Antworten zum klimaresilienten Wald, den Pflanzenfressern Reh und Rotwild, zum Wildtier-Management und zu den tierschutzrelevanten Aspekten beim Waldbau. Was bedeuten Pflanzenfresser wie Reh oder Hirsch für den Wald? Warum brauchen wir einen Wald mit Wild und keine Leitlinie 'Wald vor Wild'? Hier alle Fragen und Antworten als PDF Stand Februar 2024 Teil 1 - Fakten zur Jagd allgemein Teil 2 - Füchse und Fuchsjagd Teil 3 - Wildschweine und Schwarzwildjagd Teil 4 - Invasive Arten Teil 5 - Wald und Wild Große Pflanzenfresser in Mitteleuropa – welche wilden Huftierarten gab es hier eigentlich früher? In Mitteleuropa lebten Jahrtausende lang verschiedene Arten von wilden Pflanzenfressern (sog. Herbivoren). Artenvielfalt und Populationsdichte waren in der ursprünglichen, von Menschen nicht beeinflussten, gemäßigten Zone höher als heute. [1] Heute gibt es einen großen Teil der Pflanzenfresser nicht mehr. Es fehlen die zwei großen Wildrinder-Arten: Der Ur (Auerochse) ist ausgestorben bzw. ausgerottet. Das Wisent lebt nur noch in Wiederansiedlungsprojekten, hauptsächlich in Osteuropa, und auch der Elch ist nicht mehr in unseren Wäldern vertreten. Wenige einzelne von Polen aus durchziehende Exemplare wurden in den letzten Jahren in Brandenburg beobachtet. Zur ursprünglichen Großtierfauna gehörten außerdem der eurasische Wildesel und das Wildpferd sowie Alpensteinbock und Gämse ; letztere befindet sich heute auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Für die Gams verschiebt und verkleinert sich momentan der Lebensraum durch den Klimawandel, da diese Art zwar gut mit Kälte, aber weniger gut mit Hitze zurechtkommt. [2] Rehe und Hirsche können sich an die vorhandenen Lebensräume in Deutschland anpassen, allerdings dürfen Rothirsche in einigen Bundesländern nicht frei umherziehen und sollen getötet werden, sobald sie ihr Rotwildgebiet verlassen haben. [1] Senn, J. (2019) in: Wohlgemuth et al.: Störungsökologie, Bern 2019. [2] Arnold, W. (2015) Überleben im Hochgebirge, in: Die Zukunft des Gamswildes in den Alpen, Schriftenreihe Bayerischer Jagdverband (Hrsg.) Bd. 21. Wie sorgen große Pflanzenfresser (Herbivoren) eigentlich für mehr Artenvielfalt im Wald? Und was sind eigentlich Paarhufer? Die wilden Pflanzenfresser unserer Breiten (sogenannte "Herbivoren"), also Rehe, Hirsche u.a. sind wiederkäuende Paarhufer (Jägersprache: "Schalenwild") - zu den Paarhufern gehören auch die Wildschweine, die allerdings Allesfresser sind. Paarhufer sind Huftiere, bei denen zwei Zehen stark entwickelt und die übrigen zurückgebildet sind. Sie sind wichtiger Bestandteil von Ökosystemen: Denn dadurch, dass sie Boden und Vegetation verändern, können sie die biologische Vielfalt erhöhen . Sie gestalten als "Habitatbildner" ihren Lebensraum. [3] Die Einwirkungen auf Boden und Vegetation durch wilde Pflanzenfresser werden in der Ökologie als „Störungen “ bezeichnet. Das ist in diesem Zusammenhang ein wertfreier Begriff. Die Vorgänge solcher Störungen können bedeuten, dass sich das Konkurrenzverhältnis von Pflanzen untereinander verändert und manche Pflanzenarten dadurch begünstigteren Bedingungen unterliegen. Keimfähige Samen von Bäumen und Sträuchern werden durch wilde Huftiere über weite Strecken transportiert: Zwischen den Hufen, im Fell und auch durch die Verdauung; so tragen sie zur Biodiversität bei . [4] Sie gestalten ihren Lebensraum durch Tritt und durch Fraßeinwirkung, der Boden wird durch die Hufe und durch das Wälzen großer Körper geöffnet, so können hier neue Samen keimen . [5] Suhlen bieten dabei zusätzlich Lebensräume für Amphibien und Insekten . Die Paarhufer sind Schlüsselarten für eine Reihe von Prozessen in der Natur (man spricht von „ökosystemaren Prozessen“). In den Ausscheidungen von Wiederkäuern leben Insektenarten, die wiederum vielen Vogelarten Nahrung liefern; das Fell der Paarhufer dient als Nistmaterial und in ihren Kadavern, von denen auch kleinere Beutegreifer und Aasfresser wie Füchse und Marder profitieren, können ganze Artengesellschaften entstehen. [6] Für große Prädatoren (Wolf, Luchs) sind Herbivoren Beute und Nahrung, so zählen z.B. Rehe und das Rotwild bei uns zu den Hauptbeutearten des Wolfes . Huftiere erfüllen eine Reihe ökologischer Zwecke (sog. „Ökosystemleistungen“) und sollten in dieser wichtigen Funktion sowie als fühlende Mitlebewesen geachtet werden. Die Reduzierung dieser für die Biodiversität wichtigen Tierarten auf "Waldschädlinge" ist falsch und wird auch der Zielsetzung zur Schaffung klimastabiler Wälder nicht gerecht. [3] Reck, H. et al (2009): Pilotstudie Wild und biologische Vielfalt, Stiftung Natur und Mensch, Bonn 2009. [4] Ebd. [5] Vgl. Senn, J. (2019) in: Wohlgemuth et al: Störungsökologie, Bern 2019. [6] Stöcker et al (2010) Wild im Wald - Rothirsch und Co als Retter der Artenvielfalt? Hamburg 2010. Wie überleben Rehe und Hirsche den nahrungsarmen Winter? Warum sollte man das Rotwild im Winter füttern? Die Frage nach Winterfütterung wird kontrovers diskutiert. Häufig ist die Ablehnung von Winterfütterung mit der Vorstellung verbunden, dass Pflanzenfressern ein intakter, ruhiger Winter-Lebensraum zur Verfügung stehe. Außerhalb der Kernzonen von Nationalparks und Schutzgebieten gelten solche Zustände leider nicht für Wildtiere. Sie leben in einer „Landscape of Fear“, sie werden bis zu zehn Monate im Jahr gejagt und teilen sich ihren Lebensraum mit der Holz- und Landwirtschaft. Aus dieser permanenten Unruhe resultiert ein hoher Energiebedarf ; versuchen die Tiere diesen durch Nahrungsaufnahme zu decken, wird ihr natürliches Fraßverhalten häufig als Schaden interpretiert. Winterfütterungen können ein Kompromiss sein , um Tiere an bestimmte Orte zu binden und Forstkulturen zu entlasten. Die Lebensbedingungen von großen Pflanzenfressern, insbesondere dem Rotwild, sind in Mitteleuropa heute meistens nicht mehr artgemäß . Normalerweise würde Rotwild zwischen Sommer- und Wintereinstand wechseln. Weil aber die tiefer gelegenen Winterlebensräume von Menschen besiedelt und von Straßen zerteilt sind, kann es seiner natürlichen Überlebensstrategie, dem Wandern, nicht nachkommen. So wird das Rotwild gezwungen, auch im Winter in seinem Sommereinstand zu bleiben . Hier, häufig in höheren Lagen, ist es daher zumindest in den Notzeiten auf Fütterung angewiesen . Ein weiterer Faktor, der das natürliche Verhalten der Wanderungsbewegung junger Hirsche unterdrückt und verhindert, ist das Abschussgebot außerhalb der sogenannten Rotwildbezirke . In Deutschland sind diese kleinen, inselartigen Rotwildbezirke in vielen Bundesländern (z.B. Bayern, Baden-Württemberg, Hessen) festgelegt. Ausschließlich in diesen Gebieten darf Rotwild leben. Sobald es einen Huf über diese unsichtbare Grenze setzt, soll es erschossen werden. Durch die Begrenzung der Lebensräume wird der Transport von Genvarianten zwischen verschiedenen Teilpopulationen verhindert und damit die zukünftige Existenz von gesundem Rotwild gefährdet. In Hessen ist dieser beginnende Aussterbeprozess bereits am Fund eines Individuums mit verkürztem Unterkiefer und eines Rotwildkalbs ohne Hufschalen sichtbar geworden. [7] [8] Eigentlich haben wiederkäuende Pflanzenfresser eine eigene biologische Methode zu überwintern , wenn sie dazu einen ruhigen, ungestörten Einstand haben: Hirsche und Rehe verlangsamen in Abhängigkeit von der Tageslänge ihren Stoffwechsel, um weniger Energie zu verbrauchen und dementsprechend weniger Nahrung zu benötigen. [9] Die Tiere können ihre Körpertemperatur senken und sich damit durch geringeren Energieverbrauch an das fehlende Nahrungsangebot anpassen . Diese Situation kann allerdings nur eintreten, wenn die Wiederkäuer nicht gestört werden. Werden sie durch Fluchten und Unruhe doch gezwungen, Energiereserven zu verbrauchen, entsteht dadurch wieder ein erhöhter Nahrungsbedarf, der im Winter aber nicht auf natürliche Art und Weise gedeckt werden kann. Durch die intensive menschliche Nutzung der Agrar- und Forstflächen können große Pflanzenfresser bei uns kaum mit dieser natürlichen Anpassung überwintern. Die permanente Unruhe erlaubt es den Tieren nicht, die für die nahrungsarme Zeit erforderliche Energie zu sparen, da sie häufig gezwungen sind, zu fliehen. Um diese Umstände zu kompensieren, sollte Rotwild während des Hochwinters gefüttert werden. Bei der Diskussion um Fütterung von wiederkäuenden Paarhufern, insbesondere Rotwild, sollte auch aus Tierschutzsicht beachtet werden, dass wir Menschen verpflichtet sind, eine Tierart in ihrer heimischen Landschaft zu erhalten, und dass wir dabei zwischen bewirtschafteter Kulturlandschaft und intakter Wildnis differenzieren müssen. Nur in letztgenannter gilt es, dass Rotwild keine Fütterung braucht. Um den Lebensbedürfnissen unserer großen Pflanzenfresser entgegenzukommen und deren Arterhalt zu sichern, fordern wir die Abschaffung von Rotwildgebieten und Jagdruhe ab Mitte Dezember eines Jahres. Auch sollten die Lebensräume der Tiere durch Grünbrücken miteinander verbunden werden, um dem mangelnden Genaustausch verschiedener wandernder Arten entgegen zu wirken. [7] Reiner et al. (2019): Sicherung der Genetischen Vielfalt beim hessischen Rotwild als Beitrag der Biodiversität , Gießen 2019. [8] Hoher Inzuchtgrad beim Rotwild in Hessen [9] Arnold, W. (2013): Schluss mit der Jagd im Januar Fressen Rehe den Lebensraum Wald auf? Was ist von Verbissgutachten zu halten? Welche tierschutzrelevanten Konsequenzen hat der steigende Jagddruck? Es gibt keinen „Wald-Wild-Konflikt“ , sondern einen Zielkonflikt verschiedener Interessengruppen. Dabei geht es einem Großteil von Waldbesitzenden und Forstbetrieben um eine möglichst schnelle Wiederbewaldung ihrer Kulturflächen mit bestimmten Baumsorten, einer anderen Gruppe geht es um die Existenzbedingungen der im Wald und in halboffenen Landschaften lebenden pflanzenfressenden Wildtiere. Diese sind von forstlichen und landwirtschaftlichen Eingriffen in ihrem Habitat betroffen. Das Fraßverhalten von Pflanzenfressern wird als Bedrohung für zukünftige Wälder inszeniert, die auf beeinträchtigten Flächen wachsen sollen. Dafür werden forstliche Gutachten erstellt, die den Zustand der Verjüngung dokumentieren. In diesen Gutachten werden jedoch nicht alle Faktoren berücksichtigt, die auf Bäume einwirken, sondern einzig der sogenannte „Verbiss“ durch Pflanzenfresser – die Standortsituation im Zusammenspiel aus Licht, Boden, Niederschlägen usw. fehlt hier. Anhand dieser sogenannten, unseres Erachtens wildbiologisch unvollständigen „Verbissgutachten“ , werden in vielen Fällen vom Forst Forderungen nach mehr Jagd gestellt. Die tatsächliche Bestandsgröße von Rehpopulationen lässt sich allerdings durch Verbissgutachten nicht ermitteln, ebenso wenig können daraus Rückschlüsse gezogen werden über die Eignung eines Lebensraums und seine Kapazitäten. Diese Faktoren werden in einer Lebensraumanalyse untersucht, die allerdings nicht verbindlich ist. Aus Tierschutzgründen sollte im Wildtiermanagement diesen Zusammenhängen mehr Gewicht beigemessen werden. Es ist belegt, dass Pflanzenfresser zwar Pflanzenzusammensetzungen verändern, aber nicht ganze Wälder zerstören können . [10] Heute kennen wir die Ergebnisse von Langzeitstudien, etwa durch ein Projekt in Österreich, das sich über einen Zeitraum von 30 Jahren mit dem Einfluss von Pflanzenfressern auf Wald beschäftigt hat und zeigt, dass sich selbiger nach dem anfänglichen sog. „Wildschaden“ im Jungwuchs trotzdem gut entwickeln kann und dass kein eklatanter Zusammenhang zwischen Verbiss und Prognose auf den im Lauf der Jahre entstandenen Wald besteht. [11] Unsere Wälder wurden durch menschliche Eingriffe geschwächt. Auf Kahlschlag-Flächen und durch schwere Maschinen verdichteten Böden ist es schwierig und teils unmöglich, einen „neuen“ Wald zu begründen, Saat oder Pflanzung können vertrocknen und selbst die heute bevorzugte Naturverjüngung leidet auf vormals malträtierten Flächen unter dem sich verändernden Klima. Da es eigentlich nicht möglich ist, zuverlässig zu prognostizieren, welche Baumarten zukünftig passend wären, existiert der Begriff des „klimastabilen Mischwalds“. Sofern dabei standortgerechte Baumarten eingesetzt werden, könnten bei Mischwald mehr waldbauliche Chancen bestehen als bei Monokulturen. Von vielen Waldbesitzenden und Forstbetrieben wird pauschal gefordert, angeblich zu hohe Wilddichten zu verringern. Davon verspricht man sich erhebliche Kosteneinsparungen in der Forstwirtschaft. Dabei wird die berechtigte Sorge der Menschen um den allgemeinen Zustand des Waldes und seine Funktion als Klimaschutz-Mechanismus allerdings als Vorwand genutzt, um Akzeptanz zu erreichen für massiv gesteigerten Jagddruck, der erhebliche Tierschutzprobleme mit sich bringt . Dazu zählen Nachtjagd, Mindestabschüsse, aufgeweichter oder nicht eingehaltener Muttertierschutz, Schonzeitverkürzungen und große Drück-Stöber-Jagden bis nach der Wintersonnenwende. Vielerorts wird zudem eine Vorverlegung des Jagdbeginns auf Anfang April gefordert, wenn die Pflanzenfresser noch ausgehungert vom Winter und weibliche Tiere hochträchtig sind. Zu den genannten Problemen gehören auch große Drückjagden mit Freigabe einzeln anwechselnder Alttiere (gebärfähige Hirschkühe), wodurch der Muttertierschutz gefährdet oder billigend übergangen wird. Beim Rotwild kann das Töten eines eigentlich führenden Alttiers, das aber einzeln vor den Schützen getrieben wird, zu andauerndem Tierleid beim überlebenden Kalb führen. Ein Rotkalb ist mindestens ein Jahr lang von seinem Muttertier abhängig und braucht dieses, um in der strengen Hierarchie von Rotwildrudeln einen Platz zu behalten und um seinen Lebensraum kennenzulernen, auch wenn es nicht mehr gesäugt wird. [12] Diese absolut nicht tierschutzgerechten Jagdmethoden werden gesellschaftlich nicht akzeptiert, allenfalls dann wenn in den Tieren eine vermeintliche Bedrohung gesehen wird, weshalb das dafür erzeugte Bild des Rehs als Waldschädling eng damit verknüpft ist. Derartige Methoden können schwerwiegende Veränderungen in der Dynamik von in sozialen Strukturen lebenden Herdentieren bewirken. Die daraus resultierenden Tierschutzprobleme werden von Forstbetrieben öffentlich nicht angesprochen. Es scheint, als wären die stetigen Forderungen nach mehr Abschüssen von pflanzenfressenden Huftieren ein Ablenkungsmanöver von strukturellen und ökologischen Problemen der Waldbewirtschaftung. Pflanzenfressende Tierarten aus vermeintlichem „Waldschutz“ rigoros in großer Anzahl zu töten ist u. E. weder ethisch noch rechtlich noch wildbiologisch vertretbar. [10] Bei einer Untersuchung fand man heraus, dass auf zwei Dritteln des untersuchten Gebiets weder für die gesamte Waldfläche noch für die Verjüngung bedeutende Einflüsse durch Verbiss entstanden, Senn 2019 unter Verweis auf Kupferschmid et al. 2015. [11] Reimoser, Stock et al. 2022: Does Ungulate Herbivory Translate into Diversity of woody Plants? A Long-Term Study in a Montane Forest Ecosystem in Austria. Kurzfassung . [12] Vgl Guber, Herzog: Muttertierschutz auf Drück-Stöber-Jagden aus biologischer und rechtlicher Sicht am Beispiel des Rotwildes , Symposium Jagd und Tierschutz Gibt es „zu viele“ Rehe? Oder fehlt der Wille zu wildgerechten Wald-Konzepten? Der Begriff „angepasste Wildbestände“ ist nicht zwangsläufig bezogen auf die ökologische Kapazität eines Lebensraums, sondern auf die wirtschaftliche Kapazität in Form von Holzerträgen. In zahlreichen Forsten - allen voran in den Landes- und Bundesforsten - wird scheinbar einzig die Wilddichte als Ursache von Problemen angesehen, obgleich es im Wildtiermanagement mehrere, auch nicht-jagdliche Stellschrauben gibt, um Pflanzenfresser in Agrar- und Forstflächen so zu lenken, dass forstliche Ziele erreicht werden können. Zu diesen ineinandergreifenden Maßnahmen gehört beispielsweise das Anlegen von jagdfreien Ruhezonen und Äsungsflächen , z.B. auch Blühstreifen in Agrargebieten , um Verjüngungsgebiete zu entlasten. Da die meisten Wälder forstwirtschaftlich genutzt werden, sind unsere Wildtiere gezwungen, in dieser menschlich stark geformten Landschaft ihren Lebensraum zu finden. Der Lebensraum hat zudem eine weite Schere zwischen Winter- und Sommerlebensraum. Während der Vegetationszeit finden Wildtiere sehr viel Nahrung und Deckung, die plötzlich mit dem Erntezeitpunkt wegfällt. Die reviertreuen Tiere können dadurch in einen regelrechten Schock geraten. Daher müssen ethisch vertretbare Konzepte zur Koexistenz für unsere Wildtiere erarbeitet und umgesetzt werden und Lebensräume wildtierverträglich gestaltet werden. Holz-Zertifikate: Tierschutz und Wildtiermanagement berücksichtigt? Viele Holzprodukte besitzen die Zertifikate „PEFC und FSC“. Obwohl beide Zertifikate laut eigenen Angaben Nachhaltigkeit und Biodiversität fördern, werden in ihren Richtlinien Wildtiere u.E. nicht als natürlicher Bestandteil von Waldökosystemen verstanden, sondern eher als Schadfaktoren angesehen, deren Bestände „angepasst“ d.h. stark dezimiert werden sollen. Der positive ökologische Einfluss großer Pflanzenfresser oder wenigstens ihre Zugehörigkeit zum Ökosystem wird bei den beiden großen als nachhaltig geltenden Holzzertifikaten nicht aufgegriffen, sondern es werden Pflanzenfresser bei FSC als dem Wald schadende Tierart dargestellt, von der es eine zu hohe Anzahl gäbe. Weiter mit .. Teil 1 - Fakten zur Jagd allgemein Teil 2 - Füchse und Fuchsjagd Teil 3 - Wildschweine und Schwarzwildjagd Teil 4 - Invasive Arten

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