#böllerciao: Übergabe unserer Forderungen an Innenminister Dobrindt
- Lovis Kauertz
- vor 3 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Seit Jahren sehen wir, dass in der Silvesternacht Menschen durch die Nutzung privaten Feuerwerks sterben und z.T. schwer verletzt werden, weil die Politik nicht handelt. Von Menschen, die psychisch unter dem teilweise mehrere Tage andauernden Böllerkrach leiden und von zig Tausenden von Tieren, die das Spektrum von Stress bis Tod durchmachen, gar nicht zu reden – davon nehmen die meisten politisch Verantwortlichen nicht einmal Kenntnis.

Über 1.000 tote Bergfinken sammelte das Green Balkans Wildlife Rescue Center am Neujahrstag 2025 und dem Tag danach am Rand der bulgarischen Stadt Koprivshtitsa auf. Nach der Autopsie der toten Finken, die in der Ambulanz des Rettungszentrums durchgeführt wurde, sind sich alle Veterinärspezialisten des Zentrums einig, dass es sich um einen stressbedingten Tod handelte. Dies bewiesen die massiven Blutungen in der Bauchhöhle und an den Schädeln der Vögel.
Am Montag werden wir gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) im Rahmen der Initiative #böllerciao, die bereits über 60 Organisationen umfasst, unsere Forderungen in Berlin an Bundesinnenminister Dobrindt (CSU) überreichen. Den Brief dazu finden Sie hier.
Der Verkauf von Böllern an Privatpersonen muss aufhören, so, wie ab diesem Jahr in den Niederlanden. Der Minister und die Bundesregierung haben bisher alle Chancen, an Silvester Menschenleben, das Leben von Tieren und Sachwerte in Millionenhöhe zu schützen, vertan. Dobrindt meint wohl, die Freiheit des Einzelnen stehe über Leib und Leben der Bürger, seiner eigenen Bediensteten im Polizeidienst und von Millionen von Tieren in den privaten Haushalten und in der Natur. Schon der Vorgängerregierung mit der SPD-Ministerin Faeser hat sich hinsichtlich der entsprechenden Änderung des Sprengstoffgesetzes nicht bewegt, obwohl die Mehrheit der Bürger sich gegen den Verkauf von Böllern an Privatpersonen ausspricht (siehe Links hier).
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