Erneut im Visier: Mangelhafte Unterbringung von Füchsen im Foxterrier-Klub Klein-Auheim bei Hanau
- Pressemitteilung WTSD
- vor 12 Stunden
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Erst vor vier Jahren ist der Foxterrier-Klub Klein-Auheim aufgrund einer Anzeige gegen die schlechte Haltung von zwei Füchsen in die Schlagzeilen geraten. Wildtierschutz Deutschland hatte seinerzeit die nicht tierschutzgerechte Unterbringung der Füchse in der Schliefanlage in Klein-Auheim angezeigt: Zu kleines Gehege, keine Abwechslung, Betonboden, unhygienische Verhältnisse.

Daraufhin wurde an anderer Stelle auf dem Grundstück des Foxterrier-Klubs ein Schuppen erweitert, so dass sich die Gehegefläche von 40 qm auf etwa 80 qm vergrößerte. Es gibt dort jetzt zwar die Möglichkeit für die Füchse zu graben, mehr Abwechslung haben sie aber nicht. Als extrem belastend bezeichnen die Tierschützer die Tatsache, dass die Füchse dem ständigen Verkehrslärm der direkt über dem Gehege verlaufenden vierspurigen Bundesstraße ausgesetzt sind. Dauerhafte Lärmbeschallung kann bei Tieren ernsthafte psychische und körperliche Krankheitsbilder verursachen, wie Stresssymptome, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Verhaltensänderungen. Bei einer ersten Sichtung sind auch Anzeichen von Bewegungsstereotypien aufgezeichnet worden.
„Wir halten die Unterbringung der Füchse, die wiederholt für das Training mit Jagdhunden in einen sogenannten Kessel am Ende eines Tunnelsystems gesperrt werden, für nach wie vor nicht gesetzeskonform“, erläutert Lovis Kauertz, Vorsitzender der Tier- und Naturschutzorganisation Wildtierschutz Deutschland. „Wir prüfen aktuell, diese Zustände erneut zur Anzeige zu bringen.“
Am Samstag dieser Woche (25. April) sind die Wildtierschützer zwischen 11 und 14 Uhr mit einem Info-Pavillon in Hanau an der Kölnischen Straße gegenüber dem Marktplatz anzutreffen. +++








