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Rehkitz-Rettung: Wildtierschutz Deutschland veröffentlicht bundesweites Verzeichnis mit Drohnenteams

  • Pressemitteilung WTSD
  • vor 11 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Zur aktuellen Hauptsaison der Mahd bietet Wildtierschutz Deutschland e.V. Landwirten und Freiwilligen aus Tierschutz und Jagd eine zentrale Anlaufstelle: ein umfassendes bundesweites Verzeichnis für Rehkitz-Rettungsteams ist ab sofort online verfügbar. Die Datenbank ermöglicht die gezielte Suche nach professioneller Unterstützung per Postleitzahl.

 

Kitzrettung per Drohne: Effiziente Hilfe gegen den Mähtod

Mai und Juni sind für Wildtiere die gefährlichsten Monate des Jahres. Während die Rehe ihre Kitze im hohen Gras ablegen, beginnt die Zeit der ersten Grasmahd. Da Kitze in den ersten Lebenswochen keinen Fluchtreflex haben, sondern sich bei Gefahr tief ins Gras drücken, werden sie von modernen Mähmaschinen aus übersehen und bei lebendigem Leib zerschnitten – ohne dass sie sofort daran sterben. Experten schätzen die Zahl der jährlich durch Mahd verstümmelten und getöteten Kitze bundesweit auf eine hohe fünfstellige Zahl.

 

Von der Mähmaschine aus nicht zu erkennen: Das Rehkitz hat noch keinen Fluchtreflex, bei Gefahr duckt es sich ins Gras. Bild: AdobeStock
Von der Mähmaschine aus nicht zu erkennen: Das Rehkitz hat noch keinen Fluchtreflex, bei Gefahr duckt es sich ins Gras. Bild: AdobeStock

Das neue Online-Verzeichnis der Rehkitz-Rettungsteams schließt hier eine entscheidende Lücke. Landwirte können über die PLZ-Suche schnell und unkompliziert Kontakt zu erfahrenen Drohnenpiloten in ihrer Region aufnehmen. Doch nicht nur Landwirte profitieren: Auch engagierte Tierschützer, die die Teams als Helfer am Boden unterstützen möchten, finden dort die passenden Ansprechpartner.

 

Rehkitz-Rettung: Rechtliche Pflicht für Landwirte

Die Rechtslage ist eindeutig: Die Verantwortung liegt beim Landwirt.

„Rechtlich ist die für die Mahd verantwortliche Person verpflichtet, vor dem Schnitt die betreffende Fläche effizient abzusuchen oder dafür zu sorgen, dass dies unmittelbar vor den Arbeiten durch Dritte geschieht“,

erläutert Florinde Stürmer, Pressesprecherin von Wildtierschutz Deutschland.

„Heutzutage kann durch Absprachen und Technik so gearbeitet werden, dass Rehkitzen nicht mehr bei lebendigem Leib Körperteile abgetrennt werden, weil sie vor der Mahd gesichert wurden."

Lange Zeit galt das Durchgehen mit Hund als Absuche. Doch dabei wird meist ein großer Teil sich ins Gras duckender und geruchsneutraler Kitze und Feldhasenjunge oder Gelege von Bodenbrütern übersehen. Die Suche mittels Wärmebilddrohnen hat sich inzwischen als die zuverlässigste und effizienteste Methode etabliert.

 

Kitze sind extrem klein. Die Wärmebilddrohne findet sie aufgrund ihrer Körperwärme. Bild: AdobeStock
Kitze sind extrem klein. Die Wärmebilddrohne findet sie aufgrund ihrer Körperwärme. Bild: AdobeStock

Drohnenförderung: Pionierarbeit im Tier- und Naturschutz

Wildtierschutz Deutschland hat die Anschaffung von Wärmebilddrohnen bereits finanziell gefördert, noch bevor staatliche Subventionen vornehmlich an Jagdorganisationen flossen.

„Heute gibt es bundesweit mehrere hundert Rettungsteams, die sowohl von Jagdvereinen als auch von Tier- und Naturschützern organisiert werden. Hier zählt letztlich, dass alle an einem Strang ziehen und trotz Mahd die Tiere im betroffenen Gebiet unversehrt bleiben. Unser Ziel ist es, diese wertvolle Arbeit flächendeckend sichtbar und nutzbar zu machen“,

so Stürmer weiter.

 

Das bundesweite Verzeichnis 'Rehkitzretter mit Drohne' ist ab sofort abrufbar.

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