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Fakten statt Jägerlatein - FAQ für Leserbriefe und mehr (Teil 1)

28 Jan 2018

Propaganda: „Jagd ist Artenschutz“

 

Fakt ist, dass die Artenvielfalt nach Jagdverboten deutlich zunimmt. Jagdfreie Gebiete zeigen das. So ist im Kanton Genf, wo seit 1974 die Hobbyjagd abgeschafft ist, die Anzahl überwinternder Wasservögel so hoch wie nie zuvor. Die Jagd hingegen will nur bestimmte jagdbare Arten wie Rebhuhn, Fasan oder Feldhase erhalten. Natürliche Feinde wie Fuchs, Waschbär oder Marder hingegen werden von der Jagdlobby als Schädlinge gebrandmarkt und brutal bejagt. Aber dieser „Artenschutz“ ist leicht zu durchschauen: Im Jagdjahr 2016/17 töteten Jäger hierzulande etwa 2.000 Rebhühner, 86.000 Fasanen und über 200.000 Feldhasen.

 

Mehr dazu in unserem Artikel: Fuchsjagd ist kein Artenschutz

 

 

 

 

Propaganda: „Jagd reduziert Wildtierbestände und verhindert die Ausbreitung von Krankheiten“

 

Fakt ist, dass die Jagd nur die Bestände der Tierarten reduziert, die gefährdet oder stark gefährdet sind. Dazu gehören in Deutschland zum Beispiel die Rebhühner und die Feldhasen. Andere Wildtierarten wie etwa Füchse oder Wildschweine gleichen Verluste durch die Jagd durch mehr Nachwuchs und durch Zuwanderung aus. Jungtiere sind jedoch für Krankheiten besonders anfällig und schleppen sie bei der Reviersuche in andere Gebiete ein. So trägt die Jagd dazu bei, dass sich Krankheiten wie Räude oder Staupe oder der Befall mit dem Fuchsbandwurm stärker ausbreiten.

 

Mehr dazu in unserem Artikel: Fuchsjagd fördert Fuchsbandwurm

 

 Jungtiere sind für Krankheiten besonders anfällig. Bild: René Schleichardt

 

 

Propaganda: „Füchse haben keine natürlichen Feinde“

 

Fakt ist, dass Füchse zwar natürliche Feinde haben – Wolf, Luchs, Uhu, Steinadler -, Füchse aber nur einen unerheblichen Anteil an deren Speiseplan ausmachen. Fakt ist auch, dass sich die Bestände von Füchsen und anderen Beutegreifer selbst regulieren, ohne Überhand zu nehmen. Aktuellstes Beispiel ist das seit 2015 geltende Fuchsjagdverbot in Luxemburg: Die Zahl der Füchse ist bis Ende 2017 nicht wesentlich angestiegen, weshalb das Fuchsjagdverbot guten Gewissens verlängert wurde. Im Kanton Genf werden Füchse seit 1974 nicht gejagt und dennoch gibt es auch dort nicht zu viele Füchse.

 

Mehr dazu in unserem Artikel: Fuchsjagd wegen natürlicher Feinde?

 

 Neben den natürlichen Feinden sind Straßenverkehr, Nahrungsangebot, Krankheiten, Wettereinflüsse, Lebensraumkapazität und Sozialgefüge Einflussgrößen für die Regulierung des Fuchsbestandes, Bild: Thorsten Emberger

 

 

Propaganda: „Jagd reduziert das Risiko, am Fuchsbandwurm zu erkranken“

 

Fakt ist, dass die durch den Fuchsbandwurm übertragene Krankheit „alveoläre Echinokokkose“ extrem selten ist. Deutschlandweit gibt es gemäß Robert-Koch-Institut durchschnittlich etwas über 30 Neuerkrankungen pro Jahr. Wahrscheinlicher ist es da, bei einem Jagdunfall zu Schaden zu kommen oder im Lotto einen Sechser zu haben. Die Befallsrate der Füchse mit dem Fuchsbandwurm durch die Jagd zu reduzieren ist übrigens unmöglich. Eine aktuelle Studie aus 2017 belegt erneut, dass durch die Fuchsjagd die Befallsrate der Füchse erhöht und somit durch die Jagd das Risiko für den Menschen am Fuchsbandwurm zu erkranken sogar steigt.

 

Mehr dazu in unserem Artikel: Intensive Fuchsjagd ist ein Krankheitsrisiko für Menschen

 

 Auch bei den Rehen ist das so, dass die selbst durch intensive Jagd nicht weniger werden, sie gleichen Bestandsverluste durch höhere Geburtenzahlen aus. Bild: Heiko Anders

 

 

Alle Fragen und Antworten als PDF-Dokument 

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